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Archiv für die Kategorie: On Tour

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Sommer am Kiez: Unantastbar bringt den Augsburger Asphalt zum Glühen

25. Juli 2026/0 Kommentare/in On Tour/von Reinhard Eidelsburger

Ein wehmütiger, aber verdammt lautstarker Abend liegt hinter uns. Am 18. Juli 2026 hieß es beim Sommer am Kiez in Augsburg: Vollgas für den Endspurt. Das Konzert war für uns gleich in doppelter Hinsicht ein emotionaler Meilenstein. Zum einen läuten Unantastbar damit so langsam ihre angekündigte kreative Pause ein. Zum anderen war es das vorerst letzte Konzert auf dem gewohnten Gelände des Sommer am Kiez, da der Platz umgebaut wird und die Zukunft der Location aktuell noch in den Sternen steht. Umso intensiver war die Stimmung im Publikum, als Artefuckt und Unantastbar die Bühne enterten.

Artefuckt: Der perfekte Einheizer mit Herz und Härte

Als Support-Act machten Artefuckt von der ersten Sekunde an klar, dass sie nicht nur zum Händeschütteln gekommen sind. Mit ihrem ehrlichen, geradlinigen Deutschrock trafen sie genau den Nerv der Augsburger Crowd. Die Jungs lieferten ein Set voller Energie, das die perfekte Brücke zwischen harten Riffs und mitsingbaren Hymnen schlug. Wer die Band kennt, weiß, dass hier viel Herzblut im Spiel ist. Sie haben die Menge ordentlich auf Betriebstemperatur gebracht und bewiesen, dass sie völlig zu Recht auf dieser Bühne stehen. Ein absolut gelungener Auftakt, der Bock auf mehr machte.

Unantastbar: 22 Jahre Rock ’n‘ Roll und pure Emotion

Dann schlug die Stunde für die Südtiroler Punkrock-Institution. Seit nunmehr 22 Jahren stehen Unantastbar für eine unvergleichbare Attitüde: ehrlich, rotzig, kritisch, aber eben auch mit ganz viel Mut zu Gefühl. Das merkte man jedem einzelnen Song an. Die aus dem Leben gegriffenen Texte über Freiheit und die Flucht vor dem System wurden vom Kiez lautstark zurückbejubelt. Mitreißende Gitarren-Riffs und eine authentische Performance zeigten mal wieder, warum die Band im deutschsprachigen Raum eine absolute Bank ist. Da es eines ihrer letzten Konzerte vor der Pause war, gaben Musiker und Fans alles – die Luft brannte förmlich vor Energie und Emotionen.

Fazit

Dieser Abend in Augsburg wird im Gedächtnis bleiben. Die Mischung aus der Abschiedsstimmung des Festivalgeländes und der bevorstehenden Pause von Unantastbar hat dem Konzert eine ganz besondere, fast schon intime Note verliehen. Für uns war das allerdings nur das Warm-up: Den endgültigen Abschluss vor der kreativen Pause der Südtiroler werden wir uns auf dem bandeigenen „Gegen die Stille“-Festival in ihrer Heimat Sterzing geben. Augsburg hat auf jeden Fall gezeigt, wie Rock ’n‘ Roll gelebt wird. Danke für den Abriss!

 

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2026/07/Sommer-am-Kiez-2026-Unantastbar-PXL_20260718_195602337.jpg 1000 1328 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2026-07-25 10:35:512026-07-19 10:54:42Sommer am Kiez: Unantastbar bringt den Augsburger Asphalt zum Glühen

AlpenFlair & Trailrunning: Zwischen Festival-Bühne und Südtiroler Singletrails

4. Juli 2026/0 Kommentare/in On Tour/von Reinhard Eidelsburger

Was passiert, wenn man die staubigen Running-Schuhe einpackt, die Playlist gegen Live-Gitarren tauscht und eine Woche im Juni im wunderschönen Südtirol verbringt? Es entsteht eine hochexplosive Mischung aus Adrenalin, Höhenmetern und Festival-Vibe. Vom 15. bis 21. Juni 2026 hieß es für mich: Tagsüber die Trails rund um Natz-Schabs rocken und abends vor der AlpenFlair-Bühne Vollgas geben.

Hier ist mein Rückblick auf eine intensive Woche zwischen Bergidyll und Bassgewitter.

Die Trails: Laufschuhe statt Festival-Stiefel

Bevor die Amps aufgedreht wurden – und auch mal als perfekter Katerkiller am Vormittag – ging es raus auf die Strecken. Südtirol bietet einfach die perfekte Kulisse für knackige Trailruns. Drei Touren haben es diese Woche auf meine Komoot-Liste geschafft:

  • Knackige Kehren Runde von Laugen (17 km bis zur Burg Rodenegg): Eine anspruchsvolle Runde, die ordentlich Körner gekostet hat, aber mit Singletrails vom Feinsten und dem genialen Ausblick auf die historische Burg belohnt wurde.
  • Brunnen Schabs Runde von Natz (10 km): Die perfekte Distanz, um geschmeidig im Flow zu bleiben und die wunderschöne Landschaft des Hochplateaus zu genießen.
  • Blick auf die Rienzschlucht (6 km): Eine kürzere, aber optisch beeindruckende Runde mit einem spektakulären Tiefblick auf den wilden Fluss Rienza.

Festival-Auftakt: Die Warm-Up-Party in Natz (17.06.2026)

Das Festival startete wie gewohnt mit der legendären Warm-Up-Party direkt in Natz. Die Vorfreude war riesig, das Wetter spielte mit und die Stimmung war von der ersten Sekunde an absolut elektrisierend.

  • Sitting Bull: Mit ihrem ehrlichen, handgemachten Rock sorgten sie direkt für die richtige Betriebstemperatur im Publikum.
  • Steinhart: Die Jungs brachten mit ihrem kraftvollen Deutschrock die Menge ein erstes Mal so richtig zum Kochen.

AlpenFlair Tag 1 (18.06.2026)

Der erste offizielle Festivaltag lieferte direkt ein Kontrastprogramm, das von heimatverbundenen Klängen bis zu brachialem Metal reichte.

