Dünne Luft, maximale Effizienz: Meine Erfahrungen mit Höhentraining bei der Annapurna-Curcuit in Nepal

Die Faszination des Himalaya ist ungebrochen. Wenn du, genau wie ich, sportlich und technisch interessiert bist, hast du sicher schon von spektakulären Treks in Nepal geträumt. Doch neben atemberaubenden Panoramen wartet dort oben auch ein unsichtbarer Gegner: die Höhe. In diesem Beitrag erzähle ich dir nicht nur, was die akute Höhenkrankheit ist, sondern teile meine ganz persönlichen Erfahrungen mit dir, die ich auf über 4.000 Metern gesammelt habe – und was meine Garmin-Uhr dazu gesagt hat.

Was ist die Höhenkrankheit eigentlich?

Die akute Höhenkrankheit (Acute Mountain Sickness, kurz AMS) ist keine Kleinigkeit, sondern eine ernsthafte Reaktion deines Körpers auf den sinkenden Luftdruck und den daraus resultierenden Sauerstoffmangel in der Höhe. Als Faustregel gilt: AMS kann bereits ab einer Höhe von ca. 2.500 Metern auftreten.

Das Tückische ist, dass es jeden treffen kann, unabhängig von Fitness oder Alter. Die wichtigste Vorbeugung ist essenziell und simpel zugleich: langsames Aufsteigen. Dein Körper braucht Zeit, um sich an die Bedingungen anzupassen. Die goldenen Regeln, falls du Symptome verspürst, solltest du unbedingt verinnerlichen:

  1. Bei Symptomen: Auf keinen Fall weiter aufsteigen.

  2. Bei Verschlechterung: Sofort absteigen, umgehend und ohne Kompromisse.

Meine Erfahrungen in Nepal: Wenn Technik an Grenzen stößt

Ich war in Nepal unterwegs, topfit und natürlich mit meiner Garmin-Uhr am Handgelenk, um alle Daten zu erfassen. Ich wollte wissen, wie mein Körper auf die extreme Belastung reagiert. Die Realität hat mich dann aber doch überrascht.

Der „ermüdete“ Zustand und die 4.000-Meter-Grenze

Schon früh signalisierte mir der Trainingszustand meiner Garmin: „Ermüdet“. Das war wenig überraschend, schließlich summten sich die tägliche Aktivität und die erheblichen Höhenunterschiede. Die Uhr hatte recht, ich war ermüdet.

Interessant wurde es, als wir die 4.000-Meter-Marke knackten. Garmin Connect zeigt die Höhenakklimatisierung standardmäßig nur bis zu dieser Höhe an. Ab da steht in der App, dass zu wenige Vergleichsdaten zur Verfügung stehen, um eine präzise Aussage zu treffen. Das bedeutet: Ab 4.000 Metern bist du datentechnisch im Blindflug unterwegs und musst dich voll und ganz auf dein Körpergefühl verlassen.

Der Kampf über 4.000 Metern: Kurze Pausen, lange Nächte

Und dieses Körpergefühl war eindeutig: Über 4.000 Meter wurde das Wandern verdammt anstrengend. Ich merkte, wie die Luft dünner wurde. Bei jedem noch so kleinen Anstieg stieg mein Puls sofort in die Höhe. Meine Strategie: Ich legte immer häufiger kurze Pausen ein, um den Puls wieder in einen vernünftigen Bereich zu bringen, bevor ich weiterging.

Am intensivsten und unangenehmsten habe ich die Höhe jedoch nicht beim Gehen, sondern in der Nacht bemerkt. Stell dir vor, du liegst im Schlafsack, eigentlich müde, aber dein Herz rast, als wärst du gerade einen Sprint gelaufen. Mein Ruhepuls, der normalerweise bei ca. 38 Schlägen pro Minute liegt, kletterte in der höchsten Übernachtung auf satte 85 Schläge. Dieses Gefühl war extrem unangenehm und führte bei mir zu massivem Schlafmangel über zwei Nächte hinweg.

Zusätzlich hatte ich mit leichten Kopfschmerzen zu kämpfen. Diese verschwanden zwar glücklicherweise nach etwa 15 Minuten Wanderaktivität am Morgen wieder, waren aber ein klares Signal meines Körpers.

Fazit: Vertraue deinem Körper, nicht nur der Uhr

Die Zeit in Nepal hat mir gezeigt, dass Technik ein guter Begleiter ist, aber nicht die Intuition ersetzen kann. Der „Ermüdet“-Status meiner Garmin passte grob zu meinem eigenen Körpergefühl. Ich wusste, ich mute mir viel zu.

Was die Uhr jedoch nicht richtig interpretierte, war der schnelle Höhenanstieg. Obwohl wir klassische Akklimatisierungstage eingelegt hatten (das Prinzip „Climb high, sleep low“ – also hoch aufsteigen, aber weiter unten schlafen), kam das System mit der Dynamik des Aufstiegs und der tatsächlichen Belastung nicht ganz mit.

Zudem war mir schnell klar: An weiteren Sport in der Höhe, jenseits der ohnehin schon anstrengenden Wanderungen, war unter diesen Bedingungen absolut nicht mehr zu denken. Der Körper war zu 100% mit der Akklimatisierung und dem reinen Vorankommen beschäftigt.

Nimm aus meinen Erfahrungen mit: Wenn du in solche Höhen aufbrichst, nutze deine Wearables als Datenquelle, aber die finale Entscheidung über Aufstieg oder Abstieg muss auf deinem Körpergefühl und den Symptomen der Höhenkrankheit basieren.

