Tarja Turunen auf „Frisson Tour 2026“ in Gersthofen: Ein Abend zwischen Nostalgie und neuem Sound
Ein Konzert quasi direkt vor der Haustür lässt man sich selten entgehen. Als feststand, dass Tarja Turunen auf ihrer Frisson Tour 2026 in der Stadthalle Gersthofen haltmacht, war klar: Da gehe ich hin. Die Location ist überschaubar, der Weg kurz und die Gelegenheit gut, eine Stimme live zu erleben, die eine ganze Ära des Symphonic Metal geprägt hat.
Das Vorprogramm: Progressive Rock und Symphonischer Power Metal
Den Auftakt des Abends machten zwei Bands, die stilistisch unterschiedlicher kaum hätten sein können:
- The Skys: Die Progressive-Rock-Band aus Litauen eröffnete den Abend. Musikalisch handwerklich sauber, aber meinen persönlichen Geschmack hat die Truppe leider nicht wirklich getroffen.
- Symphonity: Die Tschechen brachten im Anschluss symphonischen Power Metal auf die Bühne. Das hat schon deutlich besser gezündet, die Energie passte gut zum Rahmen des Abends.
Tarja live in der Stadthalle Gersthofen
Um ehrlich zu sein: Seit ihrem Ausstieg bei Nightwish habe ich Tarjas Solokarriere gar nicht mehr so intensiv verfolgt. Doch genau deshalb war die Neugier groß. Und der Rahmen in Gersthofen war ideal: Die Stadthalle ist vergleichsweise klein und intim, man hat von überall eine hervorragende Sicht auf die Bühne und ist nah am Geschehen.
Musikalisch gab es wenig zu meckern. Tarjas Stimme ist nach wie vor eine gewaltige Wucht und auch ihre Begleitband lieferte handwerklich absolut auf den Punkt ab. Trotzdem muss ich für mich persönlich feststellen: Bei Nightwish hat mir ihr Gesang im Gesamtpaket einfach etwas besser gefallen. Der aktuelle Solostil trifft nicht zu 100 % meinen Nerv – auch wenn die Leistung auf der Bühne ohne Frage hochprofessionell war.
(Zu den lokalen Bierspezialitäten der Region Augsburg hülle ich an dieser Stelle lieber den Mantel des Schweigens – da gibt es für meinen Geschmack jedenfalls Luft nach oben.)
Fazit
Auch wenn der Solostil nicht ganz mein Lieblingsgenre ist: Es war definitiv eine gute Entscheidung, hinzugehen. Ein Konzert in dieser familiären Hallengröße, mit einer top aufgelegten Band und einer stimmlich überragenden Frontfrau direkt in der Region nimmt man gerne mit!




Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!