  • AMPEX: Satter, moderner Deutschrock aus dem Herzen des Ruhrpotts, der sofort nach vorne ging.
  • Die Jung Puschtara: Lokale Volksmusik-Power, die bewies, dass Tradition und Partystimmung perfekt zusammenpassen.
  • Mountain Crew: Die „Woidboys“ aus Österreich brachten mit ihren energiegeladenen Party-Hits das gesamte Areal zum Springen.
  • Melrose Avenue: Mitreißender Pop-Punk, der sofort für gute Laune und Festival-Feeling sorgte.
  • Philipp Burger: Der Lokalmatador lieferte eine facettenreiche und stimmungsvolle Show mit seinen Solo-Tracks.
  • Mike One: Drückende Beats und moderne Klänge, die das Publikum bestens für die Headliner anheizten.
  • Eisbrecher: Brachiale Neue Deutsche Härte mit messerscharfen Riffs und der gewohnt gewaltigen Bühnenpräsenz von Alex Wesselsky.
  • Ice Nine Kills: Ein theatralisches Metalcore-Feuerwerk der Extraklasse, das die Bühne in eine cineastische Horror-Show verwandelte.

AlpenFlair Tag 2 (19.06.2026)

Der Freitag stand im Zeichen von großen Emotionen, Legenden und echtem Punkrock.

  • Drunken Swallows: Schnörkelloser, energiegeladener Punkrock von der Ostsee, der direkt ins Ohr ging.
  • Lansdowne: Kraftvoller Alternative Rock aus den USA, der mit fetten Hooks und internationalem Flair überzeugte.
  • Willkuer: Authentischer Streetrock, der mit ehrlichen Texten und harter Kante die Massen mitriss.
  • Kastelruther Spatzen: Die absoluten Helden des volkstümlichen Schlagers sorgten für einen emotionalen Gänsehaut-Moment auf dem Hochplateau.
  • Peter Maffay: Eine lebende Legende auf der Bühne, der mit seinen zeitlosen Rock-Klassikern Generationen vereinte.
  • Unantastbar: Südtiroler Punkrock par excellence – laut, rotzig und vom Publikum lautstark mitgesungen.

AlpenFlair Tag 3 (20.06.2026)

Das große Finale brachte noch einmal alles, was das AlpenFlair ausmacht: Von Abriss-Rock bis hin zu epischen Hymnen.

  • Schlussakkord: Melodischer Deutschrock mit Tiefgang, der den perfekten Startschuss für den letzten Tag lieferte.
  • Kremer: Harte Riffs und ehrliche Worte, die ohne Umwege direkt in die Gehörgänge knallten.
  • Tim Toupet: Mallorca-Feeling pur in den Bergen – absolute Partyeskalation und kollektives Mitsingen war programmiert.
  • Goitzsche Front: Schnörkelloser, kraftvoller Deutschrock aus Bitterfeld, der die Menge ordentlich in Bewegung brachte.
  • Lakeview: Ein cooler Mix aus Country-Vibe und rockigen Klängen, der frischen Wind auf das Festivalgelände brachte.
  • Fäaschtbänkler: Die Schweizer Ausnahmemusiker rissen mit ihrem genialen Mix aus Pop, Rock und Blasmusik die Hütte komplett ab.
  • Frei.Wild: Als krönender Abschluss lieferten die Jungs ein gigantisches Heimspiel ab, das den Natzer Apfelhügel erzittern ließ.

Sight-Seeing & Verpflegung: Das Drumherum

Wenn man schon mal in der Region ist, gehört ein bisschen Kultur natürlich dazu. Ein Ausflug ins nahegelegene Brixen stand auf dem Programm: Die historische Altstadt mit ihren engen Gassen und dem Dom ist immer einen Besuch wert. Mehr Zeit blieb zwischen den Trail-Kilometern und den Konzert-Sprints dann allerdings auch nicht.

In Sachen Verpflegung war es die bewährte Mischung: Tagsüber wurde sich im lokalen Supermarkt in Natz mit den Basics eingedeckt. Für ein echtes kulinarisches Highlight sorgten die diversen Lokale vor Ort – besonders die Pizza im Goldenen Apfel ist absolut empfehlenswert. Abends gab es dann die klassische, unkomplizierte Festival-Verpflegung direkt auf dem Gelände.

Fazit: Akkus voll, Beine müde – Auf in die Marathon-Vorbereitung!

Es war eine geniale Woche voller Kontraste. Die Kombination aus anspruchsvollen Höhenmetern am Vormittag und ausgelassener Festivalstimmung bis tief in die Nacht verlangt dem Körper einiges ab, macht aber unglaublich Bock.

Das AlpenFlair 2026 war der perfekte, laute Abschluss einer entspannten Phase. Ab jetzt wird der Fokus wieder komplett verschoben, denn die Trail-Schuhe haben nur den Vorgeschmack geliefert: Der Startschuss für die strukturierte Marathon-Vorbereitung ist hiermit offiziell gefallen!

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2026/07/AlpenFlair-Frei.Wild-PXL_20260620_215458221.MP_.jpg 1000 1328 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2026-07-04 10:34:392026-06-23 13:04:35AlpenFlair & Trailrunning: Zwischen Festival-Bühne und Südtiroler Singletrails

Sommer am Kiez: Kanonenfieber bittet zum ohrenbetäubenden Appel

15. Juni 2026/0 Kommentare/in On Tour/von Reinhard Eidelsburger

Der Sommer am Kiez in Augsburg ist bekannt für seine gelungene Mischung aus Open-Air-Feeling und erbarmungsloser Live-Energie. Doch was sich am 12. Juni 2026 auf dem Helmut-Haller-Platz abspielte, sprengte den gewohnten Rahmen. Mit Kanonenfieber stand eine der am heißesten diskutierten und gleichzeitig faszinierendsten Bands der extremen Metal-Szene auf der Bühne. Wenn du live dabei warst, klingeln dir vermutlich jetzt noch die Ohren – und du hast ein Stück Zeitgeschichte miterlebt, das unter die Haut ging.

Blackened Death Metal trifft auf die Brutalität der Geschichte

Wer Kanonenfieber nur von der Platte kennt, war vielleicht auf die schiere Wucht der Live-Performance nicht vorbereitet. Die Band servierte einen kompromisslosen Mix aus Black Metal und Death Metal – messerscharfe Riffs, donnernde Blastbeats und die absolut brachialen Vocals von Frontmann „Noise“.

Das Besondere an Kanonenfieber ist jedoch das visuelle und thematische Gesamtkonzept. Die Bühne in Augsburg verwandelte sich in ein düsteres Szenario, das an die Schützengräben des Ersten Weltkriegs erinnerte. Die Musiker traten maskiert und in historischen Uniformen auf. Diese bewusste Inszenierung sorgt für eine beklemmende Atmosphäre, die perfekt mit der Musik harmoniert: Sie transportiert die Kälte, den Schmerz und die Sinnlosigkeit des Krieges direkt ins Publikum.

