Thrash-Inferno im Zenith: Kreator krönten die „Krushers of the World“ Tour in München

Was für ein Abend! Das Münchner Zenith bebte am 11. April 2026, als die Titanen des deutschen Thrash Metal, Kreator, die Bühne stürmten. Für alle, die es hart, schnell und technisch präzise mögen – und das sind wir Technik-Nerds und Sport-Enthusiasten ja bekanntlich – war dieser Abend ein Fest. Mit ihrem brandneuen 16. Studioalbum „Krushers of the World“ im Gepäck lieferten Mille Petrozza und seine Crew den größten Abriss ihrer bisherigen Karriere. Maximale Energie, komplexe Riffs und ein Moshpit, der jede Cardio-Einheit in den Schatten stellte, standen auf dem Programm.

Das erlebten wir im Zenith

Das neue Album „Krushers of the World“ hatte bereits am 16. Januar 2026 eingeschlagen wie eine Bombe, doch die Live-Umsetzung übertraf alle Erwartungen. Tracks wie „Seven Serpents“ oder das epische „Tränenpalast“ (mit Britta Görtz als Gast) bewiesen eindrucksvoll, dass Kreator auch nach vier Jahrzehnten die Messlatte für technisches Songwriting und brachiale Gewalt immer noch ein Stück höher legen konnten. Die Band spielte diese neuen Hymnen mit einer Präzision und Leidenschaft, die atemberaubend war.

Das Line-up für den Abend im Zenith war ein wahres Who-is-Who der Metal-Geschichte und ließ keine Wünsche offen:

  • Nails: Sie sorgten mit ihrer kompromisslosen Härte für den ultimativen Adrenalinkick und heizten dem Publikum ordentlich ein
  • Exodus: Die Bay-Area-Legenden bewiesen, dass sie den Begriff „Thrash“ nicht nur mitgeprägt haben, sondern auch heute noch leben
  • Carcass: Die Meister des Melodic Death Metal zeigten, warum sie zu den einflussreichsten Bands ihres Genres gehören
  • Kreator: Die Headliner lieferten mit ihrer bisher größten Tour-Produktion eine Show ab, die man so schnell nicht vergessen wird. Lichtshow, Pyrotechnik – alles war perfekt inszeniert

Die industrielle Architektur der ehemaligen Eisenbahnhalle, des Zenith, bot die perfekte Kulisse für diesen „Metal-Chaos“-Abend. Trotz der Herausforderungen, die eine Halle dieser Größenordnung für die Tontechniker birgt, war der Sound High-End und sorgte für ein beeindruckendes Klangerlebnis.

Fazit

Der 11. April 2026 war ein unvergesslicher Abend. Es war kein gewöhnliches Konzert, sondern eine Demonstration von Ausdauer, technischer Perfektion und purer Leidenschaft für den Metal. Ich war vor Ort, habe die Atmosphäre aufgesaugt und hier auch ein paar Einblicke mit eigenen Fotos und einem tiefen Einblick in die Setlist und das beeindruckende Staging. Meine Nackenmuskulatur hat noch einiges zu verarbeiten, aber es war jede Schweißperle wert!

Endlich Andechs! Meine Premiere auf dem Expert Trail

Manche Ziele brauchen einen langen Atem – und das nicht nur auf der Strecke. Seit Jahren versuche ich, einen der begehrten Startplätze für den Andechs Trail zu ergattern. Wer die Szene kennt, weiß: Die Karten sind schneller weg, als man „Heiliger Berg“ sagen kann. Am 18.04.2026 war es endlich so weit. Mit dem Ticket für den Expert Trail in der Tasche ging es an den Start eines Laufs, der in der Trailrunning-Community fast schon Kultstatus genießt.

Der Bericht: 16 Kilometer Fokus und Natur

Der Expert Trail ist kein gewöhnlicher Waldlauf. Auf den rund 15,8 Kilometern rund um das Kloster Andechs warten ca. 375 Höhenmeter, die es in sich haben. Die Strecke führt über unbefestigte Wald-, Feld- und Wiesenwege – technisch anspruchsvoll und bei typischem Aprilwetter oft eine rutschige Angelegenheit. Die Streckenführung könnt ihr hier bei Komoot einsehen. 

Für mich war dieser Lauf die Einlösung eines langjährigen Versprechens an mich selbst. Die Herausforderung liegt hier im Rhythmuswechsel: Knackige Anstiege wechseln sich mit technisch anspruchsvollen Passagen durch das bayerische Voralpenland ab. Wenn du hier nicht konzentriert bleibst, quittiert der Trail das sofort. Besonders die „Wand“ hinauf zum Kloster zum Ende hin verlangt den Waden noch einmal alles ab, bevor man oben mit der einzigartigen Kulisse belohnt wird.

Technisch gesehen war es ein Test für Material und Ausdauer. Die Mischung aus Singletrails und steilen Rampen macht den Reiz aus, der diesen Lauf so besonders (und so schnell ausgebucht) macht.

Fazit

Der Andechs Trail 2026 war das Warten wert. Die Kombination aus der jahrelangen Vorfreude und der harten, aber fairen Strecke des Expert Trails hat diesen Tag zu einem echten Highlight in meinem Laufkalender gemacht. Es ist eben mehr als nur ein Lauf – es ist das Gefühl, endlich dabei zu sein, wenn es am Heiligen Berg zur Sache geht. Die 16 Kilometer haben mich gefordert, aber genau das macht Trailrunning aus.

Ostern am Eibsee – Wandern am Fuße der Zugspitze

Ein langes Feiertagswochenende steht vor der Tür, das Wetterbericht verspricht Sonne – was macht man da? Genau, raus in die Natur. Aber man ist ja nicht der Einzige mit dieser Idee. Unsere Befürchtung war groß: Werden wir uns den Eibsee mit gefühlt halb Deutschland teilen müssen? Die Sorge war berechtigt, denn der See in Grainau bei Garmisch-Partenkirchen ist längst kein Geheimtipp mehr. Aber Spoiler vorab: Die Entscheidung, es trotzdem zu wagen, war goldrichtig.

Der Eibsee-Rundweg: Wo Bayern zur Karibik wird

Wir haben uns den Klassiker vorgenommen: Den Eibsee-Rundweg. Oft wird er als der schönste Flachland-Wanderweg in den Alpen direkt am Fuße der Zugspitze bezeichnet. Und weißt du was? Das ist keine Übertreibung.

Hier sind die Fakten zum Weg:

  • Charakter: Die Runde ist ca. 7,5 Kilometer lang.
  • Anspruch: Fast komplett eben. Man überwindet auf der gesamten Strecke gerade einmal rund 100 Höhenmeter. Das macht ihn auch für sportliche Einsteiger oder einen entspannten Erholungslauf perfekt.
  • Erreichbarkeit: Der Weg ist ganzjährig begehbar und (was wichtig für die Planung ist) auch am Montag 24 Stunden geöffnet.

