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Archiv für die Kategorie: On Tour

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Road to Munich 2026: Der Tag der Wahrheit – Zielgerade & Marathon-Fazit (Wochen 13 – 16)

17. Oktober 2026/0 Kommentare/in Laufen, On Tour/von Reinhard Eidelsburger

16 Wochen intensiver Vorbereitung, hunderte Kilometer in den Beinen und unzählige Stunden der Planung liegen hinter mir. Die Reise „Road to Munich 2026“ neigt sich dem Ende zu und erreicht ihren absoluten Höhepunkt. In den letzten vier Wochen ging es darum, die Form auf den Punkt zu bringen, durch den Tapering-Prozess die nötige Frische zu tanken (so zumindest die Theorie) und am Tag der Wahrheit auf der Schotter- und Asphaltstrecke Münchens alles abzurufen.

War die Jagd nach der Wunschzeit von 3:20 Stunden erfolgreich? Wie haben sich der Karlsfeld Halbmarathon und der finale 35-km-Lauf angefühlt? Hier ist mein ausführlicher Erfahrungsbericht zum großen Finale!

Woche 13: Verschobener Long-Run & Formtest in Karlsfeld

Die drittletzte harten Vorbereitungswoche startete direkt etwas holprig. Der geplante Long-Run musste vom Sonntag auf den Montag verschoben werden. Zusammen mit einer gewissen Vorbelastung vom Wandern war dieser Lauf extrem hart für die Beine.

Dafür liefen die Tempoeinheiten unter der Woche überraschend gut:

  • Dienstag: 5 x 1.600 Meter Steigerungslauf (Pace: 4:40, 4:30, 4:20, 4:10) – lief erstaunlich flüssig
  • Grundlagenläufe: 60 Min. GA1 sowie 30 Min. GA1 (jeweils mit 5 knackigen Sprints am Ende) – solide abgehakt

Am Sonntag stand der Karlsfeld Halbmarathon auf dem Programm. Die Bedingungen waren fantastisch: tolles Wetter und eine super Strecke. Mit einer Zeit von 1:38:44 h war ich zügig unterwegs, allerdings hat es knapp nicht für eine neue persönliche Bestzeit (PB) gereicht. Das hat im ersten Moment mental etwas an der Motivation gekratzt, gehört im Laufsport aber eben auch dazu.

Woche 14: Der finale 35-km-Lauf

In Woche 14 stand noch einmal Qualität auf dem Trainingsplan:

  • Intervalle: 8 x 1.000 Meter in 4:20 Min/km mit Trabpausen – lief nach Plan
  • Lockerer Aufbau: 60 Min. GA1 (5:40) & 60 Min. GA2 (5:00), jeweils garniert mit 5 Endbeschleunigungen

Das Hauptaugenmerk lag jedoch auf dem letzten langen Lauf über 35 km. Die ersten 23 km spulte ich in einer kontrollierten Pace von 5:45 ab, die letzten 12 km erhöhte ich das Tempo auf 4:40 Min/km. Das Wetter spielte perfekt mit – kühl und trocken. Das Lauf war stark, aber 12 km mit Endbeschleunigung schneller als Marathonpace sind nicht ohne.

Woche 15: Tapering – Wo bleibt die Erholung?

In Woche 15 ging es langsam ans Reduzieren des Umfangs, um Körner für den Wettkampftag zu sparen:

  • Intervalle: 15 x 400 Meter in knackigen 4:10 Min/km
  • Laufeinheiten: 60 Min. GA1 mit Sprints & 10 km Tempolauf in 4:35 Min/km

Ein altbekanntes Phänomen stellt sich beim Tapering immer wieder ein: Von der sprichwörtlichen Frische oder der tiefen Erholung merke ich im Training gefühlt nie etwas – die Beine wirken trotz reduzierten Kilometern weiterhin schwer!

Woche 16: München Marathon – Der Tag der Wahrheit

Die Finalwoche vor dem Startschuss! Die Beine fühlten sich bei den letzten Vorbereitungseinheiten (5 x 1.000m in 4:35, 45 Min. GA2 und 30 Min. GA1) immer noch recht gewöhnlich an – Tapering-Magie Fehlanzeige!

Am Sonntag hieß es dann: München Marathon – 42,195 Kilometer.

Ich habe von Beginn an versucht, das Ziel von 3:20 Stunden anzupeilen. Über die Distanz forderte der Kurs wie gewohnt alles. Am Ende blieb die Uhr bei 3:23:30 Stunden stehen. Auch wenn die 3:20er-Marke damit ganz knapp verfehlt wurde, überwiegt der Stolz: Es ist eine neue persönliche Bestzeit und eine deutliche Steigerung um ca. 4,5 Minuten im Vergleich zu meinem letzten Marathon in München!

