Road to Munich 2026: Die ersten 4 Wochen im Kasten – Der Einstiegsblock
Der Startschuss ist gefallen! Die ersten vier Wochen meines 16-wöchigen Marathon-Trainingsplans liegen hinter mir. Wer denkt, dass der Einstieg im Juni ein lockerer Spaziergang wird, der hat die bayerische Sommerhitze und den Pollenflug unterschätzt. Zwischen schweißtreibenden Intervallen am Limit, vergessenen Sprints und verlagerten Läufen in die frühen Morgenstunden war in diesem ersten Block wirklich alles dabei. Hier ist mein ehrlicher Rückblick auf die ersten vier Wochen – mit allen Höhen, Tiefen und den nötigen Anpassungen.
Woche 1: Hitzeschlacht zum Auftakt
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Wochenkilometer: 44 km
Die erste Woche startete direkt mit einer Hitzewoche hier bei uns in Bayern. Das hieß von Tag eins an: Flexibilität war gefragt. Auf dem Plan standen eigentlich 8 x 1000m Intervalle in 4:30 min/km. Bei den Temperaturen war das absolut utopisch. Ich musste den Einstieg anpassen und habe mich langsam gesteigert: von 4:50 über 4:40 bis auf 4:30 min/km. Den allerletzten Intervall musste ich dann allerdings hitzebedingt streichen – Vernunft geht vor.
Der ruhige 60-minütige GA1-Lauf bei einer Pace von 6:00 min/km war trotz der Wärme machbar, allerdings habe ich vor lauter Hitze-Trance die 5x 100m Steigerungssprints am Ende glatt vergessen. Auch der erste lange Dauerlauf über 20 km stand an und forderte mental wie physisch alles ab. Ein echter Kaltstart in die Vorbereitung!
Woche 2: Rhythmus finden und Wecker stellen
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Wochenkilometer: 59 km
In der zweiten Woche lief es kilometertechnisch schon deutlich runder, auch wenn die Hitze blieb. Die 4 x 2000m Intervalle in 4:40 min/km gingen gut von den Beinen. Auch der 60-minütige GA1-Lauf (Pace 6:00 min/km) war vollkommen in Ordnung – und ja, die 5x 100m Sprints habe ich schon wieder vergessen. Da muss ich wohl noch an meiner Routine arbeiten.
Als zweite Qualitätseinheit der Woche standen 3 x 3000m in 4:50 min/km an, was erstaunlich gut klappte. Die wichtigste Erkenntnis der Woche betraf jedoch den langen Dauerlauf (22 km, 6:00er Pace): Den habe ich kurzerhand in die frühen Morgenstunden verlegt. Beste Entscheidung überhaupt, um der Mittagssonne zu entkommen!
Woche 3: Höhenmeter und Solo-Wettkampf
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Wochenkilometer: 67 km
Der Peak des ersten Blocks. Bei den Intervallen stand ein Klassiker an: 10 x 800m in 4:20 min/km. Die Beine waren gut, allerdings habe ich mich im Kopf wohl etwas verzählt und aus Versehen nur 8 statt 10 Wiederholungen absolviert. Kann passieren! Dafür liefen die beiden 60-minütigen GA1-Läufe (Pace 6:00 min/km) trotz anhaltender Hitze super – und dieses Mal endlich inklusive der 5x 100m Sprints.
Statt des offiziellen Aichacher Stadtlaufs habe ich diese Woche einen 6 km Trainingswettkampf alleine absolviert. Mit einer Zeit von 28 Minuten (etwas schneller als das geplante Marathontempo) war ich super zufrieden. Der lange Dauerlauf führte mich über 25 km – wieder früh morgens, exakt in einer 6:00er Pace. Das Besondere diesmal: Knappe 300 Höhenmeter haben den Lauf zu einer echten Kraft-Ausdauer-Einheit gemacht.
Woche 4: Entlastung und Allergie-Bremse
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Wochenkilometer: 37 km
Die vierte Woche war als klassische Regenerations- und Ausklingwoche geplant, um dem Körper Zeit zur Anpassung zu geben. Leider kam zu den Trainingsvorgaben noch ein ungebetener Gast hinzu: allergisches Asthma. Das machte die Einheiten spürbar zäher. Die Intervall-Pyramide (1-2-3-2-1 km) war extrem herausfordernd. Gerade bei den abschließenden schneller werdenden 2- und 1-km-Blöcken ging mir die Puste aus und ich konnte sie nicht mehr ganz sauber ins Ziel bringen.
Ein echtes Highlight war der ruhige 60-Minuten-GA1-Lauf (Pace 6:00 min/km): Den habe ich während der Arbeitszeit im Büro mit einem Kollegen direkt an der Donau absolviert – inklusive der 5x 100m Sprints. Ein perfekter Lauf! Der anschließende 60-minütige GA2-Lauf (Pace 5:20 min/km, mit 5x 100m Sprints) war wegen des Asthmas allerdings wieder ein harter Kampf.
Fazit: Das Fundament steht
Wenn ich die ersten 4 von insgesamt 16 Wochen Revue passieren lasse, bin ich absolut zufrieden. Das Fundament ist gelegt, und die Umfänge haben trotz der schwierigen äußeren Bedingungen gepasst. Die sommerliche Hitze und das allergische Asthma haben mich zwar gezwungen, hier und da kleinere Anpassungen vorzunehmen und Einheiten in den kühlen Morgen zu verlegen, aber genau das gehört zu einer realistischen Marathon-Vorbereitung dazu. Der Plan funktioniert, die Formkurve zeigt nach oben, und die Sprints vergesse ich im nächsten Block hoffentlich auch nicht mehr so oft!
Auf in die nächste Wochen des Trainingsplans!






