Das absolute Highlight ist aber nicht der Weg selbst, sondern das, was du links und rechts davon siehst. Das Wasser hat diesen unwirklichen, türkisfarbenen Ton, der dem Begriff „bayerisches Karibikwasser“ alle Ehre macht. Wenn du dort stehst, das kristallklare Wasser vor dir und den direkten, Blick auf die Waxensteine und die imposante Nordwand der Zugspitze über dir – das ist Alpen-Feeling pur.

Ja, es waren viele Leute da. Ostern und gutes Wetter sind eine starke Kombination. Aber dadurch, dass der Rundweg breit genug ist und sich die Menschenmenge auf den 7,5 Kilometern verteilt, konnten wir die Natur trotzdem genießen und unsere Fotos machen, ohne dass ständig jemand durchs Bild lief.

Fazit: Ein Muss für jeden Alpen-Fan

Wenn du noch nie am Eibsee warst, solltest du ihn unbedingt auf deine Liste setzen. Er ist technisch nicht anspruchsvoll, aber landschaftlich absolute Weltklasse. Der Mix aus dem karibisch anmutenden Wasser und dem massiven Fels der Zugspitze ist einzigartig. Auch wenn man sich darauf einstellen muss, dass man an Feiertagen nicht allein ist, lohnt sich der Eibsee-Rundweg für jeden, der Berge und Wasser liebt. Wir haben den Osterausflug auf jeden Fall nicht bereut.

Nepal-Tour-Tagebuch (Teil 3): Bilder, die Bände sprechen

Das Hochgebirge in Nepal lässt sich nur schwer in Worte fassen. Die schiere Größe, die Intensität des Lichts und die raue Schönheit der Landschaft muss man einfach sehen. Genau deshalb möchte ich in diesem dritten Teil meines Nepal-Tour-Tagebuchs weniger schreiben und stattdessen die Bilder sprechen lassen.

Ich habe für dich die besten und eindrücklichsten Fotos unserer Tour zusammengestellt. Diese Aufnahmen fangen die Magie des Himalayas, die Anstrengung des Aufstiegs und die Begegnungen mit der faszinierenden Kultur Nepals ein.

Worte können die Faszination einer Nepal-Tour nur ansatzweise beschreiben. Die Bilder fangen die Emotionen und die Schönheit dieses einzigartigen Abenteuers viel besser ein. Ich hoffe, diese visuelle Reise durch den Himalaya hat dir gefallen und vielleicht sogar Lust auf dein eigenes Abenteuer geweckt.

Hier geht’s zu den besten Fotos der Nepal Tour

 

Mein erstes Mal 55 km: So hart war der Mammutmarsch München für Körper und Kopf

Ich dachte, ich wäre bereit. Frisch zurück aus Nepal vom Annapurna Circuit und mit einigen Marathons in den Beinen der letzten Jahre, schien ein 55 Kilometer Marsch durch das Münchner Umland machbar. Sicher, anstrengend, aber machbar. Ein Spaziergang im Vergleich zum Himalaya, oder? Spoiler: Ich habe mich gewaltig geirrt. Der Mammutmarsch München war eine Grenzerfahrung, die mich sowohl körperlich als auch mental komplett zerlegt hat. Hier erfährst du, warum 55 km Wandern härter sein können als ein Marathon und wie ich mich von der anfänglichen Euphorie in den absoluten Kampfmodus retten musste.

Die Ausgangslage: Übermut tut selten gut

Meine Vorbereitung schien solide. Ein Testmarsch über 27,5 km am Starnberger See verlief absolut problemlos. Mit dieser Sicherheit im Rücken und meiner Erfahrung aus Nepal und diversen Lauf-Events ging ich an den Start. Die Stimmung war grandios. Sonnenschein über München, eine top Organisation und ein motiviertes 8-Personen-Team. Die ersten Meter fühlten sich leicht an, auch wenn sich zwei unserer Gruppe schnell absetzten und ihr eigenes Tempo gingen. Insgesamt waren rund 9.000 Teilnehmer auf die verschiedenen Startgruppen verteilt am Starnberger See unterwegs – eine beeindruckende Kulisse.

Mein Equipment war minimalistisch. Ein Trail-Running-Rucksack reichte mir völlig, ich hatte deutlich weniger Gepäck als viele andere. Doch wie sich herausstellen sollte, war minimalistisch in diesem Fall synonym mit „unzureichend“.

Kilometer 10 bis 20: Alles nach Plan

Die ersten 10 KM: Unser Tempo pendelte sich schnell ein. Geplant hatte ich mit ca. 4 km/h, tatsächlich waren wir mit grob 5 km/h flotter unterwegs. Der erste Verpflegungspunkt (VP) Südbad Tutzing bei Kilometer 7,8 bot belegte Brote. Das Essen war gut, aber ehrlich gesagt, braucht man hier noch nicht viel Energie. Die Stimmung war super, die Beine locker.

Die 20 KM Marke: Bei Kilometer 27 erreichten wir den VP TSV Pähl. Hier gab es Kartoffelsuppe. Mein Kritikpunkt: Die Portion war etwas klein, ein bisschen mehr Energie hätte an dieser Stelle gutgetan. Denn genau hier geschah die Wende.

Die Wende: Wetterumschwung und Ausrüstungspanne

Ab der zweiten Verpflegungsstation schlug das Wetter gnadenlos um. Der strahlende Sonnenschein wich Regen, der uns fast den gesamten Rest des Marsches begleiten sollte. Und hier rächte sich mein Stolz und meine falsche Planung bitterlich.

Ich war falsch ausgerüstet. Lediglich ein T-Shirt und eine Windjacke hatte ich dabei. Meine Denke: „Beim Laufen wird mir immer warm, das reicht.“ Falsch gedacht beim Wandern, besonders wenn Nässe dazu kommt. Es wurde immer kühler. Mein Glück war eine Mitläuferin, die mir einen Regenponcho lieh. Ohne diesen Poncho hätte ich den Lauf abbrechen müssen. Das war meine Rettung.

Kilometer 30 bis 40: Der langsame Abbau

Die 30 KM Marke: Bei Kilometer 37,5 stand der Zwischenverpflegungspunkt (ZVP) Kloster Andechs an. Der berühmte Käsekuchen lockte. Der Aufstieg den „heiligen Berg“ hoch ging noch ganz gut, und die meisten Teilnehmer hielten sich mit der Vorfreude auf den Kuchen bei Laune. Die Strecke hier war wunderschön, aber durch den Regen bereits sehr matschig.

Die 40 KM Marke: VP Löschgruppe Aschering bei Kilometer 44 bot Hot Dogs. Jetzt wurde es langsam dunkel, und ab dieser Station wurde es richtig schwierig für mich. Das war ein Gefühl, das ich so von Marathons nicht kannte. Die Kombination aus einsetzender Dunkelheit, der zunehmenden Kälte und den Kilometern in den Beinen ließ die Motivation und auch die Unterhaltung in der Gruppe drastisch sinken.

Kilometer 50 bis 55: Der Kampf im Kopf

Hier begann der wahre Mammutmarsch. Das Wetter wurde immer ungemütlicher, am Schluss mischten sich Graupel und Schnee in den starken Wind.

