Industrie 1.0 – 4.0 und die „Industrielle Revolution“

In der Episode 69 des Wege der Digitalisierung Podcasts habe ich eine schöne Darstellung über die „Industrielle Revolution“ und die Entwicklung der Industrie 1.0 – 4.0 gehört.

Bei den verschiedenen Industriellen Revolutionen geht es immer um die Verdichtung von Raum und Zeit d.h. es wird nicht nur alles schneller, sondern auch immer mehr.

Ich fand die dort darstellten Vergleiche sehr gut und passend. Dafür habe ich mir dann gleich eine kleine Tabelle erstellt:

Zeitraum Energie Transport Kommunikation
Industrie 1.0 18. Jahrhundert Kohle Zug Druckerpresse, Zeitung
Industrie 2.0 19. Jahrhundert Erdöl Privat-PKW
(Individualisierung Privatverkehr)
Telefonie
(Echtzeitkommunikation von zwei Personen)
Industrie 3.0 1970er Jahre Nuklearenergie Internationaler Luftverkehr
(Globalisierung)
Radio, TV, E-Mail
(Datensätze zwischen zwei Personen in Echtzeit)
Industrie 4.0 ca. 2011 Erneuerbare Energienetzwerke
(Bidirektionale Verbraucher und Produzenten)
Mobilitätswelle
(Transportsysteme aktuell noch etwas unklar)
Datenbasierte Netzwerke

Wie findet Ihr die Darstellung von Aaron Sterniczky? Welche Dimensionen und Informationen würdet Ihr noch ergänzen?

Teilbereiche der HR-Abteilung (Personalabteilung)

Im Personalwesen (Neudeutsch: HRM für Human Ressource Management) gibt es einige interessante Teilbereiche.

Personalführung

Im Bereich der Personalführung spricht man häufig über Personalplanung, Personalentwicklung und Unternehmenskommunikation. Diese wird häufig in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Teamleitern organisiert und durchgeführt.

Personalverwaltung

Hier gibt es viele weitere Aspekte und Bereiche:

  • Personalbeschaffung (auch Personalmarketing)
  • Personaleinsatz
  • Personalwirtschaftskontrolle
  • Personalcontrolling
  • Personalorganisation
  • Entgeltmanagement
  • Personalbetreuung
  • Personalpolitik

Weitere Punkte …

Häufig werden bei Kunden verschiedene Bereiche zusammengefasst und logisch organisiert. Meist werden administrative Tätigkeiten (wie die Lohnabrechnung), die Beschaffung von neuen Mitarbeitern (wie Bewerbermanagement) und die Personal-Weiterentwicklung (wie Seminarmanagement) in logischen Bereichen verwaltet.

Aus den letzten Termine sehe ich bei vielen Kunden einen Fokus auf Personalentwicklung und Employee Branding.

Welche Vorteile sehen Sie in einem Arbeitnehmermarkt durch die verschiedenen Arbeitsbereiche in den HR-Abteilungen?

Neue Chancen durch den Digitalen Wandel

Als Grundvoraussetzung für die Digitalisierung wird eine gute Infrastruktur, Breitbandausbau, gute Glasfasernetze und Mobiles Internet gesehen. In diesen Kategorien ist Deutschland eher nur Durchschnitt. Durch den sehr guten wirtschaftlichen Wachstum wird bei vielen KMU’s auch keine Notwendigkeit von Veränderungen gesehen und der Digitalisierung eher mit Skepsis begegnet.

Aber gerade im Mittelstand kann Europa in der Industrie 4.0 noch Vorne dabei sein. Auch die Veränderungen im „Digitalen Gesundheitswesen“ werden immer mehr. Und durch das autonome Fahren und die künstliche Intelligent werden immer weniger Autos, sondern eher Mobilität verkauft.

Woher kommt die digitale Revolution?

In den 90er Jahren haben erste Haushalte das Internet genutzt. In den 2000er Jahren gab es die ersten Online Shops, Messanger und Soziale Netzwerke. Durch das erste iPhone hat Apple aber das SmartPhone-Zeitalter begonnen – dies war der Treiber der Digitalisierung. Seitdem hat sich der Markt und die Dienstleister sehr verändert.

Durch die wachsende Beschleunigung müssen auch die Systeme angepasst werden (Stichwort: UX). Man will den besten Service für den Kunden liefern und der Wettbewerbsdruck nimmt zu. Durch die globale Vernetzung der Kunden und Unternehmen ergeben sich viele neue Geschäftsmodelle.

