Spätsommer im Zillertal: Eine 3-Tages-Gipfeltour
Traumhaftes Bergwetter, markante Gipfel und urige Hüttenabende: Ein Spätsommerwochenende (vom 11. – 13.09.2026) in den Alpen gehört wohl zum Besten, was man als Bergbegeisterter erleben kann. Wenn die Sommerhitze im Tal nachlässt und die Fernsicht auf den Kammwegen glasklar wird, zieht es uns unaufhaltsam in die Höhe.
In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf unsere dreitägige Hochfügen-Rundtour im Zillertal. Von knackigen Anstiegen über Gipfelerfolge am Rastkogel und Kleinen Gilfert bis hin zur perfekten Hütteneinkehr – hier erfährst du alle Details, Routendaten und praktischen Tipps für deine eigene Mehrtagestour.
Vorbereitung & Routenplanung
Die Wettervorhersage war im Vorfeld etwas unsicher, weshalb wir spontan geblieben sind. Erst kurz vor dem Wochenende fiel die Entscheidung, als sich stabilstes Spätsommerwetter abzeichnete. Dank des Online-Portals Hut-Reservation konnten wir die Schlafplätze auf den Hütten extrem kurzfristig reservieren.
Wir waren zu zweit unterwegs. Die gesamte geplante Hochfügen-Rundtour umfasste ca. 35,6 Kilometer, 2.140 Höhenmeter im Aufstieg und eine reine Gehzeit von rund 14:15 Stunden. Die komplette Route kannst du dir im Detail auf Komoot anschauen.
Praktischer Park-Tipp für Hochfügen:
Das Parken für eine Mehrtagestour in Hochfügen ist denkbar unkompliziert: Ziehe am Parkautomaten einfach so viele Tagestickets, wie du Tage vor Ort bleibst (in unserem Fall für 3 Tage also 3 Tickets). Das Datum auf den Folge-Tickets kannst du einfach manuell auf die jeweiligen Folgetage abändern (Quelle: hochfuegenski.com).
Tag 1: Von Hochfügen zur Rastkogelhütte
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Kennzahlen: ca. 7 km | 800 HM Aufstieg | 130 HM Abstieg | ca. 2,5 Std. Gehzeit
Am ersten Tag starteten wir am Nachmittag in Hochfügen. Der Aufstieg zur Rastkogelhütte eignet sich perfekt als Eingehtour für das Wochenende. Auf knapp 7 Kilometern schraubt man sich kontinuierlich nach oben und sammelt dabei die ersten 800 Höhenmeter. Oben angekommen, wurden wir mit einem fantastischen Panorama belohnt. Ein echter Glücksgriff: Wir hatten das Matratzenlager komplett für uns alleine, was den ersten Abend besonders entspannt gemacht hat.
Tag 2: Rastkogelhütte zur Weidener Hütte über Rastkogel & Halsspitze
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Kennzahlen: ca. 12,5 km | 650 HM Aufstieg | 940 HM Abstieg | ca. 6 Std. Gehzeit
Der Königstag der Tour! Von der Rastkogelhütte ging es am Morgen direkt los in Richtung Rastkogel (2.762 m). Bei makellosem Spätsommerwetter bot der Gipfel eine beeindruckende Weitsicht über die Zillertaler Alpen. Weiter führte der Weg über die Halsspitze und über alpine Grat- und Kammwege hinab zur Weidener Hütte. Die Etappe verlangt mit ihren knapp 1.000 Höhenmetern im Abstieg etwas Oberschenkel-Schmalz, entschädigt aber auf jedem Meter durch grandiose Landschaftseindrücke.
Tag 3: Von der Weidener Hütte über den Bettlerweg und Kleinen Gilfert zurück nach Hochfügen
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Kennzahlen: ca. 17 km | 860 HM Aufstieg | 1.200 HM Abstieg | ca. 5 Std. Gehzeit
Die Schlussetappe verlangte noch einmal Ausdauer: Über den malerischen Bettlerweg stiegen wir auf in Richtung Kleiner Gilfert (2.388 m). Der Weg zieht sich landschaftlich wunderschön durch die alpine Flora, bevor der finale Abstieg zurück nach Hochfügen ansteht. Nach rund 17 Kilometern und weiteren 1.200 Höhenmetern im Abstieg erreichten wir schließlich wieder unseren Ausgangspunkt – erschöpft, aber überglücklich.
Fazit
Eine absolut empfehlenswerte 3-Tages-Gipfeltour im Zillertal! Die Kombination aus aussichtsreichen Kammwegen, überschaubaren Tagesdistanzen und hervorragenden Hütten macht die Runde zu einem echten Highlight im Spätsommer.
Ein Verpflegungs-Tipp zum Schluss: Wir haben uns auf beiden Hütten für das Bergsteigeressen (über den Alpenverein) inklusive Frühstück entschieden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt absolut und die Portionen haben für unsere Energiereserven locker gereicht. Wer eine abwechslungsreiche und sportliche Rundtour im Zillertal sucht, wird hier definitiv fündig.






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