Die 50 KM Marke: Es wurde wirklich hart. Ein mentaler Tiefschlag war die Beschilderung: Laut meiner Sportuhr hatten wir bereits über 51 km hinter uns, als wir endlich das offizielle 50-km-Schild passierten. Ab hier war es nur noch ein einziger Kampf – gegen die Schmerzen, gegen die Kälte und eine enorme mentale Überwindung.

Die letzten 5 Kilometer haben mir wirklich alles abverlangt. Ich glaube, ich hatte noch nie solche Schmerzen und so massive Zweifel während einer sportlichen Leistung. Jeder Muskel schrie „Stopp“, der Körper wollte nicht mehr, und man zwingt sich trotzdem weiter, Schritt für Schritt.

Die finalen 55 KM: Das Ziel war endlich in Sicht, aber die letzten 5 Kilometer waren pure Qual. Alle 100 Meter musste ich mich neu überwinden, weiterzugehen. Nach 13 Stunden, 10 Minuten und 42 Sekunden war es geschafft. Meine Uhr zeigte 56,13 Kilometer und immerhin 714 Höhenmeter an.

Ein weiterer Fehler, den ich rückblickend analysiert habe: Ich habe zu viel gegessen, und vor allem nicht immer sinnvolle Sachen (Stichwort: Süßigkeiten). Das hat sich energetisch nicht ausgezahlt.

Fazit: Wandern ist kein Laufen

Was nehme ich mit vom Mammutmarsch München? Die 55 km waren, selbst mit meiner Vorbildung aus Marathons und Bergsteigen, eine immense körperliche und mentale Herausforderung. Ich habe die Belastung des reinen Gehens über diese Distanz und die Zeitdauer unterschätzt. Auch die Wichtigkeit der richtigen Kleidung für Wandergeschwindigkeiten und die Verpflegungsstrategie waren harte Lektionen.

Ob ich die 100 km jemals packen würde? Ich denke eher nicht. Das ist eine ganz andere Hausnummer. Mein Fazit für mich persönlich: Ich glaube, ich gehe lieber wieder Laufen, auf die Trails oder zu klassischen Marathonveranstaltungen. Das liegt mir eher.

Wer es dennoch wagen will: Vielleicht lieber erst mal mit den 30 km einsteigen. Der Mammutmarsch macht seinem Namen alle Ehre.

Shelly Flood Gen4 in openHAB 4.3.3 integrieren: Dein Smart Home wird wasserfest!

Wer kennt es nicht: Man hat sein Smart Home mühsam aufgebaut und möchte nun auch wirklich alle Eventualitäten abdecken. Wasserschäden gehören definitiv zu den Dingen, die niemand erleben möchte. Darum schauen wir uns heute an, wie du den neuen Shelly Flood Gen4 Wassersensor in dein openHAB 4.3.3 System integrieren kannst. Spoiler: Das Shelly-Binding hatte bei mir noch Schwierigkeiten mit der Gen4-Version, aber keine Sorge – mit MQTT geht es kinderleicht!

Shelly Flood Gen4 technisch in Betrieb nehmen

Zuerst muss der Sensor natürlich einsatzbereit sein. Lege die Batterien ein und platziere ihn an der gewünschten Stelle, zum Beispiel unter der Spüle, in der Nähe der Waschmaschine oder im Keller. Der Shelly Flood Gen4 ist bekannt für seine einfache Handhabung und lange Batterielaufzeit.

MQTT auf dem Sensor aktivieren und Nachrichten an den Broker senden

Da das Shelly-Binding für die Gen4-Modelle noch etwas hinterherhinkt (ein Update deines openHAB-Systems könnte hier zukünftig helfen!), nutzen wir den direkten Weg über MQTT. Logge dich in das Web-Interface deines Shelly Flood Gen4 ein. Gehe zu den „Internet & Security“-Einstellungen und aktiviere dort MQTT. Gib die IP-Adresse oder den Hostnamen deines MQTT-Brokers (z.B. Mosquitto) sowie den Port ein. Wichtig ist, dass der Sensor seine Statusmeldungen an den Broker senden kann.

MQTT.things erstellen

Jetzt geht es ans Eingemachte in openHAB. Wir erstellen eine .things-Datei, um den MQTT-Broker und den Shelly Flood als Gerät zu definieren.

Thing topic Shelly_Flood_Gen4_e8f60a61e880 "Shelly - Flood (Gen4) - e8f60a61e880" @ "MQTT" {
        Channels:
            Type switch   : online          "Online Status"             [stateTopic="shellyfloodg4-e8f60a61e880/online", on="true", off="false" ]
            Type datetime : System_Time     "Zeitstempel"               [stateTopic="shellyfloodg4-e8f60a61e880/events/rpc", transformationPattern="JSONPATH:$.params.sys.time" ]
            Type switch   : alarm           "Wasser Alarm"              [stateTopic="shellyfloodg4-e8f60a61e880/events/rpc", transformationPattern="JSONPATH:$.params['flood:0'].alarm", on="true", off="false" ]
            Type number   : battery_V       "Batterie Spannung"         [stateTopic="shellyfloodg4-e8f60a61e880/events/rpc", transformationPattern="JSONPATH:$.params['devicepower:0'].battery.V" ]
            Type number   : battery_percent "Batteriestand"             [stateTopic="shellyfloodg4-e8f60a61e880/events/rpc", transformationPattern="JSONPATH:$.params['devicepower:0'].battery.percent" ]
 }

Hinweis: Ersetze shellyfloodg4-e8f60a61e880 durch den tatsächlichen Topic-Präfix deines Shelly Flood Gen4. Diesen findest du in den MQTT-Einstellungen des Sensors.

MQTT.items erstellen

Als Nächstes definieren wir die Items, die den Status des Sensors in openHAB abbilden.

Switch   ShellyFloodGen4_online            "Online Status"                   (gShellyFloodInfo)               { channel="mqtt:topic:myMQTTBroker:Shelly_Flood_Gen4_e8f60a61e880:online"}
DateTime  ShellyFloodGen4_time              "Zeitstempel [%1$tH:%1$tM]"       (gShellyFloodInfo)               { channel="mqtt:topic:myMQTTBroker:Shelly_Flood_Gen4_e8f60a61e880:System_Time" }
Switch    ShellyFloodGen4_alarm             "Wasser Alarm [%s]"               (gShellyFloodInfo)               { channel="mqtt:topic:myMQTTBroker:Shelly_Flood_Gen4_e8f60a61e880:alarm"}
Number    ShellyFloodGen4_battery_V         "Batterie Spannung (V) [%s]"      (gShellyFloodInfo)               { channel="mqtt:topic:myMQTTBroker:Shelly_Flood_Gen4_e8f60a61e880:battery_V" }
Number    ShellyFloodGen4_battery_percent   "Batteriestand (%) [%s]"          (gShellyFloodInfo)               { channel="mqtt:topic:myMQTTBroker:Shelly_Flood_Gen4_e8f60a61e880:battery_percent" }

