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Archiv für die Kategorie: Digitalisierung

Du bist hier: Startseite1 / Blog2 / Digitalisierung

3-2-1-Backup-Strategie – Datensicherung mit System

22. August 2025/0 Kommentare/in Digitalisierung/von Reinhard Eidelsburger

Ein Datenverlust kann weitreichende Folgen haben – für Unternehmen genauso wie für Privatpersonen. Ob durch Hardwaredefekte, Ransomware, Diebstahl oder schlicht menschliche Fehler: Wer auf Nummer sicher gehen möchte, braucht ein durchdachtes und praktikables Backup-Konzept. Die sogenannte 3-2-1-Backup-Strategie hat sich in der Praxis als zuverlässig und flexibel erwiesen. Sie ist einfach zu merken, leicht umzusetzen und schützt zuverlässig vor Totalverlust.

Was bedeutet 3-2-1?

Die 3-2-1-Regel ist ein etablierter Standard aus der IT-Sicherheitswelt. Sie lautet:

  • Drei Kopien deiner Daten

  • Zwei unterschiedliche Medientypen

  • Eine Kopie an einem anderen physischen Ort

Damit deckt die Strategie sowohl technische als auch physische Risiken ab – von kaputten Festplatten über Ransomware bis hin zu Feuer, Überspannung oder Diebstahl.

Drei Kopien deiner Daten

Die Basis der Strategie ist, dass du drei identische Kopien deiner wichtigen Daten aufbewahrst. Dabei gilt:

  • Eine Kopie ist dein Original – etwa auf deinem Laptop oder Desktop-PC

  • Eine zweite Kopie liegt auf einem separaten lokalen Backup-Medium, etwa einem NAS oder einer externen Festplatte

  • Eine dritte Kopie wird außerhalb des unmittelbaren Standorts gespeichert – etwa in der Cloud oder auf einem extern gelagerten Datenträger

Warum drei? Weil ein einziges Backup bei einem Defekt, einem versehentlichen Löschen oder einer Malware-Infektion möglicherweise ebenfalls verloren geht. Zwei Backups bieten eine echte Redundanz – eine dritte Version sichert dich auch bei Katastrophen wie Feuer oder Einbruch ab.

Zwei verschiedene Medientypen

Daten sollten nicht nur mehrfach, sondern auch auf unterschiedlichen Speichertypen gesichert werden. Wer ausschließlich auf externe Festplatten setzt, hat bei einem Serienfehler oder einem Stromschlag wenig Schutz.

Bewährte Kombinationen sind etwa:

  • Ein stationärer Computer + NAS (Netzwerkspeicher)

  • Laptop + externer Datenträger (SSD/HDD)

  • PC + Cloud-Lösung

Der Hintergrund ist klar: Verschiedene Medien reagieren unterschiedlich auf Risiken. Während mechanische Festplatten anfällig für Stöße sind, können SSDs bei Stromausfällen empfindlich reagieren. Cloud-Dienste hingegen sind gegen physische Schäden immun, bringen aber eigene Datenschutzrisiken mit sich.

Eine Kopie außerhalb des Standorts

Das entscheidende Element der 3-2-1-Regel ist die räumliche Trennung einer Datensicherung. Mindestens eine Kopie deiner Daten sollte außerhalb deines Hauses oder Büros gelagert werden. Das kann ein Cloud-Dienst sein – oder eine physische Festplatte, die du z. B. im Schließfach, bei Freunden oder am Arbeitsplatz sicherst.

Diese Maßnahme schützt dich vor Ereignissen, die alle lokal vorhandenen Geräte gleichzeitig betreffen könnten, wie Brand, Wasserschäden, Einbruch oder Stromschwankungen.

Praxisnahe Backup-Tools für verschiedene Zwecke

Je nach Betriebssystem und Kenntnisstand kannst du aus einer Vielzahl an Tools wählen. Einige Empfehlungen:

Für Privatanwender:

  • Veeam Agent (Windows): Kostenlos und zuverlässig für inkrementelle Backups

  • Syncthing: Synchronisiert Ordner zwischen Geräten – ideal für Live-Backups

  • FreeFileSync: Manuelle oder automatisierte Synchronisation von Verzeichnissen

  • Duplicati: Backup mit Verschlüsselung und Cloud-Integration (Google Drive, OneDrive etc.)

Für Fortgeschrittene und Unternehmen:

  • Proxmox Backup Server oder Restic für Linux-Umgebungen

  • BorgBackup für effiziente Deduplizierung

  • TrueNAS / Synology NAS mit Snapshot- und Versionierungsfunktionen

Typische Fehler bei der Datensicherung

Auch bei gut gemeinten Backup-Versuchen gibt es klassische Stolperfallen:

  1. Nur ein einziges Backup auf einem USB-Stick, der im gleichen Raum liegt – das schützt nicht vor Brand, Diebstahl oder Malware

  2. Fehlende Versionierung – wenn man unabsichtlich eine Datei löscht oder überschreibt, passiert das auch im Backup

  3. Keine Wiederherstellungstests – Backups werden oft eingerichtet, aber nie getestet. Im Ernstfall ist die Wiederherstellung dann fehlerhaft oder gar unmöglich

Deshalb gilt: Backup ist nur dann ein Backup, wenn es sich auch zuverlässig zurückspielen lässt. Plane regelmäßige Tests ein – etwa alle drei Monate eine Stichprobe oder vollständige Wiederherstellung auf einem Testgerät.

Persönliches Setup – Beispiel aus dem Alltag

In meinem Fall sieht die Umsetzung der 3-2-1-Regel so aus:

  • Meine Hauptgeräte sind mit einem NAS im Heimnetzwerk verbunden, das automatische Versionierungen vornimmt

  • Zusätzlich sichere ich wöchentlich manuell auf eine externe SSD, die nicht dauerhaft verbunden ist

  • Ein monatliches verschlüsseltes Cloud-Backup läuft über das NAS mit Ziel Microsoft Azure

Zusätzlich führe ich einmal im Jahr einen Restore-Test durch – damit ich im Notfall nicht nur theoretisch, sondern praktisch vorbereitet bin.