Zwischen Kunst, Geschichte und Kontroverse

Gerade wegen dieses extremen Konzepts wird die Band im Netz und in der Szene immer wieder heiß diskutiert. Ist Kanonenfieber umstritten? Ja, durchaus. Wer sich nicht intensiv mit den Texten auseinandersetzt, könnte auf den ersten Blick eine Verherrlichung des Krieges vermuten. Doch das Gegenteil ist der Fall.

Hinter dem Projekt steckt Mastermind „Noise“, der einen tiefen historischen Hintergrund in seine Arbeit einfließen lässt. Die Songtexte basieren fast ausschließlich auf echten Briefen, Tagebucheinträgen und Dokumenten von Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg. Noise betreibt hier akribische historische Recherche. Die Intention ist ganz klar anti-militaristisch und pazifistisch: Es geht darum, das Grauen der Geschichte ungeschönt aufzuzeigen, um Mahnung und Gedenken – verpackt in ein absolut intensives Metal-Gewand. In Augsburg wurde dieser schmale Grat zwischen Kunst und Realität meisterhaft getroffen. Das Publikum feierte die Musik, zollte aber gleichzeitig der Ernsthaftigkeit des Themas Respekt.

Fazit: Ein akustisches und visuelles Gewitter

Kanonenfieber hat beim Sommer am Kiez bewiesen, dass extremer Metal mehr sein kann als nur stumpfe Provokation. Der Auftritt in Augsburg war ein ohrenbetäubender, bildgewaltiger Appell gegen das Vergessen. Wer an diesem Abend vor der Bühne stand, bekam nicht nur technisch erstklassigen Blackened Death Metal um die Ohren gehauen, sondern auch eine geschichtliche Lehrstunde, die noch lange nachwirkt. Ein absolut denkwürdiges Konzert, das gezeigt hat, wie intensiv Live-Musik im Jahr 2026 sein kann.

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2026/06/Kanonenfieber-Sommer-am-Kiez-PXL_20260612_194739484.jpg 1000 1328 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2026-06-15 10:33:102026-06-14 16:21:23Sommer am Kiez: Kanonenfieber bittet zum ohrenbetäubenden Appel

Gipfelstürmer unter sich: Woid & Connect Wandern im wilden Kaisergebirge

23. Mai 2026/0 Kommentare/in On Tour/von Reinhard Eidelsburger

Das Kaisergebirge in Tirol ist eine Legende unter Bergsteigern – rau, imposant und wunderschön. Wenn sich 18 motivierte Outdoor-Begeisterte aus der „Woid & Connect“-Community zusammenfinden, um gemeinsam die Gipfel zu stürmen, ist eines garantiert: Ein Wochenende voller Höhenmeter, technischer Herausforderungen und einer Gruppendynamik, die selbst steilste Aufstiege zum Vergnügen macht. Das Wetter hätte uns nicht besser gesinnt sein können – strahlender Sonnenschein von der ersten bis zur letzten Minute begleitete unsere Frühlingstour Anfang Mai.

Tag 1: Der Einzug ins Herz des Kaisers

Pünktlich um 07:30 Uhr starteten wir mit Wanderern aus verschiedenen Ortsteilen. Unser Ziel: Der Parkplatz Kaisertal in Kufstein. Gegen 10:00 Uhr hieß es dann: Rucksäcke schultern und ab in Richtung Anton-Karg-Haus. Der Zustieg über ca. 8,5 Kilometer bot den perfekten Warm-up für die kommenden Tage. Nach etwa drei Stunden erreichten wir die Hütte, pünktlich zum wohlverdienten Mittagessen.

Eigentlich stand für den Nachmittag noch die Runde auf den Stripsenkopf (8,5 km, 980 hm) auf dem Plan. Doch manchmal fordert der Berg Flexibilität. Da die große Runde zeitlich nicht mehr ganz drin war, teilten wir uns auf: Eine kleinere Gruppe startete eine Erkundungstour in der näheren Umgebung, um das Gelände zu sondieren und die ersten Ausblicke auf die markanten Felswände zu genießen.

Tag 2: Planänderung und Gipfelglück auf der Pyramidenspitze

Der Samstag sollte technisch anspruchsvoll werden. Geplant war die „Königsetappe“ über den Kaiserschützensteig zur Ellmauer Halt. Doch die Bedingungen am Berg machten uns einen Strich durch die Rechnung: Der Kaiserschützensteig war nicht passierbar. Sicherheit geht vor – also disponierten wir um. Während ein Teil der Gruppe auf einen Übungsklettersteig auswich, zog es den Rest von uns zur Pyramidenspitze.

Mit 14 Kilometern und satten 1.500 Höhenmetern war dies kein Spaziergang. Der Aufstieg verlangte uns einiges ab, doch die Belohnung am Gipfel war jeden Tropfen Schweiß wert. Ein grandioser Fernblick und das Gefühl, gemeinsam als Team oben zu stehen, machten diesen Tag zum absoluten Highlight.

Tag 3: Abschied über den Bettelsteig

Nach einem gemütlichen Frühstück am Sonntagmorgen bereiteten wir uns auf den Rückweg vor. Wir wählten den Abstieg über den Bettelsteig im Kaiser-Südmassiv. Diese Route bot noch einmal alles, was das Wanderherz begehrt: Alpine Pfade, ca. 14 Kilometer Strecke und ein stetiges Auf und Ab (730 hm Aufstieg), bevor wir schließlich über den Lift wieder die Zivilisation erreichten.

Fazit: Drei Tage, eine Mission

Hinter uns liegen 36 Kilometer, rund 3.000 Höhenmeter und 14 Stunden reine Wanderzeit. Das Fazit fällt eindeutig aus: Bestes Wetter, eine super Stimmung in der 18-köpfigen Gruppe und die Erkenntnis, dass Flexibilität am Berg genauso wichtig ist wie Kondition. Woid & Connect hat mal wieder bewiesen, dass Technik, Sport und Gemeinschaft die beste Kombination für unvergessliche Erlebnisse sind.