MQTT.rules erstellen (Telegram-Benachrichtigung)

Damit du auch wirklich sofort informiert wirst, wenn Wasser detektiert wird, erstellen wir eine Regel, die dir eine Telegram-Nachricht sendet. Stelle sicher, dass du das Telegram-Binding in openHAB eingerichtet hast.

rule "Wasserstand - Alarm"
    when
        Item  ShellyFloodGen4_alarm changed from OFF to ON
    then    
        var lMessageText = "Wasserstandswarnung im Elektroraum wurde ausgelöst!"
        val telegramAction = getActions("telegram","telegram:telegramBot:HA_Bot")
        telegramAction.sendTelegram(Long::parseLong(TELEGRAM_CHANNEL_SMARTHOME.label), lMessageText)
        logInfo("ALARM", lMessageText)
end

Haus.sitemap (Integration in die Visualisierung)

Damit du den Status des Sensors auch in deiner openHAB-Visualisierung (z.B. der Basic UI) siehst, fügst du ihn deiner *.sitemap hinzu.

            Frame label="Shelly Flood Gen4 (MQTT)" {
                Text item=ShellyFloodGen4_online label="Online Status" icon="switch"
                Text item=ShellyFloodGen4_time label="Zeitstempel [%1$tH:%1$tM]" icon=""
                Text item=ShellyFloodGen4_alarm label="Wasser Alarm [%s]" icon="Water"
                Text item=ShellyFloodGen4_battery_V label="Batterie Spannung (V) [%s]" icon="energy"
                Text item=ShellyFloodGen4_battery_percent label="Batteriestand (%) [%s]" icon="energy"
            }

Fazit

Auch wenn das Shelly-Binding für die Gen4-Sensoren noch etwas Zeit braucht, um vollständig kompatibel zu sein, ist die Integration des Shelly Flood Gen4 über MQTT eine hervorragende und zuverlässige Lösung für dein openHAB 4.3.3 System. Mit nur wenigen Schritten hast du einen weiteren wichtigen Schutzbaustein in dein Smart Home integriert und bist dank Telegram-Benachrichtigung immer auf dem Laufenden. So kannst du beruhigt deinen sportlichen Aktivitäten nachgehen, während dein Zuhause sicher ist. Viel Erfolg beim Nachbauen!

Nepal-Tour-Tagebuch (Teil 2): Von Kathmandu in die Berge – Meine wichtigsten Erfahrungen nach der Wanderung

Namaste! Wenn du diesen Blog liest, spielst du wahrscheinlich mit dem Gedanken, einen der legendärsten Trekking-Routen der Welt anzugehen: den Annapurna Circuit. Ich habe mich dieser Herausforderung im Februar und März 2026 gestellt und kann dir eines vorwegnehmen: Es war eine der intensivsten, härtesten und gleichzeitig schönsten Erfahrungen meines Lebens.

Für uns technisch und sportlich affine Wanderer ist der Circuit ein absolutes Highlight. Aber er verzeiht keine Fehler, besonders nicht bei der Vorbereitung und der Höhenanpassung. In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf meine Route, teile meine harten Fakten und sage dir ehrlich, was ich beim nächsten Mal anders machen würde – Stichwort: Rucksackgewicht und Blasen!

Die Anreise: Ab ins Marsiandi-Tal

Das Abenteuer beginnt nicht erst beim ersten Schritt der Wanderung, sondern schon bei der Anreise. Von Kathmandu aus ging es für uns mit dem lokalen Bus nach Besishahar. Hier ein kleiner Pro-Tipp vorab: Plane viel Zeit für den Verkehr und die lokalen Busse ein. Die Straßenverhältnisse sind abenteuerlich und Baustellen sind an der Tagesordnung. Von Besishahar aus haben wir uns dann mit dem Jeep weiter ins Marsiandi-Tal vorgearbeitet, um den eigentlichen Trek zu starten.

Mein Trekking-Tagebuch: 119 Kilometer voller Kontraste

Hier sind die nackten Zahlen meiner Tour. Ab dem 25.02. hat sich unsere Gruppe übrigens aufgeteilt – ein Teil ging Wandern, der andere widmete sich dem Sightseeing (dazu unten mehr). Ich war natürlich in der Wander-Truppe.

Die Akklimatisierung und der Weg nach oben

  • Tag 01 (22.02.26): Von Dankyu nach Chame
    • Distanz: 12,36 km
    • Zeit: 03:36:03 Std.
    • Ein guter Einstieg, um reinzukommen.
  • Tag 02 (23.02.26): Von Chame nach Lower Pisang
    • Distanz: 14,81 km
    • Zeit: 04:11:52 Std.
    • Highlight: Wir knacken die 3.000-Meter-Marke!
  • Tag 03 (24.02.26): Von Lower Pisang nach Manang
    • Distanz: 16,05 km
    • Zeit: 04:45:12 Std.
  • Tag 04 (25.02.26): Manang (Akklimatisierungstag)
    • Route: Braga, Ice Lake, Manang
    • Distanz: 13,35 km
    • Zeit: 06:31:23 Std.
    • Learning: Aufstieg bis auf 4.600 Meter. Die Höhe ist real. Ich habe in dieser Nacht ganz schlecht geschlafen. Unterschätze niemals die Akklimatisierung.
  • Tag 05 (26.02.26): Von Manang über Khangsar nach Thorong Pedi
    • Distanz: 16,52 km
    • Zeit: 07:17:24 Std.
    • Upsi: Wir haben uns etwas verlaufen und die Route ungeplant über Khangsar „verlängert“. Eigentlich ist das eine 2-Tages-Tour. Aber gut, so gab es ein paar extra Höhenmeter.
  • Tag 06 (27.02.26): Von Yak Kharka nach Thorong Pedi
    • Distanz: 07,16 km
    • Zeit: 03:40:02 Std.
    • Kurze Etappe, aber die Nacht war wieder hart. Wegen der Höhe ganz schlecht geschlafen.

Die Königsetappe: Thorong La Pass (5.416m)

  • Tag 07 (28.02.26): Von Thorong Pedi über den Pass nach Muktinath
    • Distanz: 16,15 km
    • Zeit: 09:48:48 Std.
    • Der härteste Tag. Start am Morgen bei knackigen -20 Grad. Thorong High Camp liegt auf 4.800 Metern. Am Pass selbst auf 5.416 Metern herrschte extrem starker Wind. Ich bin fast eingefroren, aber das Gefühl, oben zu stehen, ist unbeschreiblich. Danach folgte ein brutaler Abstieg von 1.750 Höhenmetern nach Muktinath, der heiligen Stadt der Hindus.

Entspannung und der Poon Hill

Nach dem harten Pass haben wir die Route von Muktinath nach Tatopani mit dem Jeep etwas „optimiert“. Tatopani bedeutet heißes Wasser, und die heißen Quellen dort waren genau das Richtige, um die müden Knochen zu relaxen.