Der #RWJanuarStreak 2026: Dein Weg zu mehr Lauf-Motivation

Hast du dich jemals gefragt, wie es wäre, jeden Tag zu laufen? Klingt nach einer Herausforderung, oder? Genau das ist die Idee hinter einem Lauf-Streak! Aber keine Sorge, es ist machbarer, als du denkst, und kann deiner Trainingsroutine einen echten Kick geben. Tauchen wir ein in die Welt der Lauf-Streaks und schauen uns an, wie der #RWJanuarStreak 2026 dich motivieren kann.

Was genau ist ein Lauf-Streak?

Ganz einfach: Ein Lauf-Streak bedeutet, an aufeinanderfolgenden Tagen zu laufen. Die Regeln können variieren, aber im Kern geht es darum, die Kette nicht abreißen zu lassen. Oft gibt es Mindestdistanzen, zum Beispiel eine Meile (ca. 1,6 km) pro Tag. Der Hauptgedanke dahinter ist, eine Gewohnheit zu etablieren, die Disziplin zu stärken und deine mentale Stärke zu fördern. Egal ob Sonnenschein oder Regen, der Streak fordert dich heraus, deine Laufschuhe zu schnüren.

Der #RWJanuarStreak 2026: Dein Start ins Laufjahr

Der #RWJanuarStreak, organisiert von Runner’s World, ist eine fantastische Möglichkeit, das neue Jahr sportlich zu beginnen. Die Challenge ist simpel: Laufe im gesamten Januar jeden Tag mindestens eine Meile. Es ist eine tolle Gelegenheit, deine Vorsätze in die Tat umzusetzen und direkt im ersten Monat des Jahres eine solide Laufbasis zu schaffen. Viele Läuferinnen und Läufer nutzen diesen Streak, um nach den Feiertagen wieder in Form zu kommen oder um eine neue Routine zu etablieren. Es ist erstaunlich, wie schnell man Fortschritte macht, wenn man sich dieser täglichen Verpflichtung stellt.

Mein #RWJanuarStreak 2026: 128,8 Kilometer pro Tag!

Ich habe die Herausforderung des #RWJanuarStreak 2026 angenommen und bin unglaublich stolz auf mein Ergebnis. An jedem einzelnen Tag im Januar bin ich gelaufen und habe dabei insgesamt 128,8 Kilometer zurückgelegt! Das war eine super Erfahrung und hat mir gezeigt, wie viel man erreichen kann, wenn man dranbleibt. Es gab Tage, da war es hart, aber die Zufriedenheit, den Streak fortgesetzt zu haben, war immer die Mühe wert.

Fazit

Ein Lauf-Streak ist mehr als nur Kilometer sammeln; es ist eine Reise der Selbstdisziplin und des persönlichen Wachstums. Der #RWJanuarStreak 2026 ist eine exzellente Gelegenheit, um das Jahr energiegeladen zu starten und eine Gewohnheit zu entwickeln, die weit über den Januar hinausgeht. Wenn du das nächste Mal eine Herausforderung suchst, die dich physisch und mental stärkt, dann ist ein Lauf-Streak genau das Richtige für dich. Trau dich und erlebe, wie viel Power in dir steckt!

Von der Ziellinie 2025 zur Startlinie 2026: So plane ich meine nächsten Lauf-Highlights!

Das Jahr 2025 hat sich zu Ende geneigt, und wie bei vielen Läufern ist das die perfekte Zeit, um zurückzublicken und gleichzeitig den Blick nach vorne zu richten. Für mich persönlich war 2025 ein unglaublich ereignisreiches und erfolgreiches Laufjahr. Von den pulsierenden Straßen Singapurs bis zu den majestätischen Gipfeln der Dolomiten habe ich unzählige Kilometer gesammelt, neue Bestzeiten aufgestellt und unvergessliche Momente erlebt. Jetzt ist es an der Zeit, die Lehren aus diesem Jahr zu ziehen und die Weichen für ein ebenso spannendes 2026 zu stellen. Komm mit auf meine Reise, wenn ich meine Highlights des vergangenen Jahres Revue passieren lasse und dir einen Einblick gebe, wie ich meine Laufziele für das kommende Jahr strukturiere.

Rückblick auf die Laufbilanz 2025 und meine Ziele für 2026

Eigentlich hatte ich mir für 2025 ein solides Ziel von 1.500 Kilometern gesetzt. Ein Ziel, das ambitioniert, aber gut in den Alltag integrierbar schien. Doch die Realität auf dem Asphalt und den Trails sah deutlich intensiver aus.

Hier ist die Zusammenfassung meiner Tracking-Daten:

  • Gesamtdistanz: 2.140 km (das sind satte 640 km mehr als geplant!)
  • Aktivitäten: 197 Läufe
  • Zeitaufwand: 201 Stunden reine Laufzeit

Diese Zahlen zeigen mir vor allem eines: Konstanz zahlt sich aus. Mit fast 200 Aktivitäten war ich im Schnitt jeden zweiten Tag unterwegs. Dass ich mein Ziel um über 40 % übertroffen habe, liegt sicherlich auch an der Freude an der Bewegung und der technischen Spielerei, die uns moderne Sportuhren und Analysetools bieten. Jeder Kilometer wurde akribisch dokumentiert, jede Pace analysiert.

Man könnte meinen, nach so einem Rekordjahr müsste das Ziel für 2026 direkt bei 2.500 km liegen. Aber ich bleibe realistisch und möchte die Qualität vor die Quantität stellen. Mein Ziel für das kommende Jahr lautet daher wieder: 1.500 Kilometer laufend bewegen.