Fazit – Datensicherheit ist kein Zufall

Die 3-2-1-Backup-Regel ist einfach umzusetzen, aber extrem wirkungsvoll. Sie schützt zuverlässig vor den häufigsten Ursachen für Datenverlust. Wer sie konsequent anwendet, reduziert das Risiko drastisch – ohne teure Infrastruktur oder IT-Kenntnisse. Wichtig ist nur: Regelmäßig sichern. Automatisieren. Testen.

Ein sauberes Backup ist keine Kür, sondern Pflicht – sowohl privat als auch beruflich.

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2025/07/3-2-1-Backup.png 1024 1536 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2025-08-22 10:08:182025-07-22 13:25:233-2-1-Backup-Strategie – Datensicherung mit System

32-Bit-Apps auf einem 64-Bit-Smartphone laufen lassen – Meine Lösung mit VPhoneOS

11. Juli 2025/0 Kommentare/in Digitalisierung/von Reinhard Eidelsburger

Der technologische Fortschritt bringt viele Vorteile – aber manchmal auch unerwartete Probleme mit sich. Genau das habe ich erlebt, als ich mein Motorola-Smartphone durch ein modernes Google Pixel 9 Pro mit dem Google Tensor G4 Titan M2 (x64) ersetzt habe. Die Vorfreude auf mehr Performance und längeren Support wurde schnell getrübt, als eine meiner Lieblings-Apps, die Sauspiel-App, plötzlich nicht mehr startete.

Das Problem: Alte 32-Bit-App auf neuer 64-Bit-Architektur

Die Sauspiel-App, eine schon länger nicht mehr gepflegte Android-Anwendung, liegt lediglich im armeabi-v7a und x86 Format vor – also rein 32-Bit. Neue Geräte wie das Pixel 9 Pro unterstützen jedoch keine 32-Bit-Apps mehr, da Android (seit Version 13+) auf 64-Bit-only-Betriebssysteme umstellt.

Klassische Lösungsmöglichkeiten wie einfache Emulatoren oder Kompatibilitäts-Modi helfen in diesem Fall nicht – die App lässt sich schlichtweg nicht installieren oder starten.

Die Lösung: VPhoneOS

Nach einigem Recherchieren bin ich auf VPhoneOS gestoßen – eine virtuelle Android-Umgebung, die direkt auf dem Smartphone läuft. Im Grunde handelt es sich dabei um ein virtuelles Android-Gerät (ähnlich wie ein Emulator), das innerhalb deines eigentlichen Android-Systems läuft. Und das Beste: VPhoneOS unterstützt auch ältere Architekturen, darunter armeabi-v7a und x86!

Schritt-für-Schritt: So habe ich Sauspiel wieder zum Laufen gebracht

  1. VPhoneOS herunterladen
    → Direkt von der offiziellen Website: vphoneos.com

  2. VPhoneOS einrichten
    → Instanz erstellen, Sprache einstellen, Play Store optional aktivieren

  3. Sauspiel APK importieren
    → Ich habe die APK aus meinem Dateisystem importiert (kann auch von einer alten Sicherung stammen)

  4. App starten und spielen!
    → Die Sauspiel-App lief in VPhoneOS absolut problemlos – trotz 32-Bit-Architektur

Fazit

Auch wenn Androids Umstieg auf 64-Bit viele alte Apps aussperrt, gibt es mit Tools wie VPhoneOS eine sehr praxistaugliche Lösung, um ältere Software weiter zu nutzen. Besonders für spezielle oder nicht mehr gepflegte Apps wie Sauspiel ist das Gold wert. Mein Google Pixel 9 Pro hat jetzt nicht nur moderne Technik, sondern auch meine alte Lieblings-App wieder im Einsatz – und das ohne Root oder komplizierte Hacks.

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2025/06/32-und-64-Bit.jpg 1024 1024 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2025-07-11 10:02:512025-06-08 09:12:1832-Bit-Apps auf einem 64-Bit-Smartphone laufen lassen – Meine Lösung mit VPhoneOS

Mitarbeiter-Rückmeldungen / Updates einholen, ohne zu stören: Teams Updates smart per Power Automate weiterverarbeiten

20. Juni 2025/0 Kommentare/in Digitalisierung/von Reinhard Eidelsburger

In der modernen Arbeitswelt sind effiziente Rückmeldungen von Mitarbeitern essenziell – besonders in projektorientierten Umgebungen. Microsoft Teams bietet mit der integrierten Updates‑App ein nützliches Tool, um strukturierte Abfragen zu erstellen und Informationen zentral zu sammeln. Doch was tun, wenn man diese Informationen außerhalb von Teams nutzen möchte? In diesem Beitrag zeige ich, wie man mit Hilfe von Power Automate genau das erreichen kann.

Was macht die Teams Updates‑App?

Die Updates‑App in Microsoft Teams ermöglicht es, strukturierte Anfragen an Teammitglieder zu stellen – zum Beispiel tägliche Projektstände, Check‑ins oder Fortschrittsberichte. Diese Anfragen können einmalig oder wiederkehrend (terminiert) erstellt werden, was die Organisation regelmäßiger Feedbacks deutlich vereinfacht. Die Rückmeldungen erfolgen direkt in Teams – ohne zusätzliche Tools oder Formulare.

Der Anwendungsfall: Projektstände abfragen – ohne Unterbrechung der Arbeit

Mein Ziel war es, regelmäßig Projektstände von Mitarbeitern einzuholen, ohne sie durch Meetings oder Chat‑Nachfragen in ihrem Arbeitsfluss zu stören. Die Updates‑App ist dafür ideal: Sie erinnert die Mitarbeiter automatisch und bietet ein einheitliches Format für die Antworten.