  • Tag 08 (02.03.26): Von Chitre nach Ghorepani
    • Distanz: 03,23 km
    • Zeit: 01:32:52 Std.
    • Ein krasser Landschaftswechsel: Wir wanderten durch Urwald und Rhododendren, aber Vorsicht: Es warten viele Treppenstufen auf dich.
  • Tag 08 (02.03.26): Ghorepani & Poon Hill
    • Distanz: 02,60 km
    • Zeit: 01:04:49 Std.
    • Ich war gleich zweimal auf dem Poon Hill Aussichtspunkt (3.210 Meter) – einmal zum Testen und einmal für den perfekten Sonnenaufgang. Es lohnt sich!
  • Tag 09 (03.03.26): Von Ghorepani über Poon Hill nach Ulleri
    • Distanz: 16,91 km
    • Zeit: 05:41:46 Std.
    • Der berüchtigte Ghorepani-Pass. Wieder unzählige Stufen, dieses Mal steil bergab.

Die Trekking-Bilanz in Zahlen (ohne Spaziergänge)

  • Gesamtstrecke: 119,14 km
  • Höhenmeter Aufstieg: 4798,22 hm
  • Höhenmeter Abstieg: 1758,11 hm (Anmerkung: Die Jeep-Fahrt hat hier die Statistik „optimiert“ 😉 )
  • Gesamtzeit: 48:10:11 Std. reinste Wanderzeit.

Dazu kamen noch ein paar „Bonus-Kilometer“ durch Spaziergänge vor dem Abendessen, Stadtplatzrunden in Ghorepani und den Besuch im Elephant Breeding Center (Tag 10, 05.05.26, 9,41 km). Insgesamt also eine solide sportliche Leistung!

Sightseeing: Kultur pur in Nepal

Man reist nicht nach Nepal, ohne die Kultur aufzusaugen. Unsere Sightseeing-Gruppe (und ich im Anschluss an den Trek) haben sich diese Highlights nicht entgehen lassen.

In und um Kathmandu

  • Boudhanath Stupa: Einer der größten Tempel der Welt und ein spirituelles Zentrum.
  • Hanumandhoka Durbar Square: Der alte Königsplatz und UNESCO-Weltkulturerbe.
  • Swayambhu Tempel (Affentempel): Tolle Aussicht über die Stadt, aber pass auf deine Sachen auf – die Affen sind frech!
  • Budhailkanta: Der schlafende Vishnu, eine beeindruckende Statue aus 5 Tonnen Basalt.
  • Pashupatinath Tempel: Ein sehr heiliger Hindu-Tempel am Bagmati-Fluss. Hier finden Leichenverbrennungen statt, was sehr eindrücklich ist. Man trifft dort auch viele Sadhus.
  • Lalitpur (Patan): Eine weitere Königsstadt mit wunderschönen buddhistischen Tempeln.
  • Bhaktapur: Die dritte Königsstadt, bekannt für den Durbar Square, Dattatraya und den Pottery Square.

Außerhalb der Hauptstadt

  • Phewa-See in Pokhara: Perfekt zum Entspannen nach dem Trek.
  • Chitwan Nationalpark: Hier haben wir Elefanten-Reiten gemacht und das Breeding Center besucht.

Meine ehrlichen Learnings & Tipps für dich (Die „Allgemeines“-Sektion)

Das ist wohl der wichtigste Teil für dich, wenn du den Trek planst. Hier sind meine ungeschönten Erfahrungen.

1. Ausrüstung & Gewicht (Mein größter Fehler!)

  • Viel zu viel Kleidung: Ich hatte definitiv bestimmt 5 kg zu viel Gepäck dabei. Besonders die Kleidung für extrem kaltes Wetter habe ich kaum gebraucht. Überlege dir jeden Layer genau.
  • Laufkleidung? Spar es dir! Entweder geht sie kaputt, es gibt keine Wege zum Laufen oder der Smog ist zu stark. Ich habe sie nicht genutzt.
  • Blasen-Alarm! Ich hatte jede Menge Blasen an den Füßen. Das war schmerzhaft und unnötig. Bereite dich besser vor: Teste deine Socken, deine Schuhe und vor allem die richtige Schnürung lange vor dem Abflug.

2. Planung vor Ort vs. Vorab-Buchung

  • Bloß nicht vorplanen! Wanderungen in dieser Höhe sind unberechenbar. Du weißt nie, wie du die Höhe verträgst, wie das Wetter wird oder ob du dich verläufst (so wie wir). Bleib flexibel.
  • Lodges und Hotels: Auch diese musst du nicht vorplanen. Es gibt genug Unterkünfte am Wegesrand, und die Qualität steigt meist mit dem Preis.
  • Permits: Vergiss auf keinen Fall die notwendigen Permits für die Annapurna-Region! Die werden an Checkpoints kontrolliert.
  • Guide? Ein lokaler Guide ist nur in Ausnahmefällen notwendig, da wir lokale Unterstützung hatten, ging es gut ohne. Aber für Neulinge kann er sehr hilfreich sein.

3. Reisezeit & Bedingungen

  • Februar / März ist ideal. Es sind wenig Touristen unterwegs, du hast die Wege oft für dich. Aber Achtung: Sei vorsichtig mit Schnee und Eis, besonders an den Pässen.

4. Alternativen in der Region

  • Es gibt unzählige Routen. Eine weitere Alternative wäre der New Lalupate Trail.
  • Der Tilichosee ist auch beliebt, war aber bei uns leider gefroren.
  • Das Annapurna-Basecamp ist eine Option, wobei ich glaube, dass das Mount Everest Basecamp vielleicht sogar die bessere Alternative ist, wenn man schon mal da ist.

5. Das Geld & die „Medizin“

  • Bier ist teuer! Wir haben festgestellt, dass Bier teurer ist als Essen. Gut ein Drittel unserer Kosten ging für Getränke drauf.
  • Die „lokale Medizin“: Na ja, wir hatten etwas viel Bier, Kukri (Rum) und lokale Medizin. Ob das bei der Höhe geholfen hat, wage ich zu bezweifeln, aber es war gesellig.

Fazit

Der Annapurna Circuit war hart, aber jede Sekunde wert. Die Daten zeigen, dass es eine sportliche Herausforderung ist, aber die mentalen Hürden (Schlafmangel in der Höhe, Kälte) sind fast noch größer. Wenn du flexibel planst, dein Rucksackgewicht drastisch reduzierst (glaub mir, 5kg weniger machen einen Unterschied!), deine Füße gut pflegst und die Akklimatisierung ernst nimmst, wirst du ein unvergessliches Abenteuer erleben. Nepal, ich komme wieder – aber mit leichterem Gepäck!

Dünne Luft, maximale Effizienz: Meine Erfahrungen mit Höhentraining bei der Annapurna-Curcuit in Nepal

Die Faszination des Himalaya ist ungebrochen. Wenn du, genau wie ich, sportlich und technisch interessiert bist, hast du sicher schon von spektakulären Treks in Nepal geträumt. Doch neben atemberaubenden Panoramen wartet dort oben auch ein unsichtbarer Gegner: die Höhe. In diesem Beitrag erzähle ich dir nicht nur, was die akute Höhenkrankheit ist, sondern teile meine ganz persönlichen Erfahrungen mit dir, die ich auf über 4.000 Metern gesammelt habe – und was meine Garmin-Uhr dazu gesagt hat.