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2026/05/Kaisergebirge-Tag-2-PXL_20260502_130140576.MP_.jpg 1333 1000 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2026-05-23 10:19:102026-05-04 12:45:17Gipfelstürmer unter sich: Woid & Connect Wandern im wilden Kaisergebirge

Thrash-Inferno im Zenith: Kreator krönten die „Krushers of the World“ Tour in München

2. Mai 2026/0 Kommentare/in On Tour/von Reinhard Eidelsburger

Was für ein Abend! Das Münchner Zenith bebte am 11. April 2026, als die Titanen des deutschen Thrash Metal, Kreator, die Bühne stürmten. Für alle, die es hart, schnell und technisch präzise mögen – und das sind wir Technik-Nerds und Sport-Enthusiasten ja bekanntlich – war dieser Abend ein Fest. Mit ihrem brandneuen 16. Studioalbum „Krushers of the World“ im Gepäck lieferten Mille Petrozza und seine Crew den größten Abriss ihrer bisherigen Karriere. Maximale Energie, komplexe Riffs und ein Moshpit, der jede Cardio-Einheit in den Schatten stellte, standen auf dem Programm.

Das erlebten wir im Zenith

Das neue Album „Krushers of the World“ hatte bereits am 16. Januar 2026 eingeschlagen wie eine Bombe, doch die Live-Umsetzung übertraf alle Erwartungen. Tracks wie „Seven Serpents“ oder das epische „Tränenpalast“ (mit Britta Görtz als Gast) bewiesen eindrucksvoll, dass Kreator auch nach vier Jahrzehnten die Messlatte für technisches Songwriting und brachiale Gewalt immer noch ein Stück höher legen konnten. Die Band spielte diese neuen Hymnen mit einer Präzision und Leidenschaft, die atemberaubend war.

Das Line-up für den Abend im Zenith war ein wahres Who-is-Who der Metal-Geschichte und ließ keine Wünsche offen:

  • Nails: Sie sorgten mit ihrer kompromisslosen Härte für den ultimativen Adrenalinkick und heizten dem Publikum ordentlich ein
  • Exodus: Die Bay-Area-Legenden bewiesen, dass sie den Begriff „Thrash“ nicht nur mitgeprägt haben, sondern auch heute noch leben
  • Carcass: Die Meister des Melodic Death Metal zeigten, warum sie zu den einflussreichsten Bands ihres Genres gehören
  • Kreator: Die Headliner lieferten mit ihrer bisher größten Tour-Produktion eine Show ab, die man so schnell nicht vergessen wird. Lichtshow, Pyrotechnik – alles war perfekt inszeniert

Die industrielle Architektur der ehemaligen Eisenbahnhalle, des Zenith, bot die perfekte Kulisse für diesen „Metal-Chaos“-Abend. Trotz der Herausforderungen, die eine Halle dieser Größenordnung für die Tontechniker birgt, war der Sound High-End und sorgte für ein beeindruckendes Klangerlebnis.

Fazit

Der 11. April 2026 war ein unvergesslicher Abend. Es war kein gewöhnliches Konzert, sondern eine Demonstration von Ausdauer, technischer Perfektion und purer Leidenschaft für den Metal. Ich war vor Ort, habe die Atmosphäre aufgesaugt und hier auch ein paar Einblicke mit eigenen Fotos und einem tiefen Einblick in die Setlist und das beeindruckende Staging. Meine Nackenmuskulatur hat noch einiges zu verarbeiten, aber es war jede Schweißperle wert!

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2026/05/Kreator-im-Zenith-PXL_20260411_205313844.MP_.jpg 1000 1328 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2026-05-02 10:13:072026-04-12 14:33:51Thrash-Inferno im Zenith: Kreator krönten die „Krushers of the World“ Tour in München

Ostern am Eibsee – Wandern am Fuße der Zugspitze

18. April 2026/0 Kommentare/in On Tour/von Reinhard Eidelsburger

Ein langes Feiertagswochenende steht vor der Tür, das Wetterbericht verspricht Sonne – was macht man da? Genau, raus in die Natur. Aber man ist ja nicht der Einzige mit dieser Idee. Unsere Befürchtung war groß: Werden wir uns den Eibsee mit gefühlt halb Deutschland teilen müssen? Die Sorge war berechtigt, denn der See in Grainau bei Garmisch-Partenkirchen ist längst kein Geheimtipp mehr. Aber Spoiler vorab: Die Entscheidung, es trotzdem zu wagen, war goldrichtig.

Der Eibsee-Rundweg: Wo Bayern zur Karibik wird

Wir haben uns den Klassiker vorgenommen: Den Eibsee-Rundweg. Oft wird er als der schönste Flachland-Wanderweg in den Alpen direkt am Fuße der Zugspitze bezeichnet. Und weißt du was? Das ist keine Übertreibung.

Hier sind die Fakten zum Weg:

  • Charakter: Die Runde ist ca. 7,5 Kilometer lang.
  • Anspruch: Fast komplett eben. Man überwindet auf der gesamten Strecke gerade einmal rund 100 Höhenmeter. Das macht ihn auch für sportliche Einsteiger oder einen entspannten Erholungslauf perfekt.
  • Erreichbarkeit: Der Weg ist ganzjährig begehbar und (was wichtig für die Planung ist) auch am Montag 24 Stunden geöffnet.

Das absolute Highlight ist aber nicht der Weg selbst, sondern das, was du links und rechts davon siehst. Das Wasser hat diesen unwirklichen, türkisfarbenen Ton, der dem Begriff „bayerisches Karibikwasser“ alle Ehre macht. Wenn du dort stehst, das kristallklare Wasser vor dir und den direkten, Blick auf die Waxensteine und die imposante Nordwand der Zugspitze über dir – das ist Alpen-Feeling pur.

Ja, es waren viele Leute da. Ostern und gutes Wetter sind eine starke Kombination. Aber dadurch, dass der Rundweg breit genug ist und sich die Menschenmenge auf den 7,5 Kilometern verteilt, konnten wir die Natur trotzdem genießen und unsere Fotos machen, ohne dass ständig jemand durchs Bild lief.

Fazit: Ein Muss für jeden Alpen-Fan

Wenn du noch nie am Eibsee warst, solltest du ihn unbedingt auf deine Liste setzen. Er ist technisch nicht anspruchsvoll, aber landschaftlich absolute Weltklasse. Der Mix aus dem karibisch anmutenden Wasser und dem massiven Fels der Zugspitze ist einzigartig. Auch wenn man sich darauf einstellen muss, dass man an Feiertagen nicht allein ist, lohnt sich der Eibsee-Rundweg für jeden, der Berge und Wasser liebt. Wir haben den Osterausflug auf jeden Fall nicht bereut.