Allerdings gibt es eine Einschränkung: Die Antworten sind nur innerhalb von Teams abrufbar und nicht teilbar oder zentral exportierbar. Das macht die Weiterverarbeitung – z. B. für Projektleiter oder Management – schwierig.

Die Lösung: Power Automate

Mit Power Automate lässt sich dieses Problem umgehen. Die Plattform erlaubt es, Workflows auf Basis der eingehenden Updates zu erstellen – inklusive automatisierter Weiterleitung oder Speicherung der Inhalte. Und so funktioniert’s:

 

Schritt‑für‑Schritt‑Anleitung

  1. Erstelle einen automatisierten Cloud‑Flow in Power Automate.

  2. Verwende den Trigger:
    → Updates App (Microsoft 365)
    → „Wenn ich eine neue Aktualisierung erhalte, die an eine bestimmte Anfrage gebunden ist“
    → Dies ist ideal, wenn du bereits ein konkretes Update‑Formular in Teams erstellt hast

  3. Wähle die entsprechende Anforderung (z. B. Projekt‑Update „Q2 Status“) aus

  4. Verarbeite die Daten weiter, z. B.:

    • Versenden einer E‑Mail mit den Inhalten

    • Speichern der Antworten in einer SharePoint‑Liste

    • Weitergabe in eine Excel‑Tabelle oder ein Power BI Dashboard

  5. Zum Einstieg empfehle ich: Nutze die Aktion „E‑Mail senden (V2)“, um bei jeder neuen Rückmeldung automatisch eine Benachrichtigung zu erhalten

Fazit: Microsoft 365 + Power Automate = Transparenz & Effizienz

Die Kombination aus der Updates‑App in Microsoft Teams und Power Automate eröffnet neue Wege der Zusammenarbeit. Rückmeldungen werden gezielt eingeholt, ohne Mitarbeiter zu unterbrechen, und können automatisiert dorthin weitergeleitet werden, wo sie benötigt werden. Das schafft mehr Transparenz, effizientere Kommunikation und reduziert manuellen Aufwand – ein echter Gewinn für jedes Team.

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2025/04/Microsoft-Teams-Updates-Power-Automate.jpg 1024 1024 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2025-06-20 10:07:432025-05-15 19:44:56Mitarbeiter-Rückmeldungen / Updates einholen, ohne zu stören: Teams Updates smart per Power Automate weiterverarbeiten

Synchronisationsfehler zwischen Synology CloudSync und OneDrive: Datei mit „windows“ im Namen verhindert Abgleich

30. Mai 2025/0 Kommentare/in Digitalisierung/von Reinhard Eidelsburger

Bei meiner Fehlersuche in Verbindung mit der OneDrive-Cloudsync-App zwischen Synology CloudSync und Microsoft OneDrive bin ich auf eine eher absurde, aber reproduzierbare Ursache gestoßen: Dateien, deren Namen mit „windows“ beginnen, können die Synchronisation verhindern. Klingt komisch? Ist aber so – und nach unzähligen Tests auch eindeutig nachvollziehbar.

Fehlerbeschreibung

Wenn du mit OneDrive (in Verbindung mit Synology CloudSync) arbeitest und dir die Fehlermeldung

„Sync-Ordner existiert nicht“
begegnet, dann könnte der Grund dafür nicht ein fehlender Ordner, sondern eine einzelne Datei mit dem Präfix „windows“ sein.

Dabei spielt der Dateityp keine Rolle, ob .txt, .pdf, .docx, etc. -, der reine Dateiname reicht aus, um das Problem auszulösen. Wichtig: Nur die Pluralform „windows“, nicht „window“!

Analyse & Testaufbau

Ich bin der Sache auf den Grund gegangen – hier mein Vorgehen:

  1. Testumgebung auf NAS erstellt
    Ich habe sukzessive einzelne Dateien in einen Testordner auf meiner NAS geladen und diesen via CloudSync mit OneDrive synchronisiert.

  2. Zuverlässige Reproduktion
    Eine Datei mit dem Namen windowsticker.pdf verursachte jedes Mal den Fehler. Auch andere Namen wie windows123.txt, windows_notes.docx, etc. führten zum exakt gleichen Fehlerbild.

  3. Renaming = Lösung
    Sobald ich die Datei umbenannte, beispielsweise in sticker.pdf oder win-sticker.pdf, war der Fehler komplett verschwunden – und die Synchronisation lief fehlerfrei durch.

  4. Verallgemeinerung
    Ich habe das über 50 Mal mit unterschiedlichsten Dateien getestet. Ergebnis:

    • Dateien mit „windows“ am Anfang = Problem

    • Dateien mit „window“ oder andere Begriffe = kein Problem

    • Ordner mit dem Namen „windows“ = kein Problem

  5. Logs durchforstet
    Auch in den CloudSync-Fehlerlogs ließ sich ein Muster erkennen: Alle problematischen Ordner enthielten mindestens eine Datei, deren Name mit „windows“ begann.

Mögliche Ursache

Das Verhalten lässt sich nur schwer erklären, aber es gibt eine plausible Vermutung:

  • Microsoft verwendet intern viele reservierte Begriffe (z. B. „CON“, „AUX“, „NUL“, etc.), die unter bestimmten Bedingungen Konflikte mit Dateisystemen verursachen können

  • Möglicherweise ist „windows“ als präfixbasierter interner Bezeichner innerhalb von OneDrive oder Windows reserviert – oder wird fälschlich als systeminterne Referenz interpretiert

  • Ob das Problem in OneDrive selbst, Windows, Synologys CloudSync oder einer Kombination liegt, ist unklar. Ein Bugreport bei Microsoft oder Synology wäre wohl angebracht.