Was ist die Höhenkrankheit eigentlich?

Die akute Höhenkrankheit (Acute Mountain Sickness, kurz AMS) ist keine Kleinigkeit, sondern eine ernsthafte Reaktion deines Körpers auf den sinkenden Luftdruck und den daraus resultierenden Sauerstoffmangel in der Höhe. Als Faustregel gilt: AMS kann bereits ab einer Höhe von ca. 2.500 Metern auftreten.

Das Tückische ist, dass es jeden treffen kann, unabhängig von Fitness oder Alter. Die wichtigste Vorbeugung ist essenziell und simpel zugleich: langsames Aufsteigen. Dein Körper braucht Zeit, um sich an die Bedingungen anzupassen. Die goldenen Regeln, falls du Symptome verspürst, solltest du unbedingt verinnerlichen:

  1. Bei Symptomen: Auf keinen Fall weiter aufsteigen.

  2. Bei Verschlechterung: Sofort absteigen, umgehend und ohne Kompromisse.

Meine Erfahrungen in Nepal: Wenn Technik an Grenzen stößt

Ich war in Nepal unterwegs, topfit und natürlich mit meiner Garmin-Uhr am Handgelenk, um alle Daten zu erfassen. Ich wollte wissen, wie mein Körper auf die extreme Belastung reagiert. Die Realität hat mich dann aber doch überrascht.

Der „ermüdete“ Zustand und die 4.000-Meter-Grenze

Schon früh signalisierte mir der Trainingszustand meiner Garmin: „Ermüdet“. Das war wenig überraschend, schließlich summten sich die tägliche Aktivität und die erheblichen Höhenunterschiede. Die Uhr hatte recht, ich war ermüdet.

Interessant wurde es, als wir die 4.000-Meter-Marke knackten. Garmin Connect zeigt die Höhenakklimatisierung standardmäßig nur bis zu dieser Höhe an. Ab da steht in der App, dass zu wenige Vergleichsdaten zur Verfügung stehen, um eine präzise Aussage zu treffen. Das bedeutet: Ab 4.000 Metern bist du datentechnisch im Blindflug unterwegs und musst dich voll und ganz auf dein Körpergefühl verlassen.

Der Kampf über 4.000 Metern: Kurze Pausen, lange Nächte

Und dieses Körpergefühl war eindeutig: Über 4.000 Meter wurde das Wandern verdammt anstrengend. Ich merkte, wie die Luft dünner wurde. Bei jedem noch so kleinen Anstieg stieg mein Puls sofort in die Höhe. Meine Strategie: Ich legte immer häufiger kurze Pausen ein, um den Puls wieder in einen vernünftigen Bereich zu bringen, bevor ich weiterging.

Am intensivsten und unangenehmsten habe ich die Höhe jedoch nicht beim Gehen, sondern in der Nacht bemerkt. Stell dir vor, du liegst im Schlafsack, eigentlich müde, aber dein Herz rast, als wärst du gerade einen Sprint gelaufen. Mein Ruhepuls, der normalerweise bei ca. 38 Schlägen pro Minute liegt, kletterte in der höchsten Übernachtung auf satte 85 Schläge. Dieses Gefühl war extrem unangenehm und führte bei mir zu massivem Schlafmangel über zwei Nächte hinweg.

Zusätzlich hatte ich mit leichten Kopfschmerzen zu kämpfen. Diese verschwanden zwar glücklicherweise nach etwa 15 Minuten Wanderaktivität am Morgen wieder, waren aber ein klares Signal meines Körpers.

Fazit: Vertraue deinem Körper, nicht nur der Uhr

Die Zeit in Nepal hat mir gezeigt, dass Technik ein guter Begleiter ist, aber nicht die Intuition ersetzen kann. Der „Ermüdet“-Status meiner Garmin passte grob zu meinem eigenen Körpergefühl. Ich wusste, ich mute mir viel zu.

Was die Uhr jedoch nicht richtig interpretierte, war der schnelle Höhenanstieg. Obwohl wir klassische Akklimatisierungstage eingelegt hatten (das Prinzip „Climb high, sleep low“ – also hoch aufsteigen, aber weiter unten schlafen), kam das System mit der Dynamik des Aufstiegs und der tatsächlichen Belastung nicht ganz mit.

Zudem war mir schnell klar: An weiteren Sport in der Höhe, jenseits der ohnehin schon anstrengenden Wanderungen, war unter diesen Bedingungen absolut nicht mehr zu denken. Der Körper war zu 100% mit der Akklimatisierung und dem reinen Vorankommen beschäftigt.

Nimm aus meinen Erfahrungen mit: Wenn du in solche Höhen aufbrichst, nutze deine Wearables als Datenquelle, aber die finale Entscheidung über Aufstieg oder Abstieg muss auf deinem Körpergefühl und den Symptomen der Höhenkrankheit basieren.

Umstieg auf Elektro: Was wirklich anders ist – Mein persönlicher Erfahrungsbericht (die ersten 6 Wochen)

Der Umstieg von einem langstreckentauglichen Diesel auf ein Elektroauto ist für viele eine emotionale Grundsatzentscheidung. Ich habe mich Ende Dezember dazu entschlossen, diesen Wechsel für ein Jahr lang selbst zu testen. Nicht aus blindem Enthusiasmus, sondern aus einem pragmatischen Nachhaltigkeitsgedanken heraus: Ein bestehendes Fahrzeug weiter nutzen, bevor ich blind ein neues bestelle. Doch der Startschuss fiel in der schwierigsten Zeit – mitten im bayerischen Winter. Nach sechs Wochen und rund 3.000 Kilometern ziehe ich eine erste Bilanz.

Politische Einordnung: Unabhängigkeit oder neue Fesseln?

Oft wird das E-Auto als Befreiungsschlag von Erdölimporten aus den USA, Kasachstan oder Norwegen verkauft, von denen wir zu 98 % abhängig sind. Theoretisch könnten wir beim E-Auto auf heimischen Strom setzen, der zu 50–60 % aus erneuerbaren Quellen stammt. Doch die Realität ist komplexer: Der restliche Strom kommt aus Erdgas, Kohle und Biomasse – teils heimisch, teils importiert. Zudem hat die EU durch neue Zolldeals eine massive Abnahmemenge von US-Flüssiggas (LNG) festgeschrieben, was uns kurzfristig sogar tiefer in die Abhängigkeit der USA treibt. Eine echte strategische Relevanz für die Unabhängigkeit sehe ich daher erst in einem Zeithorizont von etwa 20 Jahren.

