Gipfelstürmen im August: Heugstatt-Runde und Fellhorn-Gratwanderung
Der August zeigt sich von seiner besten Seite: lange, sonnige Tage, knackige Höhenmeter und epische Ausblicke. Wenn du sportlich unterwegs bist und gerne technisch abwechslungsreiche Trails unter den Sohlen hast, zieht es dich bei diesem Wetter einfach raus in die Berge. In den ersten beiden Augustwochen standen bei mir zwei absolut fantastische Touren auf dem Programm: Erst eine hitzige Rundtour im schattigen Bayerischen Wald und danach ein beeindruckendes Allgäuer Grat-Abenteuer rund ums Fellhorn.
Hier erfährst du, wie die beiden Touren gelaufen sind, welche Highlights auf dich warten und warum Spontaneität beim Bergsteigen manchmal der beste Plan ist!
Tour 1: Woid & Connect Samstagsrunde – Über den Enzian zur Berghütte Schareben (01.08.2026)
Das erste August-Wochenende stand ganz im Zeichen des Bayerischen Walds. Bei angesagten Toptemperaturen war klar: Wir brauchen Schatten, Fließgewässer für eine kurze Abkühlung und eine urige Hütte für eine gescheite Einkehr.
Die Key-Facts der Tour
- Strecke: ca. 18 km
- Höhenmeter: ca. 660 hm
- Dauer: ca. 6 Stunden
- Ausgangspunkt: Parkplatz bei Bodenmais
- GPS-Track: Komoot-Tour ansehen
Unterwegs im Schatten des Großen Arbers
Startpunkt war um 10:00 Uhr nahe Bodenmais. Das plätschernde Wasser des kleinen Bachs sorgte bei der sommerlichen Hitze für die perfekte Erfrischung, bevor der Anstieg durch die dichten Wälder so richtig losging.
Über die Gipfel von Enzian und Heugstatt schlängeln sich herrliche, technisch angenehme Pfade im Schatten des Großen Arbers. Die Mischung aus wurzeligen Waldtrails und ruhigen Abschnitten macht die Runde konditionell wie auch optisch zu einem Genuss.
Ein absolutes Pflichtziel auf dieser Runde ist die Berghütte Schareben: Hier gab es die wohlverdiente Stärkung mit deftiger Hüttenverpflegung und kühlen Getränken. Wer die Tour relaxed ausklingen lassen möchte, macht es wie wir: Nach der Tour ging es weiter mit Übernachtung in Straubing und einem ausgiebigen Sonntags-Brunch im Wenisch – der perfekte Ausklang für ein gelungenes Outdoor-Wochenende!
Tour 2: Flexibles Allgäu-Abenteuer – Von der Kanzelwandbahn zur Kuhgehrenspitze (08.08.2026)
Eigentlich war für das zweite Wochenende die große Allgäuer Fellhorn-Gratwanderung geplant. Der ursprüngliche Plan sah stramm aus: 17,5 km, 1.270 hm und eine reine Gehzeit von fast 8 Stunden.
Da die geplante Woid & Connect Runde nicht stattgefunden hat, haben wir kurzerhand haben umdisponiert: Die Bergbahnen öffnen erst um 08:30 Uhr, also haben wir die Tour auf eigene Faust und entspannter gestaltet.
Die Tourdaten der angepassten Variante
- Strecke: ca. 10 km
- Höhenmeter: ca. 650 hm
- Dauer: ca. 4,5 Stunden
- Ausgangspunkt: Bergbahn Riezlern / Kanzelwandbahn
- GPS-Track der Ur-Idee: Komoot Fellhorn-Gratwanderung
Gratausblicke, Gulaschsuppe und Einkehr im Adlerhorst
Wir schwebten bequem mit der Kanzelwandbahn von Riezlern aus nach oben auf den Berg. Direkt an der Bergstation bot sich uns bereits das gewaltige Panorama der Allgäuer Alpen.
Nachdem wir uns den imposanten Fellhorn-Grat genauer angeschaut hatten, entschieden wir uns spontan gegen die Kanzelwand und peilten stattdessen die wunderschöne Kuhgehrenspitze an. Der Weg dorthin bietet abwechslungsreiche Bergpfade, die zwar Trittsicherheit verlangen, aber sportlich extrem viel Spaß machen.
Zur Mittagszeit legten wir an der Bergstation der Fellhornbahn einen Stopp ein: Eine heiße Gulaschsuppe lieferte die nötige Energie für die zweite Etappenhälfte. Ein weiteres Highlight war der Einkehrstopp am Adlerhorst nahe der Kuhgehrenspitze – eine fantastische Location, um bei kühlen Drinks die Aussicht über die Bergwelt aufzusaugen. Im Anschluss ging es entspannt mit der Bahn wieder zurück ins Tal.
Fazit
Ob im schattigen „Woid“ oder auf exponierten Allgäuer Pfaden: Der August liefert perfekte Bedingungen für ausgiebige Berg- und Trailtouren. Die Heugstatt-Runde im Bayerischen Wald überzeugt durch idyllische Abschnitte, dichte Wälder und urige Hüttenkultur – ideal für heiße Sommertage. Das Allgäu wiederum fordert dich mit imposanten Felskulissen und knackigen Anstiegen.
Mein wichtigstes Learning aus dem zweiten Wochenende: Manchmal muss man Pläne flexibel anpassen. Auch mit verkürzter Route und Bergbahn-Unterstützung wird ein Tag in den Bergen mit der richtigen Begleitung, spektakulären Trails und guten Einkehrmöglichkeiten zu einem absoluten Highlight. Pack die Wanderschuhe ein und nutz die verbleibenden Sommertage auf den Trails!





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