Empfehlung

Wenn du auf die Fehlermeldung

„Sync folder does not exist“
stößt und du OneDrive + CloudSync nutzt:

Durchsuche deine Ordner nach Dateien, deren Name mit „windows“ beginnt.

  • Benenne diese Dateien um, z. B. zu win_*.pdf, docs_*.txt, etc.

  • Führe die Synchronisation erneut durch

  • Problem sollte sofort behoben sein

Fazit

Ein kleines Detail wie ein einzelner Dateiname kann ganze Synchronisationsprozesse lahmlegen – besonders in Microsoft-Ökosystemen keine Seltenheit.

Ob Microsoft oder Synology diesen Bug auf dem Schirm haben, ist fraglich – aber mit diesem Fix kannst du dir viel Ärger und Support-Zeit sparen.

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2025/04/Synology-OneDrive.jpg 1024 1536 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2025-05-30 10:25:042025-04-08 12:34:22Synchronisationsfehler zwischen Synology CloudSync und OneDrive: Datei mit „windows“ im Namen verhindert Abgleich

Adidas Running JSON-Daten mit PowerShell analysieren – Laufdaten & Equipment synchronisieren

9. Mai 2025/0 Kommentare/in Digitalisierung, Laufen/von Reinhard Eidelsburger

Ich nutze mehrere Plattformen, um meine Laufdaten zu tracken: Garmin Connect, Strava und Adidas Running (ehem. Runtastic). Dabei lege ich großen Wert darauf, dass meine Laufschuhe korrekt zugeordnet sind – denn über die gelaufenen Kilometer entscheide ich, wann ein Paar ausgetauscht wird.

Während Garmin Connect als Quelle zuverlässig alle Informationen enthält und Strava mir sogar die einzelnen Läufe pro Schuh anzeigt, macht es Adidas Running etwas schwieriger: Hier sehe ich nur die Gesamtkilometer pro Schuh, aber nicht, welche Einheit welchem Schuh zugeordnet wurde. Genau das wollte ich bereinigen.

Der Weg zur Analyse – Adidas Running Datenexport

Über die Kontoeinstellungen bei Adidas Running kann man einen kompletten JSON-Export seiner Daten anfordern. Dieser enthält u. a. zwei wichtige Verzeichnisse:

  • \User\Shoes\…json → alle angelegten Schuhe

  • \Sport-sessions\…json → alle getrackten Läufe

Mein Ziel war es nun, herauszufinden, welche Laufeinheit welchem Schuh zugeordnet ist – und dafür wurde mir, mit Hilfe eines Kollegen, ein kleines PowerShell-Script geschrieben.

Ziel des PowerShell-Scripts

Das Script erfüllt folgende Aufgaben:

  1. Lesen der Ziel-Schuh-ID aus einer gewählten Schuh-JSON-Datei

  2. Durchsuchen aller Laufeinheiten (ca. 1.500 Dateien) nach dieser Schuh-ID

  3. Wenn ein Treffer gefunden wird:

    • Zeitstempel („start_time“) lesen und in lesbares Datum umrechnen

    • Dateiname und Datum protokollieren

Beispieldateien aus dem Export

  • Schuh:
    \User\Shoes\2023-10-28_11-47-38-UTC_653cf4da91b1b08b92fedf1f.json

  • Lauf:
    \Sport-sessions\2025-02-18_17-34-41-UTC_3e415133-709f-4377-a4cc-4338655d7254.json

PowerShell-Script zur Analyse

if(!([Security.Principal.WindowsPrincipal] [Security.Principal.WindowsIdentity]::GetCurrent()).IsInRole([Security.Principal.WindowsBuiltInRole] 'Administrator')) {
  Start-Process -FilePath PowerShell.exe -Verb Runas -ArgumentList "-File `"$($MyInvocation.MyCommand.Path)`" `"$($MyInvocation.MyCommand.UnboundArguments)`""
  Exit
}

$path = "D:\20250218_Runtastic_export-20250218-000"
$logPath = "$path\logs"
$homeFile = $path + "\User\Shoes\2023-10-28_11-47-38-UTC_653cf4da91b1b08b92fedf1f.json"
$itemsToParse = Get-ChildItem "$path\Sport-sessions"
$execDate = Get-Date -Format "yyyyMMdd_HHmmss"
$logName = "Log_" + $execDate + '.txt'
$log = "$logPath\$logName"
New-Item $log | out-null

function Write-Log {
  param ([string]$logString)
  $timeStamp = Get-Date -Format "yyyy.MM.dd-HH:mm:ss"
  Add-Content $log -Value "$timeStamp : $logString"
}

$homeJSON = Get-Content $homeFile -Raw | ConvertFrom-Json
$idToCheck = $homeJSON.id.ToString().Trim()
Write-Log "checking files for ID: $idToCheck"

foreach ($item in $itemsToParse) {
  if ($item -like '*.json') {
    $itemJSON = Get-Content $item.PSPath -Raw | ConvertFrom-Json
    $item_ue_id_raw = $itemJSON.features | Where {$_.Type -eq 'equipment'} | Select -ExpandProperty attributes | Select -ExpandProperty user_equipment | Select -Property id | Out-String
    $item_ue_id_array = $item_ue_id_raw.Split("--")
    $item_ue_id = $item_ue_id_array[2].Trim().ToString()
    if ($idToCheck -eq $item_ue_id) {
      $unixTimeStamp = $itemJSON.start_time
      $timeStamp = (Get-Date 01.01.1970).AddMilliseconds($unixTimeStamp)
      Write-Log "---Match found!---"
      Write-Log "File : $item"
      Write-Log "Start Time: $(($timeStamp).ToString("yyyy/MM/dd-HH:mm:ss"))"
      Write-Log "UE_ID : $item_ue_id"
    }
  }
}
Write-Host "Finished!"
Read-Host -Prompt "`nPress Enter to exit"

Hinweis zu Berechtigungen

Da PowerShell je nach System restriktiv ist, kann es nötig sein, höhere Rechte zu aktivieren:

Set-ExecutionPolicy Unrestricted

Alternativ: PowerShell als Admin starten und folgende Befehle nutzen:

Get-ExecutionPolicy
Set-ExecutionPolicy RemoteSigned

Fazit

Mit diesem kleinen PowerShell-Script konnte ich meinen sehr spezifischen Anwendungsfall schnell und zielgerichtet lösen: Ich weiß jetzt exakt, welche Laufeinheit welchem Schuh zugeordnet ist – auch rückwirkend. Es gibt sicher noch viele weitere spannende Möglichkeiten zur Analyse der Adidas Running-Daten. Das JSON-Format gibt einiges her – man muss es nur nutzen.