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2026/04/Eibsee-an-Ostern-PXL_20260406_082157021.MP_.jpg 1000 1328 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2026-04-18 10:20:572026-04-12 14:30:18Ostern am Eibsee – Wandern am Fuße der Zugspitze

Nepal-Tour-Tagebuch (Teil 3): Bilder, die Bände sprechen

11. April 2026/0 Kommentare/in On Tour/von Reinhard Eidelsburger

Das Hochgebirge in Nepal lässt sich nur schwer in Worte fassen. Die schiere Größe, die Intensität des Lichts und die raue Schönheit der Landschaft muss man einfach sehen. Genau deshalb möchte ich in diesem dritten Teil meines Nepal-Tour-Tagebuchs weniger schreiben und stattdessen die Bilder sprechen lassen.

Ich habe für dich die besten und eindrücklichsten Fotos unserer Tour zusammengestellt. Diese Aufnahmen fangen die Magie des Himalayas, die Anstrengung des Aufstiegs und die Begegnungen mit der faszinierenden Kultur Nepals ein.

Worte können die Faszination einer Nepal-Tour nur ansatzweise beschreiben. Die Bilder fangen die Emotionen und die Schönheit dieses einzigartigen Abenteuers viel besser ein. Ich hoffe, diese visuelle Reise durch den Himalaya hat dir gefallen und vielleicht sogar Lust auf dein eigenes Abenteuer geweckt.

Hier geht’s zu den besten Fotos der Nepal Tour

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https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2026/03/Nepal-3-PXL_20260228_022947480.jpg 1000 1328 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2026-04-11 10:11:352026-03-22 11:17:35Nepal-Tour-Tagebuch (Teil 3): Bilder, die Bände sprechen

Nepal-Tour-Tagebuch (Teil 2): Von Kathmandu in die Berge – Meine wichtigsten Erfahrungen nach der Wanderung

21. März 2026/0 Kommentare/in On Tour/von Reinhard Eidelsburger

Namaste! Wenn du diesen Blog liest, spielst du wahrscheinlich mit dem Gedanken, einen der legendärsten Trekking-Routen der Welt anzugehen: den Annapurna Circuit. Ich habe mich dieser Herausforderung im Februar und März 2026 gestellt und kann dir eines vorwegnehmen: Es war eine der intensivsten, härtesten und gleichzeitig schönsten Erfahrungen meines Lebens.

Für uns technisch und sportlich affine Wanderer ist der Circuit ein absolutes Highlight. Aber er verzeiht keine Fehler, besonders nicht bei der Vorbereitung und der Höhenanpassung. In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf meine Route, teile meine harten Fakten und sage dir ehrlich, was ich beim nächsten Mal anders machen würde – Stichwort: Rucksackgewicht und Blasen!

Die Anreise: Ab ins Marsiandi-Tal

Das Abenteuer beginnt nicht erst beim ersten Schritt der Wanderung, sondern schon bei der Anreise. Von Kathmandu aus ging es für uns mit dem lokalen Bus nach Besishahar. Hier ein kleiner Pro-Tipp vorab: Plane viel Zeit für den Verkehr und die lokalen Busse ein. Die Straßenverhältnisse sind abenteuerlich und Baustellen sind an der Tagesordnung. Von Besishahar aus haben wir uns dann mit dem Jeep weiter ins Marsiandi-Tal vorgearbeitet, um den eigentlichen Trek zu starten.

Mein Trekking-Tagebuch: 119 Kilometer voller Kontraste

Hier sind die nackten Zahlen meiner Tour. Ab dem 25.02. hat sich unsere Gruppe übrigens aufgeteilt – ein Teil ging Wandern, der andere widmete sich dem Sightseeing (dazu unten mehr). Ich war natürlich in der Wander-Truppe.

Die Akklimatisierung und der Weg nach oben

  • Tag 01 (22.02.26): Von Dankyu nach Chame
    • Distanz: 12,36 km
    • Zeit: 03:36:03 Std.
    • Ein guter Einstieg, um reinzukommen.
  • Tag 02 (23.02.26): Von Chame nach Lower Pisang
    • Distanz: 14,81 km
    • Zeit: 04:11:52 Std.
    • Highlight: Wir knacken die 3.000-Meter-Marke!
  • Tag 03 (24.02.26): Von Lower Pisang nach Manang
    • Distanz: 16,05 km
    • Zeit: 04:45:12 Std.
  • Tag 04 (25.02.26): Manang (Akklimatisierungstag)
    • Route: Braga, Ice Lake, Manang
    • Distanz: 13,35 km
    • Zeit: 06:31:23 Std.
    • Learning: Aufstieg bis auf 4.600 Meter. Die Höhe ist real. Ich habe in dieser Nacht ganz schlecht geschlafen. Unterschätze niemals die Akklimatisierung.
  • Tag 05 (26.02.26): Von Manang über Khangsar nach Thorong Pedi
    • Distanz: 16,52 km
    • Zeit: 07:17:24 Std.
    • Upsi: Wir haben uns etwas verlaufen und die Route ungeplant über Khangsar „verlängert“. Eigentlich ist das eine 2-Tages-Tour. Aber gut, so gab es ein paar extra Höhenmeter.
  • Tag 06 (27.02.26): Von Yak Kharka nach Thorong Pedi
    • Distanz: 07,16 km
    • Zeit: 03:40:02 Std.
    • Kurze Etappe, aber die Nacht war wieder hart. Wegen der Höhe ganz schlecht geschlafen.

Die Königsetappe: Thorong La Pass (5.416m)

  • Tag 07 (28.02.26): Von Thorong Pedi über den Pass nach Muktinath
    • Distanz: 16,15 km
    • Zeit: 09:48:48 Std.
    • Der härteste Tag. Start am Morgen bei knackigen -20 Grad. Thorong High Camp liegt auf 4.800 Metern. Am Pass selbst auf 5.416 Metern herrschte extrem starker Wind. Ich bin fast eingefroren, aber das Gefühl, oben zu stehen, ist unbeschreiblich. Danach folgte ein brutaler Abstieg von 1.750 Höhenmetern nach Muktinath, der heiligen Stadt der Hindus.