Warum nicht mehr? Weil Sport für mich ein Ausgleich bleiben soll. Wenn am Ende wieder mehr auf der Uhr steht, nehme ich das gerne mit – aber der Fokus liegt auf dem Spaß an der Technik, der Natur und der eigenen Fitness, ohne den Druck, ständig Rekorde brechen zu müssen.

Meine Lauf-Highlights 2025: Eine Reise um die Welt und zu neuen Bestzeiten

2025 war ein Jahr voller unvergesslicher Lauferlebnisse, die weit über die heimischen Gefilde hinausgingen. Eines meiner größten Abenteuer war definitiv „Singapur Calling – Meine Läufe in der Löwenstadt“. Dort durfte ich nicht nur die faszinierende Stadt laufend erkunden, sondern auch an spannenden lokalen Events teilnehmen.

Ein weiteres echtes Highlight war der „25 Jahre Reschenseelauf: Ein magischer Nachtlauf rund um den glitzernden See“. Die Atmosphäre dort war einfach einzigartig und das Laufen in der Dämmerung um den Reschensee bleibt mir unvergesslich. Danach ging es weiter in die Berge zum „Seiser Alm Halbmarathon: Ein unvergessliches Lauferlebnis in den Dolomiten“. Die atemberaubende Landschaft und die Herausforderung der Höhenmeter haben diesen Lauf zu einem absoluten Traum gemacht.

Die „Road to Regensburg“ war ein zentraler Teil meines Jahres, der mit einem Marathon und einer persönlichen Bestzeit gekrönt wurde. Dazu gehörte auch der Halbmarathon in Ingolstadt als wichtiger Baustein im Training. Nicht zu vergessen ist der „34. Dachauer Frühjahrslauf 10 km“, bei dem ich ebenfalls eine persönliche Bestzeit erzielen konnte – ein tolles Gefühl!

Abseits der großen Wettkampfbühne habe ich auch viele besondere Momente erlebt: Der #RWJanuarStreak hat mir geholfen, konstant ins Jahr zu starten. Das „Running Breakfast mit Lukas Stahl in Mering“ und das „Laufen mit den Straubing Night Runners“ waren großartige Gelegenheiten, mich mit anderen Läufern auszutauschen und neue Impulse zu bekommen. Mit den Diamonds Aichach war ich bei verschiedenen Events wie dem Diamonds Cup, Ecknacher Straßenlauf, Grubet Cross und Oberbernbach Speed Cross unterwegs, was immer eine Menge Spaß und Abwechslung brachte. Und natürlich durften die obligatorischen Trailruns auf meinen Südtirol-Urlauben nicht fehlen, die mir immer wieder eine wunderbare Auszeit in der Natur bieten.

Der Blick nach vorne: Meine grobe Planung für 2026

Nach so einem intensiven Jahr 2025 ist es Zeit, neue Ziele für 2026 zu setzen. Im Mittelpunkt meiner Planung steht ein Herbstmarathon, den ich erneut in einer Zeit um die 3:20 Stunden anpeilen möchte. Das bedeutet natürlich, dass ich davor auch wieder einige Halbmarathons als Vorbereitung laufen werde.

Aber nicht nur die Asphaltstrecken reizen mich. Ich möchte mich auch wieder verstärkt den Trailruns widmen. Hier bietet sich Südtirol perfekt an, da ich dort mehrmals geplant vor Ort sein werde. Es müssen nicht immer offizielle Wettkämpfe sein; auch das Erkunden neuer Trails in dieser wunderschönen Bergwelt ist ein absolutes Highlight für mich.

Ganz oben auf meiner Wunschliste steht der Mammutmarsch in München (55 km). Eine besondere Vorbereitung dafür wird meine Wanderung im Februar / März 2026 nach Nepal auf dem ABC-Trek. Ich bin gespannt, wie sich diese Herausforderung auf meine Ausdauer und mentale Stärke auswirken wird und ob das „Höhentraining“ positive Effekte für den Mammutmarsch mit sich bringt.

Weitere Events, die ich im Auge habe, sind der Andechs-Trail, die Teilnahme am Wings for Life World Run und der Herzogstadtlauf. Bei diesen steht der Spaß und das Erlebnis im Vordergrund, während ich mich gezielt auf meinen Herbstmarathon vorbereite.

Fazit

Die Planung für das kommende Laufjahr ist für mich immer eine aufregende Zeit. Es ist eine Mischung aus dem Festhalten an bewährten Konzepten, dem Setzen neuer Herausforderungen und der Vorfreude auf all die Kilometer und Erlebnisse, die vor mir liegen. 2025 hat mir gezeigt, dass mit Leidenschaft, Disziplin und der richtigen Planung vieles möglich ist – von persönlichen Bestzeiten bis hin zu unvergesslichen Läufen an den schönsten Orten der Welt. Ich bin gespannt, welche Abenteuer 2026 für mich bereithält, und freue mich darauf, dich auf dieser Reise mitzunehmen. Also, schnür die Laufschuhe und sei dabei, wenn es heißt: Von der Ziellinie 2025 zur Startlinie 2026!

Die perfekte Vorbereitung auf einen Marathon – Trainingsplan und Tipps

Herzlichen Glückwunsch zu deiner Entscheidung, einen Marathon zu laufen! Egal, ob es dein erster ist oder du eine neue Bestzeit anpeilst: Die Vorbereitung ist der halbe Erfolg. Aber „Vorbereitung“ heißt nicht nur Kilometer sammeln. Es bedeutet Struktur, Disziplin und einen klaren Plan.