Fazit

Eine 16-wöchige Marathonvorbereitung ist ein gewaltiges Projekt. Sie verlangt extrem viel zeitliche Flexibilität, eiserne Disziplin und strukturiertes Durchsetzungsvermögen.

Auch wenn das Traumziel von 3:20 Stunden um dreieinhalb Minuten verfehlt wurde, bin ich mit der Endzeit von 3:23:30 h mehr als zufrieden! Eine Steigerung von 4,5 Minuten auf diesem Niveau zeigt, dass das harte Training Früchte getragen hat.

Und wie heißt es so schön? Nach dem Marathon ist vor dem Marathon! Regeneration genießen – und dann geht es direkt an die sportliche Planung für 2027!

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2026/10/Marathon-Muenchen-2026-Gemini_Generated_Image_lboon1lboon1lboo-PXL_20261011_102926437.jpg 1195 896 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2026-10-17 10:42:132026-10-11 16:27:59Road to Munich 2026: Der Tag der Wahrheit – Zielgerade & Marathon-Fazit (Wochen 13 – 16)

Spätsommer im Zillertal: Eine 3-Tages-Gipfeltour

10. Oktober 2026/0 Kommentare/in On Tour/von Reinhard Eidelsburger

Traumhaftes Bergwetter, markante Gipfel und urige Hüttenabende: Ein Spätsommerwochenende (vom 11. – 13.09.2026) in den Alpen gehört wohl zum Besten, was man als Bergbegeisterter erleben kann. Wenn die Sommerhitze im Tal nachlässt und die Fernsicht auf den Kammwegen glasklar wird, zieht es uns unaufhaltsam in die Höhe.

In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf unsere dreitägige Hochfügen-Rundtour im Zillertal. Von knackigen Anstiegen über Gipfelerfolge am Rastkogel und Kleinen Gilfert bis hin zur perfekten Hütteneinkehr – hier erfährst du alle Details, Routendaten und praktischen Tipps für deine eigene Mehrtagestour.

Vorbereitung & Routenplanung

Die Wettervorhersage war im Vorfeld etwas unsicher, weshalb wir spontan geblieben sind. Erst kurz vor dem Wochenende fiel die Entscheidung, als sich stabilstes Spätsommerwetter abzeichnete. Dank des Online-Portals Hut-Reservation konnten wir die Schlafplätze auf den Hütten extrem kurzfristig reservieren.

Wir waren zu zweit unterwegs. Die gesamte geplante Hochfügen-Rundtour umfasste ca. 35,6 Kilometer, 2.140 Höhenmeter im Aufstieg und eine reine Gehzeit von rund 14:15 Stunden. Die komplette Route kannst du dir im Detail auf Komoot anschauen.

Praktischer Park-Tipp für Hochfügen:

Das Parken für eine Mehrtagestour in Hochfügen ist denkbar unkompliziert: Ziehe am Parkautomaten einfach so viele Tagestickets, wie du Tage vor Ort bleibst (in unserem Fall für 3 Tage also 3 Tickets). Das Datum auf den Folge-Tickets kannst du einfach manuell auf die jeweiligen Folgetage abändern (Quelle: hochfuegenski.com).

Tag 1: Von Hochfügen zur Rastkogelhütte

  • Kennzahlen: ca. 7 km | 800 HM Aufstieg | 130 HM Abstieg | ca. 2,5 Std. Gehzeit

Am ersten Tag starteten wir am Nachmittag in Hochfügen. Der Aufstieg zur Rastkogelhütte eignet sich perfekt als Eingehtour für das Wochenende. Auf knapp 7 Kilometern schraubt man sich kontinuierlich nach oben und sammelt dabei die ersten 800 Höhenmeter. Oben angekommen, wurden wir mit einem fantastischen Panorama belohnt. Ein echter Glücksgriff: Wir hatten das Matratzenlager komplett für uns alleine, was den ersten Abend besonders entspannt gemacht hat.

Tag 2: Rastkogelhütte zur Weidener Hütte über Rastkogel & Halsspitze

  • Kennzahlen: ca. 12,5 km | 650 HM Aufstieg | 940 HM Abstieg | ca. 6 Std. Gehzeit

Der Königstag der Tour! Von der Rastkogelhütte ging es am Morgen direkt los in Richtung Rastkogel (2.762 m). Bei makellosem Spätsommerwetter bot der Gipfel eine beeindruckende Weitsicht über die Zillertaler Alpen. Weiter führte der Weg über die Halsspitze und über alpine Grat- und Kammwege hinab zur Weidener Hütte. Die Etappe verlangt mit ihren knapp 1.000 Höhenmetern im Abstieg etwas Oberschenkel-Schmalz, entschädigt aber auf jedem Meter durch grandiose Landschaftseindrücke.

