Sommer am Kiez: Unantastbar bringt den Augsburger Asphalt zum Glühen
Ein wehmütiger, aber verdammt lautstarker Abend liegt hinter uns. Am 18. Juli 2026 hieß es beim Sommer am Kiez in Augsburg: Vollgas für den Endspurt. Das Konzert war für uns gleich in doppelter Hinsicht ein emotionaler Meilenstein. Zum einen läuten Unantastbar damit so langsam ihre angekündigte kreative Pause ein. Zum anderen war es das vorerst letzte Konzert auf dem gewohnten Gelände des Sommer am Kiez, da der Platz umgebaut wird und die Zukunft der Location aktuell noch in den Sternen steht. Umso intensiver war die Stimmung im Publikum, als Artefuckt und Unantastbar die Bühne enterten.
Artefuckt: Der perfekte Einheizer mit Herz und Härte
Als Support-Act machten Artefuckt von der ersten Sekunde an klar, dass sie nicht nur zum Händeschütteln gekommen sind. Mit ihrem ehrlichen, geradlinigen Deutschrock trafen sie genau den Nerv der Augsburger Crowd. Die Jungs lieferten ein Set voller Energie, das die perfekte Brücke zwischen harten Riffs und mitsingbaren Hymnen schlug. Wer die Band kennt, weiß, dass hier viel Herzblut im Spiel ist. Sie haben die Menge ordentlich auf Betriebstemperatur gebracht und bewiesen, dass sie völlig zu Recht auf dieser Bühne stehen. Ein absolut gelungener Auftakt, der Bock auf mehr machte.
Unantastbar: 22 Jahre Rock ’n‘ Roll und pure Emotion
Dann schlug die Stunde für die Südtiroler Punkrock-Institution. Seit nunmehr 22 Jahren stehen Unantastbar für eine unvergleichbare Attitüde: ehrlich, rotzig, kritisch, aber eben auch mit ganz viel Mut zu Gefühl. Das merkte man jedem einzelnen Song an. Die aus dem Leben gegriffenen Texte über Freiheit und die Flucht vor dem System wurden vom Kiez lautstark zurückbejubelt. Mitreißende Gitarren-Riffs und eine authentische Performance zeigten mal wieder, warum die Band im deutschsprachigen Raum eine absolute Bank ist. Da es eines ihrer letzten Konzerte vor der Pause war, gaben Musiker und Fans alles – die Luft brannte förmlich vor Energie und Emotionen.
Fazit
Dieser Abend in Augsburg wird im Gedächtnis bleiben. Die Mischung aus der Abschiedsstimmung des Festivalgeländes und der bevorstehenden Pause von Unantastbar hat dem Konzert eine ganz besondere, fast schon intime Note verliehen. Für uns war das allerdings nur das Warm-up: Den endgültigen Abschluss vor der kreativen Pause der Südtiroler werden wir uns auf dem bandeigenen „Gegen die Stille“-Festival in ihrer Heimat Sterzing geben. Augsburg hat auf jeden Fall gezeigt, wie Rock ’n‘ Roll gelebt wird. Danke für den Abriss!





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