Du kennst mich – und jeder, der mich kennt, weiß: Strukturiertes Training mit einem Trainingsplan ist für mich persönlich das A und O! Ein vorgegebenes Programm wird bei mir immer durchgezogen. Ich bin davon überzeugt, dass ein durchdachter Plan der Schlüssel ist, um das Ziel gesund, verletzungsfrei und erfolgreich zu erreichen. Lass uns anschauen, wie du deine Vorbereitung perfektionierst.

1. Dein Plan muss zu deinen Zielen passen

Einfach einen generischen Plan aus dem Internet zu nehmen, ist nur der erste Schritt. Der wichtigste Punkt ist: Dein Plan muss an deine eigenen Ziele angepasst werden!

  • Ambitionierte Zeitziele: Wenn du eine bestimmte Zeit (z.B. Sub 3:30) anpeilst, benötigst du zwangsläufig mehr Trainingsumfang (Kilometer pro Woche), Tempotraining (Intervalle, Tempodauerläufe) und eine längere Vorbereitungszeit (oft 16 Wochen und mehr). Der Fokus liegt hier stark auf der Wettkampfspezifik.
  • Ankommen als Ziel: Geht es dir primär darum, die Distanz zu bewältigen, ist dein Plan entspannter. Die wöchentlichen Umfänge sind geringer und der Fokus liegt auf den langen Läufen.

Der Trainingsplan ist ein Werkzeug – nutze es, um deine Ziele zu erreichen.

2. Kilometerumfang und die Magie des langen Laufs

Um auf die nötigen Umfänge zu kommen, sind die Kilometer pro Woche ein wichtiger Fokus. Dein Körper muss sich daran gewöhnen, Fett als Energiequelle zu nutzen (Stoffwechselökonomie) und die Muskulatur muss ermüdungsresistenter werden.

Der wichtigste Baustein im Trainingsplan ist aber der lange Lauf (Long Run).

  • Er lehrt deinen Körper, mit begrenzten Kohlenhydratspeichern umzugehen
  • Er simuliert die mentale Belastung des Marathons
  • Die Länge dieser Läufe steigt progressiv, oft bis zu 30–35 Kilometer

Wichtig: Der letzte super-lange Lauf sollte spätestens zwei bis drei Wochen vor dem Rennen stattfinden, um dem Körper ausreichend Erholung zu geben (Tapering).

3. Gesund bleiben – Pausieren ist Pflicht

Der größte Fehler, den ambitionierte Läufer machen, ist, Trainingseinheiten nachholen zu wollen, wenn sie krank waren.

🛑 Regel: Wenn es Krankheiten und Verletzungen gibt – unbedingt pausieren! Versuche nicht, die ausgefallenen Einheiten nachzuholen.

Dein Körper benötigt diese Zeit zur Regeneration und Heilung. Ihn in einem angeschlagenen Zustand weiter zu belasten, führt oft direkt in eine längere Zwangspause oder eine chronische Verletzung. Ein ausgefallenes Training macht dich nicht schlechter, eine Verletzung hingegen kostet dich den gesamten Wettkampf.

4. Die Umgebung berücksichtigen: Training bei Hitze und Kälte

Gerade in der Vorbereitung auf Frühjahrs- oder Herbstmarathons musst du die Temperaturen beachten.

  • Wettkampf-Simulation: Läufst du einen Hitzelauf (z.B. im Sommer), musst du auch die langen Läufe bei ähnlichen Temperaturen absolvieren, um deinen Körper an die Thermoregulation zu gewöhnen. Auch der Einsatz von Gels und die Flüssigkeitsaufnahme müssen unter diesen Bedingungen trainiert werden.
  • Kaltes Wetter: Im Winter ist das Risiko, sich zu verkühlen, höher. Achte auf das Zwiebelprinzip bei der Kleidung. Deine Pace bei Kälte wird oft schneller sein als bei Hitze – dies musst du im Wettkampf entsprechend korrigieren.

5. Der Faktor Motivation: Gemeinsam ist man schneller

Alleine die langen, monotonen Kilometer abzuspulen, ist oft eine mentale Herausforderung. In der Gruppe oder im Team macht es natürlich immer mehr Spaß!

Das Laufen in einer Gruppe bietet:

  • Zuspruch und Ablenkung: Die Zeit vergeht schneller, und man schiebt sich gegenseitig an
  • Konstante Pace: Gerade bei langen, langsamen Läufen hilft die Gruppe, das Tempo konstant zu halten und nicht zu schnell zu starten
  • Verbindlichkeit: Die Verabredung zum gemeinsamen Lauf sorgt dafür, dass man auch bei schlechtem Wetter die Sportschuhe schnürt

Fazit

Die perfekte Marathonvorbereitung ist kein Geheimnis, sondern die konsequente Umsetzung eines intelligenten Plans. Sei diszipliniert, was das Training angeht, aber sei noch disziplinierter, was die Erholung betrifft. Wähle deinen Plan basierend auf deinem Ziel, respektiere die lange Distanz durch regelmäßige Long Runs und sei mutig genug, bei Krankheit eine Pause einzulegen. Wenn du diese Struktur beibehältst, wirst du nicht nur an der Startlinie stehen, sondern auch die Ziellinie überqueren – stark, gesund und mit einem Lächeln.

Wir sehen uns auf der Strecke!

