Road to Munich 2026: Der Tag der Wahrheit – Zielgerade & Marathon-Fazit (Wochen 13 – 16)
16 Wochen intensiver Vorbereitung, hunderte Kilometer in den Beinen und unzählige Stunden der Planung liegen hinter mir. Die Reise „Road to Munich 2026“ neigt sich dem Ende zu und erreicht ihren absoluten Höhepunkt. In den letzten vier Wochen ging es darum, die Form auf den Punkt zu bringen, durch den Tapering-Prozess die nötige Frische zu tanken (so zumindest die Theorie) und am Tag der Wahrheit auf der Schotter- und Asphaltstrecke Münchens alles abzurufen.
War die Jagd nach der Wunschzeit von 3:20 Stunden erfolgreich? Wie haben sich der Karlsfeld Halbmarathon und der finale 35-km-Lauf angefühlt? Hier ist mein ausführlicher Erfahrungsbericht zum großen Finale!
Woche 13: Verschobener Long-Run & Formtest in Karlsfeld
Die drittletzte harten Vorbereitungswoche startete direkt etwas holprig. Der geplante Long-Run musste vom Sonntag auf den Montag verschoben werden. Zusammen mit einer gewissen Vorbelastung vom Wandern war dieser Lauf extrem hart für die Beine.
Dafür liefen die Tempoeinheiten unter der Woche überraschend gut:
- Dienstag: 5 x 1.600 Meter Steigerungslauf (Pace: 4:40, 4:30, 4:20, 4:10) – lief erstaunlich flüssig
- Grundlagenläufe: 60 Min. GA1 sowie 30 Min. GA1 (jeweils mit 5 knackigen Sprints am Ende) – solide abgehakt
Am Sonntag stand der Karlsfeld Halbmarathon auf dem Programm. Die Bedingungen waren fantastisch: tolles Wetter und eine super Strecke. Mit einer Zeit von 1:38:44 h war ich zügig unterwegs, allerdings hat es knapp nicht für eine neue persönliche Bestzeit (PB) gereicht. Das hat im ersten Moment mental etwas an der Motivation gekratzt, gehört im Laufsport aber eben auch dazu.
Woche 14: Der finale 35-km-Lauf
In Woche 14 stand noch einmal Qualität auf dem Trainingsplan:
- Intervalle: 8 x 1.000 Meter in 4:20 Min/km mit Trabpausen – lief nach Plan
- Lockerer Aufbau: 60 Min. GA1 (5:40) & 60 Min. GA2 (5:00), jeweils garniert mit 5 Endbeschleunigungen
Das Hauptaugenmerk lag jedoch auf dem letzten langen Lauf über 35 km. Die ersten 23 km spulte ich in einer kontrollierten Pace von 5:45 ab, die letzten 12 km erhöhte ich das Tempo auf 4:40 Min/km. Das Wetter spielte perfekt mit – kühl und trocken. Das Lauf war stark, aber 12 km mit Endbeschleunigung schneller als Marathonpace sind nicht ohne.
Woche 15: Tapering – Wo bleibt die Erholung?
In Woche 15 ging es langsam ans Reduzieren des Umfangs, um Körner für den Wettkampftag zu sparen:
- Intervalle: 15 x 400 Meter in knackigen 4:10 Min/km
- Laufeinheiten: 60 Min. GA1 mit Sprints & 10 km Tempolauf in 4:35 Min/km
Ein altbekanntes Phänomen stellt sich beim Tapering immer wieder ein: Von der sprichwörtlichen Frische oder der tiefen Erholung merke ich im Training gefühlt nie etwas – die Beine wirken trotz reduzierten Kilometern weiterhin schwer!
Woche 16: München Marathon – Der Tag der Wahrheit
Die Finalwoche vor dem Startschuss! Die Beine fühlten sich bei den letzten Vorbereitungseinheiten (5 x 1.000m in 4:35, 45 Min. GA2 und 30 Min. GA1) immer noch recht gewöhnlich an – Tapering-Magie Fehlanzeige!
Am Sonntag hieß es dann: München Marathon – 42,195 Kilometer.
Ich habe von Beginn an versucht, das Ziel von 3:20 Stunden anzupeilen. Über die Distanz forderte der Kurs wie gewohnt alles. Am Ende blieb die Uhr bei 3:23:30 Stunden stehen. Auch wenn die 3:20er-Marke damit ganz knapp verfehlt wurde, überwiegt der Stolz: Es ist eine neue persönliche Bestzeit und eine deutliche Steigerung um ca. 4,5 Minuten im Vergleich zu meinem letzten Marathon in München!
Fazit
Eine 16-wöchige Marathonvorbereitung ist ein gewaltiges Projekt. Sie verlangt extrem viel zeitliche Flexibilität, eiserne Disziplin und strukturiertes Durchsetzungsvermögen.
Auch wenn das Traumziel von 3:20 Stunden um dreieinhalb Minuten verfehlt wurde, bin ich mit der Endzeit von 3:23:30 h mehr als zufrieden! Eine Steigerung von 4,5 Minuten auf diesem Niveau zeigt, dass das harte Training Früchte getragen hat.
Und wie heißt es so schön? Nach dem Marathon ist vor dem Marathon! Regeneration genießen – und dann geht es direkt an die sportliche Planung für 2027!




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