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2025/04/Adidas-Running-JSON.jpg 1024 1024 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2025-05-09 10:07:322025-05-11 07:48:50Adidas Running JSON-Daten mit PowerShell analysieren – Laufdaten & Equipment synchronisieren

Erweiterung: Power Automate – Kalender trifft OneNote

18. April 2025/0 Kommentare/in Digitalisierung/von Reinhard Eidelsburger

Im ursprünglichen Artikel von 2022 habe ich einen Power Automate Flow vorgestellt, der Kalendereinträge in OneNote-Seiten überträgt. Damals war der Flow noch relativ statisch – heute zeige ich dir eine überarbeitete, deutlich flexiblere Version, bei der zentrale Parameter einfach anpassbar sind und die sich dadurch besser für die Praxis eignet.

Neuer Ablauf im Überblick

Der Flow besteht aus mehreren logisch aufeinander aufbauenden Schritten. Die Konfiguration erfolgt weitgehend über ein einziges JSON-Objekt, das zentral gepflegt wird. Dadurch ist die Anpassung des Flows künftig deutlich einfacher.

1. Manueller Start des Flows

Der Flow wird wie gewohnt manuell über Power Automate gestartet. Ideal für den täglichen Einsatz, wenn die Einträge einmal pro Jahr erstellt werden.

2. Initialisierung von Parametern

Zunächst werden die zentralen Parameter über eine JSON-Variable definiert. Alle folgenden Variablen sind in diesem Objekt enthalten:

  • Meeting_xxx: Einstellungen und Filter für den Kalendereintrag

  • OneNote_xxx: Konfiguration des OneNote-Ziels

    • Notizbuch: muss der Link sein

    • Abschnitt: Anzeigename

Hinweis: Diese Parameter sind bei Bedarf individuell anpassbar, der Flow benötigt keine Hardcodierung mehr.

3. Initialisierung einer Hilfsvariablen

Eine zusätzliche Hilfsvariable wird eingerichtet – rein zur internen Logik, ohne Eingriffsmöglichkeit.

4. OneNote-Abschnitte abrufen

Der Flow ruft anhand der angegebenen OneNote-Parameter die verfügbaren Abschnitte des Notizbuchs ab. Dies ist erforderlich, um dynamisch mit den Parametern zu arbeiten und den Zielabschnitt zu identifizieren.

5. Kalendereinträge abrufen

Hier wird die Kalenderansicht (V3) verwendet. Es werden alle relevanten Termine im angegebenen Zeitraum selektiert, basierend auf den zuvor gesetzten Parametern.

6. Schleife über Kalendereinträge

In einer Apply to each-Aktion wird jeder gefundene Kalendereintrag verarbeitet.

7. Schleife über OneNote-Abschnitte

Parallel dazu werden die in OneNote vorhandenen Abschnitte iteriert. In der Praxis handelt es sich meist um einen einzigen Zielabschnitt.

8. Prüfung auf Eindeutigkeit

Eine Bedingung prüft, ob genau ein passender Abschnitt vorhanden ist. Diese Logik verhindert Fehlzuweisungen.

9. JSON analysieren

Aus der Rückmeldung des OneNote-Konnektors wird die pagesUrl extrahiert. Diese ist notwendig, um die neue Seite korrekt abzulegen.

10. Festlegen der pagesUrl

Die Hilfsvariable wird mit der pagesUrl befüllt und vorbereitet für die Seitenerstellung.

11. Erstellen der OneNote-Seite

Die Seite wird jetzt im definierten Abschnitt erstellt – inklusive Inhalten aus dem Kalendereintrag (z. B. Betreff, Teilnehmer, Agenda, etc.).

⚠️ Wichtig: Das funktioniert nur im klassischen Designer von Power Automate. Der neue Designer unterstützt die Erstellung von OneNote-Seiten derzeit nicht korrekt.

Fazit

Mit dieser Version ist der Flow nicht mehr auf fest kodierte Werte angewiesen. Er ist universell einsetzbar und lässt sich über eine zentrale JSON-Variable anpassen. Das macht die Pflege einfacher – und erlaubt den Einsatz für verschiedene Kalender- und Notizbuchkombinationen.

Der Mehrwert gegenüber der Version von 2022 liegt klar in der Flexibilität und Wiederverwendbarkeit.

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2025/04/Power-Automate-Flow-Termine-aus-Outlook-in-OneNote-1.jpg 762 286 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2025-04-18 10:43:332025-04-05 16:52:01Erweiterung: Power Automate – Kalender trifft OneNote

Paperless-ngx als privates Dokumentenmanagementsystem: Meine ersten Erfahrungen

14. Februar 2025/0 Kommentare/in Digitalisierung/von Reinhard Eidelsburger

In den letzten Jahren habe ich intensiv daran gearbeitet, alle meine Medien – von Fotoalben über CDs, DVDs und Blu-rays bis hin zu Papierdokumenten – zu digitalisieren und strukturiert auf meinem Synology NAS (DS1817+) abzulegen. Neben der reinen Archivierung habe ich auch ein zuverlässiges Backup-System aufgebaut, das sowohl externe USB-Festplatten als auch einen verschlüsselten Cloud-Speicher umfasst.