Entspannung und der Poon Hill

Nach dem harten Pass haben wir die Route von Muktinath nach Tatopani mit dem Jeep etwas „optimiert“. Tatopani bedeutet heißes Wasser, und die heißen Quellen dort waren genau das Richtige, um die müden Knochen zu relaxen.

  • Tag 08 (02.03.26): Von Chitre nach Ghorepani
    • Distanz: 03,23 km
    • Zeit: 01:32:52 Std.
    • Ein krasser Landschaftswechsel: Wir wanderten durch Urwald und Rhododendren, aber Vorsicht: Es warten viele Treppenstufen auf dich.
  • Tag 08 (02.03.26): Ghorepani & Poon Hill
    • Distanz: 02,60 km
    • Zeit: 01:04:49 Std.
    • Ich war gleich zweimal auf dem Poon Hill Aussichtspunkt (3.210 Meter) – einmal zum Testen und einmal für den perfekten Sonnenaufgang. Es lohnt sich!
  • Tag 09 (03.03.26): Von Ghorepani über Poon Hill nach Ulleri
    • Distanz: 16,91 km
    • Zeit: 05:41:46 Std.
    • Der berüchtigte Ghorepani-Pass. Wieder unzählige Stufen, dieses Mal steil bergab.

Die Trekking-Bilanz in Zahlen (ohne Spaziergänge)

  • Gesamtstrecke: 119,14 km
  • Höhenmeter Aufstieg: 4798,22 hm
  • Höhenmeter Abstieg: 1758,11 hm (Anmerkung: Die Jeep-Fahrt hat hier die Statistik „optimiert“ 😉 )
  • Gesamtzeit: 48:10:11 Std. reinste Wanderzeit.

Dazu kamen noch ein paar „Bonus-Kilometer“ durch Spaziergänge vor dem Abendessen, Stadtplatzrunden in Ghorepani und den Besuch im Elephant Breeding Center (Tag 10, 05.05.26, 9,41 km). Insgesamt also eine solide sportliche Leistung!

Sightseeing: Kultur pur in Nepal

Man reist nicht nach Nepal, ohne die Kultur aufzusaugen. Unsere Sightseeing-Gruppe (und ich im Anschluss an den Trek) haben sich diese Highlights nicht entgehen lassen.

In und um Kathmandu

  • Boudhanath Stupa: Einer der größten Tempel der Welt und ein spirituelles Zentrum.
  • Hanumandhoka Durbar Square: Der alte Königsplatz und UNESCO-Weltkulturerbe.
  • Swayambhu Tempel (Affentempel): Tolle Aussicht über die Stadt, aber pass auf deine Sachen auf – die Affen sind frech!
  • Budhailkanta: Der schlafende Vishnu, eine beeindruckende Statue aus 5 Tonnen Basalt.
  • Pashupatinath Tempel: Ein sehr heiliger Hindu-Tempel am Bagmati-Fluss. Hier finden Leichenverbrennungen statt, was sehr eindrücklich ist. Man trifft dort auch viele Sadhus.
  • Lalitpur (Patan): Eine weitere Königsstadt mit wunderschönen buddhistischen Tempeln.
  • Bhaktapur: Die dritte Königsstadt, bekannt für den Durbar Square, Dattatraya und den Pottery Square.

Außerhalb der Hauptstadt

  • Phewa-See in Pokhara: Perfekt zum Entspannen nach dem Trek.
  • Chitwan Nationalpark: Hier haben wir Elefanten-Reiten gemacht und das Breeding Center besucht.

Meine ehrlichen Learnings & Tipps für dich (Die „Allgemeines“-Sektion)

Das ist wohl der wichtigste Teil für dich, wenn du den Trek planst. Hier sind meine ungeschönten Erfahrungen.

1. Ausrüstung & Gewicht (Mein größter Fehler!)

  • Viel zu viel Kleidung: Ich hatte definitiv bestimmt 5 kg zu viel Gepäck dabei. Besonders die Kleidung für extrem kaltes Wetter habe ich kaum gebraucht. Überlege dir jeden Layer genau.
  • Laufkleidung? Spar es dir! Entweder geht sie kaputt, es gibt keine Wege zum Laufen oder der Smog ist zu stark. Ich habe sie nicht genutzt.
  • Blasen-Alarm! Ich hatte jede Menge Blasen an den Füßen. Das war schmerzhaft und unnötig. Bereite dich besser vor: Teste deine Socken, deine Schuhe und vor allem die richtige Schnürung lange vor dem Abflug.

2. Planung vor Ort vs. Vorab-Buchung

  • Bloß nicht vorplanen! Wanderungen in dieser Höhe sind unberechenbar. Du weißt nie, wie du die Höhe verträgst, wie das Wetter wird oder ob du dich verläufst (so wie wir). Bleib flexibel.
  • Lodges und Hotels: Auch diese musst du nicht vorplanen. Es gibt genug Unterkünfte am Wegesrand, und die Qualität steigt meist mit dem Preis.
  • Permits: Vergiss auf keinen Fall die notwendigen Permits für die Annapurna-Region! Die werden an Checkpoints kontrolliert.
  • Guide? Ein lokaler Guide ist nur in Ausnahmefällen notwendig, da wir lokale Unterstützung hatten, ging es gut ohne. Aber für Neulinge kann er sehr hilfreich sein.

3. Reisezeit & Bedingungen

  • Februar / März ist ideal. Es sind wenig Touristen unterwegs, du hast die Wege oft für dich. Aber Achtung: Sei vorsichtig mit Schnee und Eis, besonders an den Pässen.

4. Alternativen in der Region

  • Es gibt unzählige Routen. Eine weitere Alternative wäre der New Lalupate Trail.
  • Der Tilichosee ist auch beliebt, war aber bei uns leider gefroren.
  • Das Annapurna-Basecamp ist eine Option, wobei ich glaube, dass das Mount Everest Basecamp vielleicht sogar die bessere Alternative ist, wenn man schon mal da ist.

5. Das Geld & die „Medizin“

  • Bier ist teuer! Wir haben festgestellt, dass Bier teurer ist als Essen. Gut ein Drittel unserer Kosten ging für Getränke drauf.
  • Die „lokale Medizin“: Na ja, wir hatten etwas viel Bier, Kukri (Rum) und lokale Medizin. Ob das bei der Höhe geholfen hat, wage ich zu bezweifeln, aber es war gesellig.