Lauftraining

Verletzungsprävention für Marathonläufer – Übungen und Tipps für ein schmerzfreies Training

Der Marathon ist das Ziel vieler Läufer – ein faszinierender Kampf gegen die Distanz. Doch so aufregend die Vorbereitung auch ist, sie birgt Risiken. Eine Verletzung kann den Traum vom Finish schnell beenden. Ziel dieses Beitrags ist es, dir praktische Tipps und Übungen an die Hand zu geben, damit du dein Training erfolgreich, gesund und vor allem schmerzfrei absolvieren kannst. Denn die beste Performance liefert man nur mit einem gesunden Körper.

Lauftraining

1. Die saubere Vorbereitung: Ohne Plan geht es nicht

Ein gut durchdachter Trainingsplan ist die Basis jeder erfolgreichen Marathon-Vorbereitung. Er sorgt für Struktur, stellt sicher, dass du die Belastung schrittweise steigerst (die sogenannte 10-Prozent-Regel ist hier oft ein guter Anhaltspunkt) und bietet ausreichend Raum für Erholung. Übertraining ist einer der häufigsten Gründe für Verletzungen. Halte dich an die vorgegebenen Umfänge, sei diszipliniert, aber auch flexibel genug, einen Ruhetag einzulegen, wenn dein Körper ihn verlangt.

2. Alternativtraining: Entlastung für Gelenke und Sehnen

Laufen belastet die Gelenke, Sehnen und Bänder immer auf die gleiche Weise. Um Ermüdungsbrüche und Überlastungssyndrome zu vermeiden, solltest du Alternativtraining in deinen Plan integrieren. Sportarten wie Radfahren oder Schwimmen eignen sich hervorragend. Sie stärken das Herz-Kreislauf-System, verbessern die Ausdauer und Muskulatur – alles ohne die intensive Stoßbelastung des Laufens. Das ist aktive Regeneration und effektive Trainingszeit zugleich.

3. Krafttraining: Die Basis für Stabilität

Viele Läufer vernachlässigen das Krafttraining, dabei ist es der Schlüssel zur Prävention. Starke Muskeln im Rumpf (Core), in den Beinen und in der Gesäßmuskulatur (Glutealmuskulatur) stabilisieren deinen Körper bei jedem Schritt. Das führt zu einer effizienteren Laufökonomie und schützt vor Fehlbelastungen.

  • Empfohlene Übungen: Kniebeugen (Squats), Ausfallschritte (Lunges), Planks und Übungen für die Hüftabduktoren (z.B. Clamshells).
  • Wichtig: Konzentriere dich auf funktionelle Übungen mit dem eigenen Körpergewicht oder leichten Gewichten, die der Laufbewegung ähneln.

4. Lauf-ABC: Koordination und Technik verbessern

Das Lauf-ABC ist unerlässlich, um deine Koordination zu schulen und deine Lauftechnik zu optimieren. Übungen wie Kniehebelauf, Fersengang oder Skippings verbessern das Zusammenspiel der Muskeln und helfen, einen ökonomischeren und damit verletzungsresistenteren Laufstil zu entwickeln. Eine sauberere Technik bedeutet weniger unnötige Belastung. Baue das Lauf-ABC zwei- bis dreimal pro Woche vor deinen eigentlichen Laufeinheiten ein.

5. Das innere Barometer: Auf sich und den Körper hören

Der vielleicht wichtigste Tipp: Lerne, auf deinen Körper zu hören. Ziehen oder Schmerzen sind keine Bagatelle, die man ignorieren sollte. Ein „guter“ Muskelschmerz unterscheidet sich von einem stechenden Schmerz in Gelenken oder Sehnenansätzen. Wenn etwas mehr als einen Tag schmerzt, reduziere die Belastung oder lege einen zusätzlichen Ruhetag ein. Es ist besser, eine Woche Pause zu machen, als monatelang wegen einer verschleppten Verletzung auszufallen.

6. Ärztliche Überwachung: Professionelle Begleitung (bei Bedarf)

Besonders bei langer Trainingsdauer oder Vorerkrankungen kann es sinnvoll sein, das Training ärztlich begleiten zu lassen. Eine sportmedizinische Untersuchung, ein Belastungs-EKG oder die Beratung durch einen Physiotherapeuten können helfen, individuelle Risiken frühzeitig zu erkennen und auszuschließen. Dies ist eine sehr persönliche Entscheidung, die aber im Zweifel zur Sicherheit beitragen kann.

Fazit

Der Marathon ist eine Reise, kein Sprint. Verletzungsprävention ist keine Zeitverschwendung, sondern eine Investition in dein Ziel. Mit einem durchdachten Plan, der Integration von Alternativ- und Krafttraining und der ständigen Achtsamkeit für die Signale deines Körpers, legst du den Grundstein für einen schmerzfreien und erfolgreichen Weg zur Ziellinie. Bleib dran, bleib stark und vor allem: Bleib gesund!

Mentale Stärke im Marathonlauf – Wie du dich mental auf lange Strecken vorbereitest

Als Läufer kennen wir das Gefühl: der Schweiß brennt, die Muskeln schmerzen und jeder einzelne Schritt wird zu einer Herausforderung. Doch gerade auf langen Distanzen, wie dem Marathon, spielt nicht nur die körperliche Fitness eine Rolle, sondern vor allem die mentale Stärke. Ich möchte euch heute erzählen, wie ich mich mental auf diese kräftezehrenden Herausforderungen vorbereite.

Was ist überhaupt eine „lange Strecke“?