Der nächste Schritt war nun, die Suche und den Zugriff auf meine digitalen Dokumente weiter zu verbessern und den Komfort zu optimieren. Dabei fiel meine Wahl auf paperless-ngx, ein leistungsfähiges und Open-Source-basiertes Dokumentenmanagementsystem (DMS).

Warum paperless-ngx?

Paperless-ngx bietet alle Funktionen, die ich mir von einem privaten DMS wünsche:

  • Automatische Texterkennung (OCR): Perfekt, um digitalisierte Dokumente durchsuchbar zu machen
  • Einfache Verwaltung: Intuitive Benutzeroberfläche, die sich an persönliche Workflows anpassen lässt
  • Open Source: Kostenlos und mit aktiver Community für regelmäßige Updates
  • Systemvoraussetzungen: Paperless-ngx läuft auf Docker, was sich problemlos auf meinem NAS integrieren lässt

Für mich erfüllt paperless-ngx die ideale Kombination aus Funktionsumfang, Preis und technischer Machbarkeit.

Betrieb: Lokal oder extern?

Bevor ich mich für die finale Installation entschieden habe, habe ich verschiedene Optionen geprüft, paperless-ngx zu betreiben:

  1. Externer Hoster
    • Vorteile:
      • Hohe Verfügbarkeit und Zugänglichkeit, unabhängig vom Standort
      • Kein zusätzlicher Energieverbrauch oder Wartungsaufwand
    • Nachteile:
      • Viele Hoster unterstützen die benötigte Docker-Umgebung nicht
      • Zugriff auf lokale Geräte wie Scanner oder lokale Datenablagen kann problematisch sein
  2. Lokale Installation auf meinem NAS
    • Vorteile:
      • Volle Kontrolle über das System
      • Direkte Integration mit vorhandenen Geräten und Daten
    • Nachteile:
      • Höherer Energieverbrauch, da das NAS dauerhaft laufen muss

Nach gründlicher Abwägung habe ich mich für die lokale Installation entschieden, da der externe Hoster nicht die notwendigen Voraussetzungen (Docker-Support) erfüllt hat und lokale Scanner besser eingebunden werden können.

Fazit

Paperless-ngx hat sich für bis jetzt als eine hervorragende Lösung dargestellt, um digitalen Dokumente effizienter zu verwalten und den Komfort im Umgang mit Daten zu verbessern. Dank der lokalen Installation auf meinem NAS habe ich volle Kontrolle über das System und die Daten – ein entscheidender Vorteil für mich.

Für jeden, der ein privates, leistungsfähiges und zugleich kostengünstiges DMS sucht, kann ich paperless-ngx nur empfehlen. Die Kombination aus Open Source, Flexibilität und einfacher Integration macht es zur idealen Wahl für alle, die ihre Dokumente effizient und strukturiert verwalten möchten.

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2025/02/paperless-ngx-Document-Management-gabrielle-henderson-HJckKnwCXxQ-unsplash.jpg 1200 1800 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2025-02-14 10:16:152025-01-05 11:32:49Paperless-ngx als privates Dokumentenmanagementsystem: Meine ersten Erfahrungen

Effizient arbeiten: Automatisierte Planner-Aufgaben aus E-Mails mit Power Automate

17. Januar 2025/0 Kommentare/in Beruf, Digitalisierung/von Reinhard Eidelsburger

Das automatisierte Erstellen von Aufgaben aus E-Mails ist eine wiederkehrende Herausforderung, insbesondere wenn Aufgaben koordiniert und mehreren Personen zugewiesen werden sollen. Mit Power Automate bietet Microsoft eine mächtige Plattform, um solche Prozesse effizient zu automatisieren. In diesem Beitrag zeige ich, wie eingehende E-Mails (z. B. in Microsoft Outlook) automatisch in Microsoft Planner-Aufgaben umgewandelt werden können.

Anwendungsbeispiel

Die Ausgangssituation war: Ich wollte aus eingehenden E-Mails automatisch Aufgaben in einem Microsoft Planner erstellen und diese verschiedenen Teammitglieder zuweisen. Es gibt keinen direkten Standardweg, dies zu tun, aber mit Power Automate ist diese Automatisierung möglich.

Das Ziel ist, dass alle relevanten E-Mails automatisch als Planner-Aufgaben erstellt werden, wodurch manuelle Schritte entfallen und der Fokus auf die Umsetzung der Aufgaben gelegt werden kann.

Umsetzungsbeispiel

1. Trigger: Eingang einer neuen E-Mail

  • Wähle den Ordner aus, der überwacht werden soll, z. B. „Consulting & Projekte“
  • Sobald eine neue E-Mail in diesem Ordner eingeht, wird der Automatisierungsprozess gestartet

2. HTML zu Text konvertieren

  • Da eingehende E-Mails oft im HTML-Format vorliegen, muss der Inhalt in reinen Text konvertiert werden
  • Verwende eine Aktion, um den Inhalt der E-Mail in eine Variable namens „Text“ zu überführen

3. Aufgabe erstellen

  • Gruppen-ID: Definiere die Gruppe, in der die Aufgabe erstellt werden soll, z. B. „Projekte & Consulting“
  • Plan-ID: Wähle den Plan, in dem die Aufgabe erstellt werden soll, z. B. „Aufgaben – Consulting & Projekte“
  • Titel: Verwende den Betreff der E-Mail als Titel der Aufgabe
  • Startdatum und -uhrzeit: Nutzen die Empfangszeit der E-Mail als Startzeitpunkt der Aufgabe

4. Aufgabendetails aktualisieren

  • Aufgaben-ID: Erfasse die Aufgaben-ID der erstellten Planner-Aufgabe, um diese weiter zu bearbeiten
  • Beschreibung: Verwende den aus HTML konvertierten Klartextinhalt der E-Mail als Beschreibung der Aufgabe

5. E-Mail verschieben

  • Nachrichten-ID: Nutze die Nachrichten-ID der E-Mail, um diese nach Abschluss der Verarbeitung zu verschieben
  • Zielordner: Gebe den Ordner an, in den die E-Mail verschoben werden soll, z. B. „E-Mails intern und extern“

Fazit

Mit Power Automate ist es möglich, E-Mails effizient in Planner-Aufgaben umzuwandeln. Diese Automatisierung spart Zeit und reduziert manuelle Schritte. Voraussetzung sind entsprechende Microsoft-Lizenzen, aber der Nutzen für den Alltag ist enorm: weniger Klicks, mehr Fokus auf die Umsetzung.