Fazit

Der Annapurna Circuit war hart, aber jede Sekunde wert. Die Daten zeigen, dass es eine sportliche Herausforderung ist, aber die mentalen Hürden (Schlafmangel in der Höhe, Kälte) sind fast noch größer. Wenn du flexibel planst, dein Rucksackgewicht drastisch reduzierst (glaub mir, 5kg weniger machen einen Unterschied!), deine Füße gut pflegst und die Akklimatisierung ernst nimmst, wirst du ein unvergessliches Abenteuer erleben. Nepal, ich komme wieder – aber mit leichterem Gepäck!

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2026/03/Nepal-2-PXL_20260228_032809890.MP_.jpg 1000 1333 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2026-03-21 10:39:342026-03-15 17:04:09Nepal-Tour-Tagebuch (Teil 2): Von Kathmandu in die Berge – Meine wichtigsten Erfahrungen nach der Wanderung

Nepal-Tour-Tagebuch (Teil 1): Erste Eindrücke, Infos und praktische Tipps direkt aus Nepal

28. Februar 2026/0 Kommentare/in On Tour/von Reinhard Eidelsburger
 

Ich bin endlich in Nepal angekommen und die ersten Eindrücke sind einfach überwältigend! Seit dem 18. Februar tauche ich hier in eine völlig neue Welt ein und kann es kaum erwarten, meine Erlebnisse, erste Learnings und praktische Tipps direkt aus dem Herzen des Himalayas mit euch zu teilen.

Der Einstieg in dieses Abenteuer hätte kaum intensiver sein können: Kathmandu empfing mich mit einer Reizüberflutung aus hupenden Motoren, bunten Gebetsfahnen und dem unverkennbaren Duft von Gewürzen und Abgasen. Inmitten dieses Trubels folgte der Schock – eines unserer Handys war weg. Was als kurzer Moment der Unachtsamkeit begann und sich schnell als Diebstahl herausstellte, nahm jedoch eine fast schon wunderbare Wendung, als wir es durch die Google-Funktion „Mein Gerät finden“ tatsächlich zurückerhielten. Mit dieser Erleichterung im Gepäck tauschte ich das Chaos der Hauptstadt gegen die Enge eines Local-Busses nach Besisahar. Die rüttelnde Fahrt war der perfekte Übergang, bevor ich schließlich die ersten Schritte auf dem Trail setzte. Mittlerweile liegt der Lärm der Zivilisation hinter uns, die Luft wird merklich kühler und während der Pfad sich langsam nach oben windet, spüren wir mit jedem Höhenmeter, wie die majestätische Ruhe der Berge den Stress der Ankunft ablöst.

Mit dem richtigen Team unterwegs: Freunde, die Berge und mehr als nur Guides

Eines der wichtigsten Dinge, um eine Reise wie diese zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen, ist das richtige Team. Ich habe das große Glück, mit einer erfahrenen Wandergruppe unterwegs zu sein. Aber es ist mehr als das: Die Organisatoren vor Ort sind seit Jahrzehnten enge Freunde. Das schafft eine Vertrauensbasis und eine persönliche Note, die weit über das Übliche hinausgeht. Man merkt, dass hier nicht nur eine Tour abgewickelt wird, sondern dass Leidenschaft, lokale Expertise und eine tiefe Verbundenheit zur Region im Vordergrund stehen. Das gibt mir von Anfang an ein super Gefühl und nimmt viele Sorgen ab.

Die Anreise: So findet ihr den Weg ins Himalaya

Die Reise nach Nepal ist für viele schon ein kleines Abenteuer. Bei der Flugsuche achte ich persönlich immer auf eine gute Balance zwischen Preis und geringer Umstiegsdauer, denn wer will schon ewig am Flughafen festhängen? Für uns ging es mit Turkish Airlines über einen komfortablen Umstieg in Ankara direkt nach Kathmandu. Eine gute Wahl, wie sich herausstellte! Die Flüge waren angenehm und der Umstieg reibungslos. Es lohnt sich definitiv, verschiedene Optionen zu vergleichen und auch auf die Erfahrungen anderer Reisender zu hören.

Online bleiben im Himalaya: NTC ist dein Freund in den Bergen

Auch wenn man in den Bergen die Natur genießen und abschalten will, ist es doch beruhigend, im Notfall oder für kurze Updates online sein zu können. Nach ausführlicher Recherche und Empfehlungen vor Ort haben wir uns für eine SIM-Karte von Ncell entschieden. Ob das wirklich stimmt, wird sich in den nächsten Tagen zeigen, aber es ist ein wichtiger Tipp für alle, die auch auf Trekkingtouren erreichbar sein wollen. Eine lokale SIM-Karte ist hier definitiv die günstigste und zuverlässigste Variante.

Unsere geplante Route: Vor dem Trek erst mal ankommen

Bevor es richtig in die Höhe geht, nehmen wir uns ein paar Tage Zeit zur Akklimatisierung und für etwas Sightseeing in Kathmandu. Die Stadt ist ein faszinierendes Gewimmel aus Kultur, Geschichte und quirligem Leben – perfekt, um anzukommen und die ersten Eindrücke zu sammeln.

Danach startet unser eigentlicher Trek! Wir haben eine spannende Route geplant, die uns durch einige der schönsten Landschaften Nepals führen wird. Die genauen Etappen und die Dauer der Tour werde ich euch im zweiten Teil meines Tagebuchs detaillierter vorstellen, wenn alles fix ist und ich die Erlebnisse frisch im Kopf habe. Was ich aber schon verraten kann: Ich habe unsere grobe Idee bereits in Komoot digitalisiert, um später den Überblick zu behalten. Ruhetage zur Akklimatisierung sind selbstverständlich eingeplant und essenziell für ein sicheres Bergerlebnis.

Fazit: Das Abenteuer hat gerade erst begonnen!

Die ersten Tage in Nepal waren schon jetzt voller neuer Eindrücke und Vorfreude auf das, was kommt. Mit einem erfahrenen Team, einer gut geplanten (wenn auch noch nicht finalisierten) Route und der richtigen Vorbereitung fühle ich mich bestens gerüstet für die Herausforderungen und Wunder, die der Himalaya bereithält. Bleibt dran für den zweiten Teil meines Tour-Tagebuchs, in dem ich detaillierter auf die Erlebnisse auf dem Trek, die Landschaften und natürlich die gesammelten Fotos eingehen werde, sobald ich wieder zu Hause bin.