Das ist eine spannende Frage, die ich mir selbst immer wieder stelle. Für mich ist ein Marathon mit seinen 42,195 Kilometern definitiv eine „lange Strecke“. Es ist eine Distanz, die Respekt einflößt und mich jedes Mal aufs Neue an meine Grenzen bringt. Aber ich kenne auch Ultraläufer, die über 100 Meilen am Stück laufen und für die das immer noch nicht lang genug ist! Es ist also sehr subjektiv, wo die Grenze verläuft. Für uns Marathonläufer sind es aber diese 42,195 km, die im Fokus stehen und die unsere volle mentale Aufmerksamkeit erfordern.

Die mentalen Herausforderungen der Long Runs

Schon im Training geht es los. Die Vorbereitung auf einen Marathon ist gespickt mit langen Trainingsläufen, den sogenannten Long Runs. 30 bis 35 Kilometer an einem Stück sind da keine Seltenheit. Das bedeutet oft drei, dreieinhalb Stunden oder sogar länger allein auf der Strecke zu sein. Das ist keine Kleinigkeit!

Hier kommt die mentale Stärke ins Spiel. Anfangs war es für mich die Hölle. Langeweile, aufkommende Zweifel, das Gefühl, niemals anzukommen. Aber mit der Zeit habe ich gelernt, diese Stunden zu nutzen. Sie sind meine mentale Vorbereitung auf den eigentlichen Marathon.

In diesen Long Runs baue ich meine Resilienz auf. Ich lerne, mit dem Schmerz umzugehen, wenn die Beine schwer werden, und ich übe mich darin, negative Gedanken beiseitezuschieben. Ich stelle mir vor, wie ich am Marathontag die Ziellinie überquere, spüre die Energie der Zuschauer und sehe mich jubelnd. Diese Visualisierungen sind unglaublich wichtig. Sie geben mir einen Anker, wenn ich merke, dass mein Geist abschweifen will.

Ich entwickle auch kleine Rituale für diese langen Läufe. Manchmal höre ich meine Lieblings-Podcasts, um mich abzulenken, aber oft genug schalte ich alles aus und konzentriere mich auf meinen Atem, meinen Schritt. Ich versuche, im Hier und Jetzt zu bleiben und jeden Kilometer als kleinen Sieg zu sehen.

Singapur Calling – Meine Läufe in der Löwenstadt

Singapur, die glitzernde Metropole im Herzen Südostasiens, trägt den klangvollen Namen „Löwenstadt“. Aber warum eigentlich? Der Name leitet sich von den Sanskrit-Wörtern „Simha“ (Löwe) und „Pura“ (Stadt) ab. Eine Legende besagt, dass Prinz Sang Nila Utama im 14. Jahrhundert hier einen Löwen gesichtet und dem Ort daraufhin diesen Namen gegeben haben soll. Historisch gesehen wird vermutet, dass er stattdessen einen Tiger sah, da Löwen in dieser Region nie heimisch waren. Doch die Legende lebt weiter und prägt das Bild dieser faszinierenden Stadt. Hier siehst du eine der berühmten Merlion-Statuen, eine Mischung aus Löwe und Fisch, die Singapurs Ursprung symbolisiert.

28.09.2025: Der erste Schock am Singapore River (7 KM)

Der erste Lauf war direkt eine Lektion in Sachen tropisches Klima. Nach einem Tag Sightseeing bin ich ein paar Stationen früher aus der MRT (Bueno Vista) ausgestiegen, um die restlichen Kilometer entlang des Singapur River bis zur Unterkunft in Jurong East zu laufen.

Die Herausforderung? Hohe Temperaturen und extrem hohe Luftfeuchtigkeit. Es war eine anstrengende Angelegenheit, selbst am späten Nachmittag. Zuvor gab es eine ausgiebige Aufwärmeinheit, und ich habe mir vorgenommen, jeden Kilometer mit unterschiedlichen Übungen zu spicken – was bei der Hitze schnell zur doppelten Anstrengung wurde.

Trotz der Strapazen war es ein faszinierendes Erlebnis, die sich verändernde Vegetation und das pulsierende Leben entlang des Flusses laufend zu beobachten. Nach 7 KM war ich durchgeschwitzt, aber glücklich. Das hat dann auch gereicht!

Hier ein Eindruck vom Singapore River, dem Lebensnerv der Stadt:

01.10.2025: Dschungel-Abenteuer am MacRitchie (14 KM)

Der Lauf am MacRitchie Reservoir war der perfekte Kontrast zur Stadt. Eine wunderschöne 14 KM lange Runde erwartete mich, die mich tief in den Urwald führte. Die Strecke ist sehr gut präpariert und bietet neben schönen Aussichtspunkten auch den berühmten TreeTop Walk.

Es war ein richtiges Dschungel-Erlebnis mit dichtem Grün und schattigen Passagen. Das Highlight war die Begegnung mit einer Gruppe Affen! Sie sind neugierig, aber man sollte natürlich Abstand halten. Ein absolut empfehlenswerter Lauf für alle, die dem Großstadtrummel entfliehen wollen.

03.10.2025: Die Gärten von Jurong East (10 KM)

Am dritten Lauftag stand die Erkundung der grünen Lunge von Jurong East auf dem Plan. Auf einer entspannten 10 KM-Strecke bin ich durch drei wunderschöne, sehr unterschiedliche Gärten gelaufen: den prächtigen Chinesischen Garten, den ruhigen Japanischen Garten und die weitläufigen Jurong Lake Gardens.