Dieses einfache Szenario zeigt die Flexibilität von Power Automate – und ist nur der Anfang, wenn es darum geht, Routineaufgaben in Ihrem Workflow zu automatisieren.

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2025/01/Power-Automate-Planner-Outlook.jpg 1188 442 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2025-01-17 10:24:462024-12-29 13:21:12Effizient arbeiten: Automatisierte Planner-Aufgaben aus E-Mails mit Power Automate

Smartphones sichern: Warum es so wichtig ist und wie es funktioniert

9. November 2024/0 Kommentare/in Digitalisierung/von Reinhard Eidelsburger

Unsere Smartphones sind heutzutage nicht nur Kommunikationsmittel, sondern wahre digitale Lebensbegleiter. Sie speichern unsere wichtigsten Daten – von Kontakten über Fotos bis hin zu wichtigen Dokumenten. Doch was passiert, wenn das Smartphone verloren geht oder einen Defekt erleidet? Genau hier wird die Sicherung (Backup) von Smartphones entscheidend.

„Kein Backup, kein Mitleid!“ – Schütze deine Daten, bevor es zu spät ist!

Warum solltest du dein Smartphone sichern?

Es gibt viele Gründe, warum eine regelmäßige Sicherung deines Smartphones unverzichtbar ist:

  1. Verlust oder Diebstahl: Dein Smartphone kann schnell verloren gehen oder gestohlen werden. In solchen Fällen sind die darauf gespeicherten Daten oft genauso wertvoll wie das Gerät selbst.
  2. Defekt oder Schaden: Technische Defekte oder Wasserschäden können dazu führen, dass dein Smartphone unbrauchbar wird. Wenn du kein Backup hast, sind wichtige Daten möglicherweise für immer verloren.
  3. Softwareprobleme: Systemabstürze, Viren oder fehlerhafte Softwareupdates können dazu führen, dass das Betriebssystem nicht mehr funktioniert oder Daten beschädigt werden.

Welche Daten sind sicherungsrelevant?

Ein Smartphone speichert eine Vielzahl an sensiblen Daten, die gesichert werden sollten:

  • Kontakte und Nachrichten: Deine Telefonkontakte, SMS, und Chatverläufe sind oft schwer manuell wiederherzustellen.
  • Fotos und Videos: Erinnerungen in Form von Bildern und Videos sind meist unersetzlich.
  • Apps und App-Daten: Viele Apps speichern wichtige Informationen (z. B. Bank-Apps, Kalender, Notizen).
  • Dokumente: Wichtige Dateien, die du auf dem Smartphone gespeichert hast.
  • Passwörter und Einstellungen: WLAN-Passwörter, Layouts, und individuelle Einstellungen erleichtern die Wiederherstellung deines Smartphones im Fall eines Datenverlusts.

Möglichkeiten zur Sicherung deines Smartphones

Es gibt grundsätzlich zwei Ansätze, um die Daten deines Smartphones zu sichern: über den Anbieter des Smartphones oder mithilfe individueller Backup-Möglichkeiten.

1. Sicherung beim Anbieter des Smartphones (Cloud-Sicherung)

Die einfachste und bequemste Methode, dein Smartphone zu sichern, ist über den integrierten Cloud-Dienst des jeweiligen Betriebssystems. Diese Dienste bieten eine automatische und regelmäßige Sicherung deiner Daten an, sodass du dich um fast nichts kümmern musst.

Vorteile der Cloud-Sicherung:

  • Automatische Sicherungen im Hintergrund
  • Einfacher Zugriff auf die gesicherten Daten von jedem Gerät
  • Wiederherstellung der Daten beim Wechsel auf ein neues Smartphone

Nachteile der Cloud-Sicherung:

  • Abhängig von der Internetverbindung und Speicherplatz in der Cloud (oft ist zusätzlicher Speicher kostenpflichtig)
  • Datenschutzbedenken, da die Daten in externen Servern gespeichert werden

2. Individuelle Backup-Möglichkeiten

Wenn du lieber die volle Kontrolle über deine Sicherungen haben möchtest, gibt es auch alternative Backup-Möglichkeiten, die du unabhängig vom Cloud-Dienst deines Anbieters verwenden kannst:

Lokale Sicherung auf dem PC:
Du kannst dein Smartphone über USB mit einem Computer verbinden und die Daten manuell auf deinen PC übertragen. Dies ist besonders dann nützlich, wenn du große Datenmengen sichern möchtest, ohne auf eine Cloud-Lösung angewiesen zu sein.

Externe Speicher (z. B. USB-Sticks oder externe Festplatten):
Mit entsprechenden Apps oder Kabeln kannst du dein Smartphone direkt mit einem USB-Stick oder einer externen Festplatte verbinden und deine Daten dort ablegen. Dies ist eine gute Option, wenn du keinen Computer zur Hand hast, aber eine physische Sicherung deiner Daten wünschst.

Manuelle Sicherung von Fotos und Dokumenten:
Es gibt verschiedene Apps, mit denen du gezielt bestimmte Daten wie Fotos, Videos, oder Dokumente sichern kannst. Beispielsweise kannst du wichtige Dateien manuell in einer Cloud wie Dropbox, Google Drive oder OneDrive speichern, ohne eine vollständige Gerätesicherung durchführen zu müssen.