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2026/02/pxl_20260222_0329368667247780238675223353.jpg 2000 1506 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2026-02-28 10:38:342026-02-22 12:10:19Nepal-Tour-Tagebuch (Teil 1): Erste Eindrücke, Infos und praktische Tipps direkt aus Nepal

Schweden: Polarlichter über Jokkmokk – Die magische Aurora Borealis hautnah erleben

7. Februar 2026/0 Kommentare/in On Tour/von Reinhard Eidelsburger

Stell dir vor, der Himmel tanzt in Farben, die du noch nie zuvor gesehen hast. Grüne Schleier, violette Wellen und manchmal sogar rote Explosionen erhellen die dunkle Winternacht. Dieses atemberaubende Spektakel nennen wir Aurora Borealis, oder schlicht Polarlichter. Doch wie entsteht diese Magie überhaupt? Ganz einfach: Unsere Sonne schleudert ständig geladene Teilchen, den sogenannten Sonnenwind, ins All. Treffen diese Teilchen auf das Magnetfeld der Erde, werden sie zu den Polen hin abgelenkt. Dort kollidieren sie mit Gasmolekülen in unserer Atmosphäre. Bei diesen Kollisionen geben die Gasmoleküle Energie in Form von Licht ab – und genau das sehen wir als Polarlichter. Die Farben variieren je nach Art des Gases und der Höhe, in der die Kollision stattfindet. Sauerstoff erzeugt meist das typische Grün, Stickstoff sorgt für Violett- und Rottöne.

Die Faszination des ersten Abends in Jokkmokk

Am 3. Januar 2026 war es soweit: Wir waren in Jokkmokk, Schweden, und die Vorfreude auf die Polarlichter war riesig. Obwohl der KP-Wert, der die Stärke der geomagnetischen Aktivität und somit die Wahrscheinlichkeit für Polarlichter angibt, an diesem Abend eher gering war, wurden wir gleich am ersten Abend belohnt! Es war eine unglaubliche Erfahrung, die grünen Lichter am Himmel tanzen zu sehen. Wir hatten noch nicht einmal die Kamera ausgepackt, kein Stativ aufgebaut – einfach das Handy gezückt und draufgehalten. Ohne manuellen Modus oder besondere Einstellungen. Manchmal braucht man einfach nur Glück, und das hatten wir an diesem Abend in Hülle und Fülle. Auch am 5. Januar 2026 hatten wir noch einmal das Vergnügen, die Aurora Borealis in der Nähe unseres Hotels zu bestaunen.

Polarlichter fotografieren – Tipps für dein Handy und deine Kamera

Polarlichter zu sehen ist ein Erlebnis, sie festzuhalten eine Kunst für sich. Wir haben es selbst erlebt: Bei eisigen Temperaturen war es einfach zu kalt, um die große Kamera mit Stativ und all dem Zubehör aufzubauen. Doch auch mit dem Handy kannst du beeindruckende Ergebnisse erzielen, wenn du ein paar Dinge beachtest:

  • Handy-Fotografie:
    • Nachtmodus: Viele moderne Smartphones haben einen dedizierten Nachtmodus, der längere Belichtungszeiten ermöglicht. Aktiviere diesen unbedingt.
    • Stativ oder stabile Unterlage: Auch wenn es kalt ist, versuche, dein Handy so stabil wie möglich zu halten oder auf einer festen Oberfläche abzulegen. Jede Erschütterung führt zu unscharfen Bildern.
    • Manueller Modus (falls vorhanden): Wenn dein Handy einen manuellen oder Pro-Modus hat, experimentiere mit den Einstellungen. Eine Belichtungszeit von 10-30 Sekunden, ein hoher ISO-Wert (z.B. 800-3200) und ein Fokus auf Unendlich sind gute Ausgangspunkte.
    • Weitwinkel: Nutze den Weitwinkelobjektiv deines Handys, um möglichst viel vom Himmel einzufangen.
  • Kamera-Fotografie (für die Mutigen):
    • Stativ: Absolut unerlässlich! Ohne Stativ sind Langzeitbelichtungen unmöglich.
    • Weitwinkelobjektiv: Ein Objektiv mit einer Brennweite von 14-24mm ist ideal, um die Weite des Himmels einzufangen.
    • Große Blende: Eine Offenblende von f/2.8 oder größer lässt viel Licht auf den Sensor und ermöglicht kürzere Belichtungszeiten.
    • Manueller Modus: Stelle deine Kamera auf manuellen Modus ein.
    • ISO: Beginne mit ISO 800-1600 und passe ihn bei Bedarf an. Je höher der ISO, desto mehr Bildrauschen.
    • Belichtungszeit: Starte mit 15-30 Sekunden. Bei einer sehr starken Aurora kannst du auch kürzere Zeiten wählen.
    • Fokus: Stelle den Fokus manuell auf Unendlich ein. Am besten machst du das tagsüber oder fokussierst auf einen weit entfernten Stern.
    • Fernauslöser oder Selbstauslöser: Verwende einen Fernauslöser oder den 2-Sekunden-Selbstauslöser, um Erschütterungen beim Auslösen zu vermeiden.
    • Ersatzakkus: Kälte entlädt Akkus viel schneller. Hab immer genug Ersatzakkus dabei!

Unsere Sichtungen in Jokkmokk

Wir hatten das Glück, die Polarlichter direkt in der Nähe unseres Hotels in Jokkmokk, Schweden, zu sehen. Die dunkle Umgebung und die klare Winterluft boten die perfekte Kulisse für dieses Naturspektakel. Es war ein unvergesslicher Anblick, wie die Lichter über den schneebedeckten Bäumen tanzten und den Nachthimmel in ein magisches Farbenmeer tauchten.

Fazit

Die Polarlichter über Jokkmokk zu erleben, war ein absolutes Highlight unserer Schwedenreise. Es zeigt, dass man nicht immer die perfekte Ausrüstung oder die höchsten KP-Werte braucht, um von diesem Wunder der Natur verzaubert zu werden. Manchmal reicht einfach ein bisschen Glück, ein offenes Herz für die Schönheit der Welt und ein Handy, um diesen magischen Moment festzuhalten. Wenn du die Chance hast, die Aurora Borealis zu sehen, nutze sie! Es ist ein Erlebnis, das du niemals vergessen wirst.

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2026/02/Schweden-Polarlichter-PXL_20260102_192914613.jpg 1000 1328 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2026-02-07 10:35:302026-03-15 17:06:16Schweden: Polarlichter über Jokkmokk – Die magische Aurora Borealis hautnah erleben
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