Die Anlagen sind nicht nur ein Paradies für Läufer, sondern auch ideal für Radfahrer. Die Mischung aus traditioneller Architektur, gepflegten Wegen und der üppigen Natur bot eine willkommene Abwechslung und einen entspannten Abschluss meiner Lauftage.

Mein Fazit zum Laufen in Singapur

Singapur ist eine fantastische Stadt, die man wunderbar laufend erkunden kann. Allerdings gibt es ein paar Dinge, die man beachten sollte:

  • Langsam machen: Die Hitze und die Luftfeuchtigkeit sind keine Witze. Das Tempo sollte man deutlich drosseln.
  • Die beste Zeit: Laufen ist am besten früh morgens oder abends. Mittags ist es aufgrund der Temperaturen wirklich sehr schwierig und kräftezehrend.
  • Hydration ist alles: Die Temperaturen nicht unterschätzen! Man verliert unglaublich viel Flüssigkeit. Ich habe darauf geachtet, wirklich jede Wasserstation, die ich finden konnte, mitzunehmen.

Trotz der Anstrengung: Eine neue Stadt in den Laufschuhen zu entdecken, macht einfach immer Spaß und liefert die besten Eindrücke!

 

25 Jahre Reschenseelauf: Ein magischer Nachtlauf rund um den glitzernden See

Was gibt es Schöneres, als einen warmen Sommerabend bei einem Lauf rund um einen malerischen See ausklingen zu lassen? Genau das durfte ich am 12. Juli 2025 beim 25. Reschenseelauf erleben – einem echten Highlight im Laufkalender, das seinem Ruf als „magischer Nachtlauf“ wieder einmal alle Ehre gemacht hat.

Eine einzigartige Atmosphäre im Dunkeln

Der Reschenseelauf ist bekannt für seine besondere Stimmung, die durch die Dunkelheit und die Beleuchtung der Strecke entsteht. Und auch in diesem Jahr war es wieder ein Genuss, die 15,3 Kilometer entlang des glitzernden Wassers zu absolvieren. Die gesamte Route war wunderschön beleuchtet, was nicht nur für Sicherheit sorgte, sondern auch eine zauberhafte Kulisse schuf. Jeder Schritt fühlte sich an wie ein Tanz im Lichtermeer, mit dem dunklen See an der einen und den erleuchteten Wegen an der anderen Seite.

Lauf ohne persönlicher Bestzeit?

Obwohl ich mir für diesen Nachtlauf keine konkrete Zielzeit gesetzt hatte, schwebte die Marke von 1 Stunde und 15 Minuten für die 15,3 km in meinem Kopf. Und was soll ich sagen? Das Training der letzten Wochen hat sich ausgezahlt! Meine offizielle Zeit von 1:11:15 Stunden war nicht nur schneller als „grob geplant“, sondern auch ein Ergebnis, auf das ich stolz sein kann. Es ist immer wieder erstaunlich, welche Energien man freisetzen kann, wenn die Umgebung so inspirierend ist.

Top-Organisation, die begeistert

Ein großes Lob geht auch an die Organisation des Reschenseelaufs. Von der Startnummernausgabe bis zur Zielverpflegung – alles war wie immer top organisiert. Es ist diese Liebe zum Detail, die den Reschenseelauf zu einem Event macht, das man jedem passionierten Läufer nur wärmstens empfehlen kann. Man spürt einfach, dass hier erfahrene Hände am Werk sind, die wissen, was Läuferherzen höherschlagen lässt.

Ein funkelndes Finale

Der krönende Abschluss jedes Jubiläums beim Reschenseelaufs ist das Feuerwerk, und auch dieses Jahr war es wieder spektakulär. Die farbenfrohen Lichter, die den Nachthimmel über dem Reschensee erleuchteten, waren ein perfekter Ausklang für diesen besonderen Abend. Auch wenn es nach der Siegerehrung etwas spät wurde, war das Warten definitiv lohnenswert.

Der Reschenseelauf ist mehr als nur ein Rennen – er ist ein Erlebnis. Die Kombination aus sportlicher Herausforderung, atemberaubender Naturkulisse und der einzigartigen Nachtstimmung macht ihn zu einem Pflichttermin für alle, die das Laufen lieben. Ich freue mich schon auf das nächste Mal!

 

 

Seiser Alm Halbmarathon: Ein unvergessliches Lauferlebnis in den Dolomiten

Der Seiser Alm Halbmarathon war zweifellos das sportliche Highlight des Sommerurlaubs – und weit mehr als nur ein Lauf. Es war ein intensives Naturerlebnis, das sowohl körperlich als auch mental gefordert und gleichzeitig inspiriert hat.

Bereits am Start war spürbar: Dies ist kein gewöhnlicher Halbmarathon. Die Seiser Alm – Europas größte Hochalm – beeindruckte mit einer spektakulären Kulisse, frischer Bergluft und einem Panorama, das man so schnell nicht vergisst. Die Strecke führte durch weitläufige Wiesen, schattige Wälder und vorbei an traditionellen Almhütten – stets begleitet vom majestätischen Anblick der Dolomiten.

Die 21,1 Kilometer verlangten einiges ab. Über 600 Höhenmeter machten die Strecke anspruchsvoll, aber auch abwechslungsreich. Die Anstrengung wurde dabei stets durch die Schönheit der Landschaft ausgeglichen: das Läuten der Kuhglocken, die Stille der Natur, der Duft von frischem Gras – all das machte jeden Kilometer zu einem besonderen Moment.