Als Geschäftstreiber sieht man die operative Exzellenz von Unternehmen und auch ein Wettbewerb gegen den man sich behaupten muss. Es wird ein Weitblick in die nächsten 10 Jahre erwartet und viele neue Themen müssen erst einmal „ausprobiert“ werden. Kunden entwickeln aber auch eine „Null-Fehler-Toleranz“.  Durch den gestiegenen Kundendialog wird der Kunde immer gläserner (aber auch der Lieferant ist vergleichbar durch Bewertungs- und Vergleichsportale) d.h. die generelle Transparenz nimmt zu.

Wo geht die Reise hin?

Aus meiner Sicht wird die gesamte Wirtschaft immer vernetzter werden. Dadurch ergeben sich Synergieeffekte für die Firmen, aber auch für die Kunden.

Der Trend durch die mobilen Endgeräte wird sich immer weiter fortsetzen.

Auch bei den Staaten wird die Digitalisierung nicht halt machen und dort wird es neue Gesetze und Verordnungen in Zukunft geben.

Welche Märkte werden sich aus Ihrer Sicht noch ändern? Wird es in der Geschwindigkeit mit den Veränderungen weiter gehen?

Digitaler Wandel in allen Unternehmensbereichen

Die Digitalisierung steht für neue Chancen, Erhöhung der Lebensqualität, effizienteres Wirtschaften und neue revolutionäre Geschäftsmodelle.

Wichtig ist hierbei als Unternehmen die neuen Chancen zu Erkennen und durch strategische Überlegungen die neuen Megatrends zu identifizieren. Dies beeinflusst natürlich auch unsere Arbeitskultur und damit die Organisation von Teams und Abteilungen. Es geht also nicht nur um Technik, sondern um eine neue Arbeitswelt. Es werden sich also unsere Werte in Zukunft immer mehr verändern.

Wer sind die digitalen Vorreiter?

In Amerika spricht man über GAFA (Google, Amazon, Facebook, Apple). Diese Konzerne haben einen ganz klaren Endverbraucher-Fokus (also B2C). Viele Vorreiter der Digitalisierung z.B. Uber, Snapchat, Instagram oder auch Tech-Riesen wie Microsoft, IBM, Intel, HP und CISO befinden sich in Amerika.

In China befinden sich 6 der 10 größten SmartPhone-Hersteller und dort wird bereits im Alltag ein Social Scoring System eingesetzt. Außerdem richtet sich China darauf aus, bis 2030 die Weltmacht im KI-Bereich zu werden.

In Japan gibt es die älteste Gesellschaft der Welt, die aber auch durch Toyota für die Automatisierung der Automobilindustrie bekannt ist. Dort steht das Thema Robotik ganz weit vorne.

In Singapur wird durch die hohen finanziellen Mittel ein hoher Invest in das Autonome Fahren, Industrie 4.0 und Smart City (mehr als 10 Mio. Einwohner in einer Stadt gelten als „Mega City“) vorgenommen.

Israel entwickelt sich immer mehr zu einer Hightechnation (hier gibt es die meisten Hightechfirmen pro Einwohner). Dort sieht man das Zusammenspiel zwischen Wissensschaft, Forschung und Militär in Kombination mit hohen Investitionen in Startups sehr wichtig an.

Im Norden Europas (Schweden, Norwegen, Finnland) ist der Fokus auf Digitale Bezahlmittel und Digitale Bildung. In der Industrie liegt der Fokus auf die Gesundheits- und Energiebranche. In den Niederlangen sind bereits 95 % der Bevölkerung online. Durch das Grundrecht auf Digitalisierung ist Estland ein Vorreiter im Bereich der digitalen Unernehmensgründungen (e-Residency).

Wie geht es weiter?

Bei den ganzen Beispielen und „Use Cases“ bin ich nur sehr selten auf den Wirtschaftsstandort Deutschland gestoßen.

Wie sehen Sie die Digitalisierung in Deutschland im Vergleich zu anderen Nationen?