Makro- und Mikroökonomie: Theorie vs. Lebensrealität

Zwischen theoretischen Modellrechnungen und meiner Lebensrealität klafft eine Lücke. Die Opportunitätskosten für Investitionen – sei es das Auto selbst oder ein neuer Speicher – sind gewaltig. Die Amortisationszeiten sind für viele Privatpersonen schlicht zu hoch. Eine vollständige Autarkie von Öl und Gas ist extrem teuer; die meisten Privatpersonen werden bei einer 80-Prozent-Lösung stoppen.

Mein Standpunkt: Die Gesetzgebung ist zu starr. Wir brauchen mikroökonomische Anreize für schnelle private Investitionen. Ein „ökonomischer Zwang“ oder Verbote erhöhen nur den Widerstand. Wie sollen Mieter im Altbau oder Pendler mit kleinem Budget das lösen? Der Strompreis muss nach Wegfall aller Umlagen so günstig werden, dass E-Auto und Wärmepumpe stets die günstigste Wahl sind – ganz ohne „grünes“ Pflichtbewusstsein.

Mein Setup zu Hause: PV-Überschuss und Infrastruktur-Hürden

Meine Ausgangslage ist fast ideal: Einfamilienhaus mit Carport. Ich besitze eine PV-Anlage mit ca. 1,8 MWh Überschuss, den ich aktuell für magere 8 Cent einspeise. Im Sommer wäre das die perfekte „Tankstelle“. Aktuell lade ich mühsam über öffentliche Ladestationen. Eine mobile Lösung wie der go-eCharger ist in Planung, erfordert aber neue Kabel und Erdarbeiten im Garten – eine Investition, die sich erst einmal wieder einspielen muss.

Vorbehalte und die vergiftete Diskussionskultur

Ich war Reichweiten von 1.200 km gewohnt. Besonders enttäuschend ist die Diskussionskultur: Wenn man in Foren kritische Fragen stellt, wird es schnell unsachlich. Von 30 Antworten sind meist nur zwei freundlich – der Rest ist persönlich und „unter der Gürtellinie“. E-Mobilität erfordert Einarbeitung, und das sollte man ohne Anfeindungen diskutieren können.

Verbrauchskosten: Effizienz vs. Preisrealität

Ein entscheidender Punkt in meiner Analyse ist die Effizienz. Während ein Diesel-Verbrenner bei etwa 25 % liegt, erreicht ein E-Auto stolze 80 %. Selbst wenn der Diesel effizienter wird, kann er diesen technologischen Vorsprung nie einholen. Dennoch sieht die Rechnung an der Zapfsäule bzw. Ladesäule anders aus:

  • Der Diesel-Vergleich: Mein Skoda Superb 2.0 TDI wurde mit 6,5 l/100 km angegeben (real lag ich oft bei 5,5 l). Bei einem Dieselpreis von ca. 1,65 € lande ich bei 10,73 € pro 100 km. Auf 25.000 km sind das ca. 2.700 €.
  • Die Elektro-Realität: Der Skoda Enyaq 85 wird offiziell mit ca. 20 kWh/100 km angegeben. Bei meinem aktuellen Tarif (0,69 €/kWh mit EnBW/ARAL) ergeben sich Kosten von 3.450 € für 25.000 km.
  • Das Fazit: Erst durch steuerliche Subventionen, die THG-Quote und die 0,25 % Versteuerung (statt 1 %) rücken Diesel und Elektro wirtschaftlich zusammen. Ohne faire Preise an den öffentlichen Stationen ist das E-Auto rein vom Verbrauch her keine sinnvolle Investition.

Tankmöglichkeiten: Ohne Einarbeitung geht nichts

Die ersten Wochen haben gezeigt: Ohne sich intensiv mit dem Thema zu befassen, scheitert man. Die versprochenen 460 km Reichweite des 85 kWh Akkus sind in den kalten Wintermonaten nicht im Ansatz zu bestätigen. Das lokale Laden ist eine Geduldsprobe: Unsere Säulen im Ort bieten nur 11 kW, wovon der Skoda beim AC-Laden nur ca. 10 kW nutzen kann.

Besonders schwierig ist die Logistik:

  • Schnellladen: Die nächsten DC-Stationen (max. 150 kW) sind mindestens 15 km entfernt und liegen nicht an meinen üblichen Routen (Supermarkt etc.).
  • Ladezeiten: Von 20 % auf 80 % brauche ich beim DC-Laden (bei optimaler Vorkonditionierung) ca. 22–24 Minuten. Beim AC-Laden (11 kW) sind es stolze 4:15 Stunden. Aktuell lade ich oft bis 100 %, um die Zyklen zu optimieren, was mich zweimal pro Woche zur Säule zwingt.
  • Die Blockier-Falle: An meiner Sportstätte gibt es eine Säule, doch nach 2 Stunden Training werden Blockiergebühren fällig. Das Laden während des Sports fällt also weg. Auch nachts ist es problematisch: Wer möchte um 1 Uhr morgens aufstehen, um das Auto umzuparken, nur um die Gebühr von 10 Cent pro Minute zu umgehen?

Erfahrungen aus den ersten 6 Wochen: Alltag oder Abenteuer?

Der Umstieg fühlt sich oft weniger nach „einfach Autofahren“ und mehr nach Management an. Das Auto bringt mich zwar von A nach B, aber ich bin gedanklich ständig am Abwägen, wo die nächste Säule steht – besonders, da ich im Umkreis oft ohne Navi fahre. Fahrten über 200 km werden ohne geladenen Akku zum Nervenkitzel. Mal eben hin und zurück ins Büro, ohne die Lademöglichkeiten vor Ort oder auf dem Weg zu prüfen, ist schlicht unmöglich.

Was mich im Alltag besonders stört:

  • Das Kabel-Handling: Es ist total nervig, ständig das Ladekabel aus dem Kofferraum zu holen. Am Ende ist es schlammig, eiskalt und nass vom Schnee. Dazu sind die Kabel oft so kurz, dass man umständlich umparken muss.
  • Vorkonditionierung: Die Batterie braucht ca. 45 Minuten, um auf Temperatur zu kommen. Da die meisten Lader nur 15 Minuten entfernt sind, ist die Batterie beim Anstecken zu kalt, und der Ladevorgang dauert deutlich länger als geplant.
  • Preisentwicklung: Zum 01.01.2026 stieg der Preis beim Roaming (EnBW bei ESB) von 59 auf 69 Cent. Entgegen aller Versprechen, dass es günstiger wird, sehe ich hier eher eine steigende Tendenz, sobald der Staat weniger Steuern durch Kraftstoffe einnimmt.
  • Winter-Performance: Wir hatten Tage mit -10 bis -15 Grad. Da ich oft früh oder spät fahre, ist es immer ein paar Grad kälter. Das Vorwärmen per App ist zwar komfortabel, aber da meine Fahrzeiten variieren, kann ich keinen festen Plan hinterlegen – und oft vergesse ich es schlichtweg.
  • Fahrspaß vs. Vernunft: Die Beschleunigung und das Drehmoment machen extrem Spaß. Aber im Winter ist das wegen der Glätte schwierig, und im Sinne der Nachhaltigkeit treibt jeder Ampelstart den Verbrauch nach oben. Alles über 150 km/h saugt den Akku förmlich leer. Wo ich früher mit dem Diesel Tempomat 180 gefahren bin, muss ich mich jetzt zügeln. Die Klimaanlage lasse ich stur auf 22 Grad – Lenkrad- und Sitzheizung nutze ich kaum.