Was den Seiser Alm Halbmarathon besonders auszeichnet, ist die Atmosphäre. Entlang der Strecke feuerten Zuschauer an, es gab aufmunternde Zurufe, freundliche Gesichter und eine fast familiäre Stimmung, die motivierte, weiterzulaufen – auch wenn die Beine schwer wurden.

Nach dem Lauf war Erholung angesagt. In einem der gemütlichen Cafés auf der Alm gab es noch Kaffee und ein Kaltgetränk – mit Blick auf die umliegenden Gipfel und einem Gefühl tiefster Zufriedenheit. Hier wurde noch einmal deutlich: Dieser Halbmarathon war kein Wettkampf wie jeder andere, sondern ein Erlebnis, das lange in Erinnerung bleiben wird.

Der Seiser Alm Halbmarathon verbindet sportliche Herausforderung mit einzigartiger Natur. Wer das Besondere sucht und sich selbst etwas Gutes tun möchte, findet hier die perfekte Kombination aus Bewegung, Landschaft und alpinem Lebensgefühl.

 

 

Erfahrungen aus 3 Marathons – Zeiten, Verbesserungen, Training, Vorbereitung

Für viele ist der Marathon die Königsdisziplin des Ausdauersports – für mich wurde er zu einer ganz persönlichen Herausforderung. Es geht nicht nur um 42,195 Kilometer, sondern um das, was davor, währenddessen und danach passiert: die Disziplin im Training, die mentale Stärke im Rennen und das Gefühl im Ziel. In diesem Beitrag möchte ich meine Erfahrungen aus drei Marathons teilen – von Rückschlägen über Fortschritte bis hin zu echten Erfolgserlebnissen. Vielleicht ist auch für dich etwas dabei – als Motivation, Inspiration oder einfach als ehrlicher Einblick in das, was es heißt, Marathonläufer zu sein.

Wie alles begann: Mein erster Marathon 2021 in Berlin

2021 kam der Startschuss – buchstäblich. Über Adidas gewann ich überraschend einen Startplatz für den Berlin-Marathon. Bis dahin war Halbmarathon mein Limit, aber das Abenteuer Marathon reizte mich sofort.

Ohne große Lauferfahrung über 42,195 km und mit einem Online-Trainingsplan im Gepäck peilte ich 3:45 Stunden an. Der Plan ging bis Kilometer 30 ziemlich gut auf – doch dann kam der berüchtigte „Mann mit dem Hammer“. Plötzliche Krämpfe zwangen mich zu zwei kurzen Stopps. Dennoch kämpfte ich mich in 4:07:20 ins Ziel. Und trotz Schmerzen war klar: Das war nicht mein letzter Marathon.

Marathon Nummer zwei: 2024 in Regensburg – strukturiertes Training wirkt

Ziel war klar: Sub 3:45. Diesmal ging ich es professioneller an. Mit Hilfe der Diamonds Aichach und einem strukturierten Trainingsplan trainierte ich über Monate hinweg gezielt auf den Wettkampf hin.

Regelmäßige Longruns, gezieltes Intervalltraining und vor allem eine kluge Belastungssteuerung zahlten sich aus: In Regensburg lief ich 3:35:15 – ganze 32 Minuten schneller als in Berlin. Das Gefühl im Ziel? Unbezahlbar. Der Plan hatte funktioniert.

Marathon Nummer drei: 2025 – ambitioniert, aber realistisch

Ein Jahr später wollte ich noch mehr. Mein Ziel war die magische 3:20-Marke. Das Training wurde intensiver – wieder mit Plan, wieder mit Fokus. Beim Halbmarathon in Ingolstadt merkte ich aber: Es könnte knapp werden.

Am Marathontag selbst war es heiß. Sehr heiß. Ich passte meine Taktik etwas an, lief kontrolliert – und kam in 3:27:57 ins Ziel. Sub 3:20 war es nicht, aber eine klare Verbesserung um fast 8 Minuten zum Vorjahr. Und: Ich war zufrieden. Auch weil ich wusste, dass ich an meine aktuelle Grenze gegangen war.

Was ich gelernt habe – meine wichtigsten Erkenntnisse

✅ Training schlägt Talent
2021 verließ ich mich zu sehr auf meine Grundfitness – das reichte nicht. 2024 und 2025 war das Training strukturiert, zielgerichtet und langfristig aufgebaut – mit messbarem Erfolg.

✅ Die richtigen Reize setzen
Intervalle, lange Läufe, aber auch ausreichend Regeneration – der Trainingsplan der Diamonds Aichach war ausgewogen und sinnvoll aufgebaut. Wer besser werden will, braucht klare Struktur.

✅ Realistische Ziele helfen beim Durchhalten
Der Unterschied zwischen „ambitioniert“ und „überambitioniert“ ist schmal. 2025 war grenzwertig – ich habe daraus gelernt, meine Form realistisch einzuschätzen und dennoch das Maximum herauszuholen.

✅ Es macht einfach Spaß
Trotz aller Zeiten und Analysen: Jeder Lauf war ein Erlebnis. Die Atmosphäre, das Training, das Gefühl im Ziel – unbezahlbar. Das motiviert mich weiterzumachen.

Fazit – Wo geht die Reise hin?

Drei Marathons. Drei verschiedene Erfahrungen. Aber ein roter Faden: Kontinuität, Struktur und Leidenschaft führen zu echter Verbesserung. Ich bin gespannt, was noch kommt – die 3:20 habe ich jedenfalls noch nicht abgeschrieben.