Virtuelle Teams: Führung, Kommunikation und Konfliktlösung

Führung in virtuellen Teams

Bei der Führung von virtuellen Teams hat das persönliche Kennenlernen der Teammitglieder und damit das Aufbauen von Vertrauen einen hohen Status. Wichtig ist auch das Micromanagement und ausuferndes Reporting vermieden wird. Auch die gemeinsame Erwartungshaltung an das Team und klare Kommunikationsregeln müssen vorab geklärt werden.

Folgende Aspekte gilt es in der Führung von virtuellen Teams zusätzlich zu beachten:

  • der Teamleiter muss verlässlich für das Team erreichbar sein
  • die Coaching-Funktion des Teamleiters ist wichtiger als bei Präsenzteams
  • Regelmäßige Teambesprechungen müssen durchgeführt werden
  • Informeller Austausch muss unterstützt werden
  • Teammitglieder benötigen einen ähnlichen technischen Standard
  • Tool-Auswahl für die tägliche Arbeit muss zusammen definiert werden
  • Regelmäßige Einzelkommunikation mit allen Mitarbeitern durchführen

Kommunikation in virtuellen Teams

Bei virtuellen Teams ist eine gute Kommunikation das A und O. Dies betrifft die direkte und auch die indirekte / informelle Kommunikation.

Folgende Punkte sind im Bezug auf die Kommunikation zu beachten:

  • die Noverbale Kommunikation geht über virtuelle Medien häufig verloren
  • Mediengewohnheiten der einzelnen Mitarbeiter müssen beachtet werden
  • E-Mail-Ping-Pong gilt es zu vermeiden
  • Informationen gleichmäßig im Team verteilen
  • guter Mittelwert in der Kommunikation muss gemeinsam gefunden werden
  • ggf. Sprachbarrieren beachten
  • Agenda für alle Termine incl. Protokollierung erstellen

Bei der informelle Kommunikation in virtuellen Teams muss Zeit für Small Talk an der „virtuellen Kaffeemaschine“ gegeben sein. Der informelle Austausch kann auch in Teammeetings gefördert und unterstützt werden.

Konfliktlösung in virtuellen Teams

In Teams gilt es speziell Rollenkonflikte, kulturelle Konflikte, Prozessthemen und Missverständnisse schnell und nachvollziehbar zu klären.

Folgende Punkte können bei der Konfliktlösung unterstützen:

  • die Teammitglieder sollten sich persönlich kennen
  • es sollten klare Kommunikationsregeln und Erwartungshaltungen geklärt sein (Teamkultur!)
  • die Teamleiter sollen das Team motivieren und Konflikte lösen
  • bei Konflikten ist das persönliche Gespräch vorzuziehen (Erwartungen transparent darstellen)
  • ein offener und ehrlichenrUmgang mit Konflikten soll im Fokus stehen
  • ggf. Teamleiter oder Mediator einschalten
  • ein synchrones Kommunikationsmitteln oder Lösung im Präsenztermin ist immer vorzuziehen

Weitere Punkte …

Welche wichtige Punkte gibt es aus Ihrer Sicht noch bei Konflikten, Kommunikation und Führung von virtuellen Teams?

Welche weiteren Herausforderungen und Vorteile sehen Sie bei virtuellen Teams?

Virtuelle Teams: Chancen und Herausforderungen

Gerade für die Projektarbeit ist die Form der Zusammenarbeit in virtuellen Teams sehr gut geeignet. Der regionale Fachkräftemangel, neue Arbeitsweisen und eine gewünschte Nähe zum Kunden eignen sich sehr gut für virtuelle Teams.

In virtuellen Teams gibt es eine hohe räumliche Trennung zum Teil über Länder und Zeitzonen hinweg d.h. die Kommunikation läuft größtenteils über digitale Medien ab.

Durch die Globalisierung, vielen Firmenzusammenschlüssen, Matrixorganisationen und der verteilten Zusammenarbeit mit externen und internen Dienstleistern wird diese Form der Teamarbeit immer wichtiger.