Die nackten Zahlen meiner Testphase:

  • Nach 27 Tagen: 11 Ladevorgänge, 1.185 km gefahren, 351,30 kW geladen. Mittelwert: 0,64 €/kWh. Verbrauch: 29,64 kWh/100 km
  • Nach 48 Tagen: 21 Ladevorgänge, 2.760 km gefahren, 716,38 kW geladen. Mittelwert: 0,58 €/kWh. Verbrauch: 25,96 kWh/100 km

Zum Vergleich: Mein Superb TDI schaffte 1.221 km mit einer Tankfüllung (5,12 l/100 km) für 103 Euro. In meinem aktuellen E-Szenario sind die Verbrauchskosten damit fast doppelt so hoch.

Fazit

Aktuell ist meine Bilanz eher negativ geprägt. Die Nachhaltigkeit (37t vs. 65t CO2) spricht für das E-Auto, aber der Alltag ist deutlich komplizierter geworden. Ich werde das Experiment ein Jahr lang durchziehen, um valide Daten über alle Jahreszeiten zu erhalten. Ich hoffe auf Besserung im Sommer.

Wie seht ihr das? Habt ihr Tipps für die Lade-Logistik oder ähnliche Erfahrungen mit der Preisentwicklung gemacht? Ich freue mich auf einen konstruktiven Austausch!

Nepal-Tour-Tagebuch (Teil 1): Erste Eindrücke, Infos und praktische Tipps direkt aus Nepal

 

Ich bin endlich in Nepal angekommen und die ersten Eindrücke sind einfach überwältigend! Seit dem 18. Februar tauche ich hier in eine völlig neue Welt ein und kann es kaum erwarten, meine Erlebnisse, erste Learnings und praktische Tipps direkt aus dem Herzen des Himalayas mit euch zu teilen.

Der Einstieg in dieses Abenteuer hätte kaum intensiver sein können: Kathmandu empfing mich mit einer Reizüberflutung aus hupenden Motoren, bunten Gebetsfahnen und dem unverkennbaren Duft von Gewürzen und Abgasen. Inmitten dieses Trubels folgte der Schock – eines unserer Handys war weg. Was als kurzer Moment der Unachtsamkeit begann und sich schnell als Diebstahl herausstellte, nahm jedoch eine fast schon wunderbare Wendung, als wir es durch die Google-Funktion „Mein Gerät finden“ tatsächlich zurückerhielten. Mit dieser Erleichterung im Gepäck tauschte ich das Chaos der Hauptstadt gegen die Enge eines Local-Busses nach Besisahar. Die rüttelnde Fahrt war der perfekte Übergang, bevor ich schließlich die ersten Schritte auf dem Trail setzte. Mittlerweile liegt der Lärm der Zivilisation hinter uns, die Luft wird merklich kühler und während der Pfad sich langsam nach oben windet, spüren wir mit jedem Höhenmeter, wie die majestätische Ruhe der Berge den Stress der Ankunft ablöst.

Mit dem richtigen Team unterwegs: Freunde, die Berge und mehr als nur Guides

Eines der wichtigsten Dinge, um eine Reise wie diese zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen, ist das richtige Team. Ich habe das große Glück, mit einer erfahrenen Wandergruppe unterwegs zu sein. Aber es ist mehr als das: Die Organisatoren vor Ort sind seit Jahrzehnten enge Freunde. Das schafft eine Vertrauensbasis und eine persönliche Note, die weit über das Übliche hinausgeht. Man merkt, dass hier nicht nur eine Tour abgewickelt wird, sondern dass Leidenschaft, lokale Expertise und eine tiefe Verbundenheit zur Region im Vordergrund stehen. Das gibt mir von Anfang an ein super Gefühl und nimmt viele Sorgen ab.

Die Anreise: So findet ihr den Weg ins Himalaya

Die Reise nach Nepal ist für viele schon ein kleines Abenteuer. Bei der Flugsuche achte ich persönlich immer auf eine gute Balance zwischen Preis und geringer Umstiegsdauer, denn wer will schon ewig am Flughafen festhängen? Für uns ging es mit Turkish Airlines über einen komfortablen Umstieg in Ankara direkt nach Kathmandu. Eine gute Wahl, wie sich herausstellte! Die Flüge waren angenehm und der Umstieg reibungslos. Es lohnt sich definitiv, verschiedene Optionen zu vergleichen und auch auf die Erfahrungen anderer Reisender zu hören.

Online bleiben im Himalaya: NTC ist dein Freund in den Bergen

Auch wenn man in den Bergen die Natur genießen und abschalten will, ist es doch beruhigend, im Notfall oder für kurze Updates online sein zu können. Nach ausführlicher Recherche und Empfehlungen vor Ort haben wir uns für eine SIM-Karte von Ncell entschieden. Ob das wirklich stimmt, wird sich in den nächsten Tagen zeigen, aber es ist ein wichtiger Tipp für alle, die auch auf Trekkingtouren erreichbar sein wollen. Eine lokale SIM-Karte ist hier definitiv die günstigste und zuverlässigste Variante.

Unsere geplante Route: Vor dem Trek erst mal ankommen

Bevor es richtig in die Höhe geht, nehmen wir uns ein paar Tage Zeit zur Akklimatisierung und für etwas Sightseeing in Kathmandu. Die Stadt ist ein faszinierendes Gewimmel aus Kultur, Geschichte und quirligem Leben – perfekt, um anzukommen und die ersten Eindrücke zu sammeln.

Danach startet unser eigentlicher Trek! Wir haben eine spannende Route geplant, die uns durch einige der schönsten Landschaften Nepals führen wird. Die genauen Etappen und die Dauer der Tour werde ich euch im zweiten Teil meines Tagebuchs detaillierter vorstellen, wenn alles fix ist und ich die Erlebnisse frisch im Kopf habe. Was ich aber schon verraten kann: Ich habe unsere grobe Idee bereits in Komoot digitalisiert, um später den Überblick zu behalten. Ruhetage zur Akklimatisierung sind selbstverständlich eingeplant und essenziell für ein sicheres Bergerlebnis.

Fazit: Das Abenteuer hat gerade erst begonnen!

Die ersten Tage in Nepal waren schon jetzt voller neuer Eindrücke und Vorfreude auf das, was kommt. Mit einem erfahrenen Team, einer gut geplanten (wenn auch noch nicht finalisierten) Route und der richtigen Vorbereitung fühle ich mich bestens gerüstet für die Herausforderungen und Wunder, die der Himalaya bereithält. Bleibt dran für den zweiten Teil meines Tour-Tagebuchs, in dem ich detaillierter auf die Erlebnisse auf dem Trek, die Landschaften und natürlich die gesammelten Fotos eingehen werde, sobald ich wieder zu Hause bin.