Vorteile individueller Backups:

  • Volle Kontrolle über die gesicherten Daten
  • Kein Bedarf an einer Internetverbindung oder kostenpflichtigem Cloud-Speicher
  • Mehr Sicherheit für sensible Daten (keine externen Server involviert)

Nachteile individueller Backups:

  • Regelmäßiges manuelles Sichern notwendig
  • Höherer Aufwand im Vergleich zu automatischen Cloud-Diensten

Regelmäßige Sicherung schützt vor Datenverlust

Eine regelmäßige Sicherung deines Smartphones ist unerlässlich, um dich vor unerwarteten Datenverlusten durch Diebstahl, Schäden oder Systemfehler zu schützen. Ob du dich für die automatische Cloud-Sicherung über den Anbieter des Smartphones oder eine manuelle, individuelle Lösung entscheidest, hängt von deinen persönlichen Vorlieben und Sicherheitsanforderungen ab. Wichtig ist, dass du regelmäßig daran denkst, deine wichtigsten Daten zu sichern – denn sobald der Ernstfall eintritt, bist du froh, vorbereitet zu sein.

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2024/11/Smartphone-daniel-romero-aiUAxBNe3Xk-unsplash.jpg 1000 1786 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2024-11-09 10:19:062024-09-28 16:26:54Smartphones sichern: Warum es so wichtig ist und wie es funktioniert

Die Schattenseiten der Digitalisierung im privaten Umfeld: Fluch oder Segen?

26. Oktober 2024/0 Kommentare/in Digitalisierung/von Reinhard Eidelsburger

Die Digitalisierung hat unser Leben in vielerlei Hinsicht revolutioniert. Im Alltag nutzen wir Smartphones, Laptops und Smart-Home-Technologien, um unser Leben einfacher und effizienter zu gestalten. Doch bei all den Vorteilen, die uns diese Technologien bieten, gibt es auch bedenkliche Entwicklungen, die gerade im privaten Umfeld nicht ignoriert werden sollten.

Verlust der Privatsphäre

Eines der größten Risiken der Digitalisierung ist der Verlust unserer Privatsphäre. Durch die ständige Vernetzung und den Einsatz von Smart Devices wie Sprachassistenten, Überwachungskameras und Fitness-Trackern geben wir immer mehr persönliche Daten preis. Diese Daten werden von Unternehmen gesammelt, analysiert und oftmals für Werbezwecke genutzt, ohne dass wir die volle Kontrolle darüber haben. Es stellt sich die Frage, inwiefern unsere Privatsphäre tatsächlich noch geschützt ist und ob wir bereit sind, diesen Preis für Bequemlichkeit zu zahlen.

Digitale Abhängigkeit

Ein weiteres Problem ist die zunehmende Abhängigkeit von digitalen Geräten. Viele Menschen können sich ihren Alltag ohne Smartphone oder Internetzugang kaum noch vorstellen. Diese Abhängigkeit geht oft mit einem Kontrollverlust einher – sei es, weil wir uns auf Navigationstechnologien verlassen, anstatt unseren Orientierungssinn zu nutzen, oder weil wir den ständigen Drang verspüren, soziale Medien zu checken, anstatt uns auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Die Folge ist nicht selten ein Gefühl der Überforderung und ein wachsender Stressfaktor in unserem Leben.

Soziale Isolation

Ironischerweise hat die Digitalisierung, die uns eigentlich besser vernetzen soll, auch zu einer Art sozialer Isolation geführt. Anstatt reale zwischenmenschliche Beziehungen zu pflegen, verbringen viele Menschen ihre Zeit in virtuellen Welten oder auf Social-Media-Plattformen. Dabei können echte Freundschaften und persönliche Gespräche auf der Strecke bleiben, was langfristig zu Einsamkeit und einem Gefühl der Entfremdung führen kann.

Die digitale Überwachung

Mit der Verbreitung von Überwachungstechnologien wie Gesichtserkennung und der stetigen Nutzung von GPS-Daten wächst auch die Sorge vor einem „gläsernen Menschen“. Im privaten Umfeld wird dies vor allem durch Smart-Home-Systeme und Tracking-Apps spürbar. Was zunächst als Sicherheits- und Komfortvorteil erscheint, birgt das Risiko, dass unser Verhalten ständig überwacht und dokumentiert wird – ob durch Unternehmen, Behörden oder sogar andere Privatpersonen.

Fazit: Chancen trotz Risiken

Trotz all dieser kritischen Aspekte darf jedoch nicht vergessen werden, dass die Digitalisierung viele positive Seiten hat. Sie ermöglicht uns den Zugang zu Wissen, bietet neue Kommunikationswege und kann unseren Alltag effizienter gestalten. Wichtig ist, dass wir uns der Risiken bewusst sind und Maßnahmen ergreifen, um uns und unsere Daten zu schützen. Mit einem bewussten und verantwortungsvollen Umgang können wir die Vorteile der Digitalisierung nutzen, ohne dabei die Kontrolle zu verlieren.

Denn eines steht fest: Die Digitalisierung ist nicht mehr aufzuhalten. Sie ist ein unvermeidlicher Teil unserer Zukunft, und es liegt an uns, wie wir mit ihr umgehen. Mit den richtigen Sicherheitsvorkehrungen und einem kritischen Blick auf neue Technologien können wir die Digitalisierung als Chance nutzen und gleichzeitig ihre Risiken minimieren.

Und was denkst du? Siehst du die Digitalisierung im privaten Umfeld auch kritisch oder überwiegen für dich die Vorteile?

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2024/09/Schattensein-der-Digitalisierung.jpg 1024 1024 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2024-10-26 10:14:052024-09-21 12:18:45Die Schattenseiten der Digitalisierung im privaten Umfeld: Fluch oder Segen?
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