Aus den virtuellen Teams ergeben sich viele Chancen:

  • Das Wissen aus der gesamten Welt kann im Projektteam angesprochen werden
  • Arbeitskosten können gesenkt werden
  • Eine globale Repräsentation ist möglich
  • Die Arbeitsform ist gut kombinierbar mit Home Office und ermöglicht eine flexible Zeit- und Arbeitsplanung
  • Das Führen von virtuellen Teams gilt als Königsdisziplin und stellt ein spannendes Aufgabenfeld dar

Es gibt aber auch ein paar Herausforderungen im Gegensatz zu den Präsenzteams:

  • Die Kommunikation (auch informell) ist etwas mehr eingeschränkt
  • Es erfolgt häufig eine zeitversetzte Kommunikation (ggf. auch in einer Fremdsprache)
  • Die räumliche Distanz der Teammitglieder darf nicht unterschätzt werden
  • Eine hohe Selbstmotivation ist notwendig
  • Die Medienkompetenz muss sehr gut ausgeprägt sein
  • Es kann auch ein möglicher Transparenzverlust vorhanden sein
  • Konflikte im Team sind zum Teil schwieriger zu lösen

Aus meiner Sicht muss erst einmal das Vertrauen der Teammitglieder untereinander aufgebaut werden, um eine effektive und effiziente Zusammenarbeit zu etablieren. Natürlich müssen gemeinsam die „Team-Regeln“ erarbeitet werden und eine gute technische Infrastruktur bereitstehen.

Wo arbeiten Sie bereits in virtuellen Teams? Welche Erfahrungen haben Sie mit der Infrastruktur und der Mitarbeiterführung gesammelt?

Microsoft Power Automation und Visio

Vor Kurzem wurde die Integration von Power Automation und Visio von Microsoft vorgestellt. Notwendig ist dafür der Visio Plan 2 und die Version 1910 oder höher.

Durch das Addin ist es möglich eine Zusammenarbeit zwischen Power Automation und Visio durchzuführen. Damit können für den Anwender einfach BPMN-Diagramme erzeugt und nach Power-Automation exportiert werden. Dadurch ist eine einfache Automatisierung in der Microsoft-Welt möglich.

Folgender Arbeitsablauf wäre damit einfach möglich:

  • Entwerfen des Workflows für Power-Automation
  • Vorbereiten des Exports
  • Exportieren Ihres BPMN-Diagramms in Power-Automation

Aus der ECM-Welt kennt man Visio recht häufig im Kontext des Prozessdesigns.

Welche anderen Varianten sehen Sie für eine graphische Prozessmodellierung und die Verknüpfung der Microsoft-Produkte?

Welche Servicemodelle gibt es in der Cloud?

Im vorherigen Artikel bin ich kurz auf die verschiedenen Cloud-Modelle eingegangen. Häufig höre ich auch noch von verschiedene Servicemodelle in der Cloud.

Am häufigsten werden folgende Servicemodelle angesprochen:

  • Software as a Service (SaaS)
  • Platform as a Service (PaaS)
  • Infrastructure as a Service (IaaS)

SaaS

Software as a Service basiert auf dem Grundgedanken, dass die eingesetzte Software und IT-Infrastruktur komplett vom IT-Dienstleiter betrieben wird und der Endkunde die Leistung nur nutzt.

PaaS

Bei Platform as a Service stellt der Dienstleister nur den Softwarestack zur Verfügung. Hier kann ohne Anschaffung von Hard- und Software das System genutzt und an die eigenen Anforderungen angepasst werden.

IaaS

Bei Infrastructure as a Service stellt der Dienstleister nur die Rechnerkapazitäten und Infrastruktur zur Verfügung. Häufig werden Kapazitäten zur Verfügung gestellt um Belastungsspitzen etc. besser zu planen und eine hohe Skalierbarkeit gewährleisten zu können.

Weitere Servicemodelle?

Welche weiteren Servicemodelle kennen Sie im Cloud-Kontext? Welche Vor- und Nachteile sehen Sie bei den diversen Möglichkeiten für Endkunden?

Welche Cloud-Modelle gibt es?

Im Arbeitsalltag hört man in regelmäßigen Abständen (wahrscheinlich mindestens täglich) etwas zu Cloud-Modellen und Cloud-Computing.

Folgende Begriffe höre ich häufig in Terminen und Diskussionen im beruflichen Alltag:

  • Public Cloud (häufig kostengünstige und flexible Services bei der man sich die Kapazitäten mit anderen Kunden teilt)
  • Private Cloud (exklusiver Zugriff auf die Services und dadurch höhere Individualisierung möglich)
  • Hybrid Cloud (Kombination aus Public und Private Cloud kombiniert die Flexibilität und Sicherheit aus beiden Welten)

Welche Cloud-Szenarien gibt es noch? Welche Einsatzgebiete sehen Sie im privaten und beruflichen Kontext für Cloud-Szenarien?