Tag 3: Von der Weidener Hütte über den Bettlerweg und Kleinen Gilfert zurück nach Hochfügen

  • Kennzahlen: ca. 17 km | 860 HM Aufstieg | 1.200 HM Abstieg | ca. 5 Std. Gehzeit

Die Schlussetappe verlangte noch einmal Ausdauer: Über den malerischen Bettlerweg stiegen wir auf in Richtung Kleiner Gilfert (2.388 m). Der Weg zieht sich landschaftlich wunderschön durch die alpine Flora, bevor der finale Abstieg zurück nach Hochfügen ansteht. Nach rund 17 Kilometern und weiteren 1.200 Höhenmetern im Abstieg erreichten wir schließlich wieder unseren Ausgangspunkt – erschöpft, aber überglücklich.

Fazit

Eine absolut empfehlenswerte 3-Tages-Gipfeltour im Zillertal! Die Kombination aus aussichtsreichen Kammwegen, überschaubaren Tagesdistanzen und hervorragenden Hütten macht die Runde zu einem echten Highlight im Spätsommer.

Ein Verpflegungs-Tipp zum Schluss: Wir haben uns auf beiden Hütten für das Bergsteigeressen (über den Alpenverein) inklusive Frühstück entschieden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt absolut und die Portionen haben für unsere Energiereserven locker gereicht. Wer eine abwechslungsreiche und sportliche Rundtour im Zillertal sucht, wird hier definitiv fündig.

 

 

 

 

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2026/09/Hochfuegen-2-PXL_20260912_092523548.MP_.jpg 1328 1000 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2026-10-10 10:56:342026-09-20 16:05:22Spätsommer im Zillertal: Eine 3-Tages-Gipfeltour

No More Stadium Rock: Das Abschiedskonzert von Kissin’ Dynamite

26. September 2026/0 Kommentare/in Musik, On Tour/von Reinhard Eidelsburger

Wenn eine Ära zu Ende geht, schwingt immer eine gehörige Portion Wehmut mit – aber auch die Neugier auf das, was als Nächstes kommt. Am 19. September 2026 stand in der Ratiopharm Arena in Neu-Ulm ein ganz besonderer Abend auf dem Programm: Kissin’ Dynamite luden im Rahmen ihrer „The Big Goodbye“-Tour zum emotionalen Kräftemessen. Doch wer fürchtete, dass sich die schwäbischen High-Energy-Rocker komplett von den Bühnen dieser Welt verabschieden, durfte aufatmen: Es war kein Aus für die Band selbst, sondern ein geplanter Umbruch an der Front.

Der große Umbruch: Hannes Braun nimmt Abschied von der Bühne

Nach knapp 20 Jahren Bandgeschichte – seit der Gründung im Jahr 2007 – und mehr als 1.000 fulminanten Shows rund um den Globus zieht sich Frontmann Hannes Braun aus privaten Gründen aus dem Scheinwerferlicht zurück. Die gute Nachricht für alle Fans: Hannes bleibt der Band als Songwriter, Produzent und kreativer Kopf im Hintergrund erhalten. Der musikalische DNA-Stempel von Kissin’ Dynamite bleibt uns also glücklicherweise erhalten.

Ein echtes Highlight gab es bereits am Tag vor der Show: Ungeplant, aber umso gewaltiger, veröffentlichte die Band ihr neues, selbstbetiteltes Album „Kissin’ Dynamite“ als finales Studio-Set in der bisherigen Besetzung. Wer künftig das Mikrofon übernehmen wird, steht aktuell noch in den Sternen – die Band hüllt sich bzgl. der Nachfolge noch in Schweigen. Nach dem Abriss in Neu-Ulm stehen nur noch die allerletzten Shows mit Hannes in Hamburg und Köln an, bevor das neue Kapitel aufgeschlagen wird.

Die Location: Ratiopharm Arena Neu-Ulm im Check

Ein kurzer Blick auf die Rahmenbedingungen vor Ort: Die Ratiopharm Arena zeigte sich als solide Event-Location. Mit dem Auto ist die Halle hervorragend zu erreichen und auch die Parkplatzsituation entspannt. Beim Sound in der Halle schieden sich an diesem Abend etwas die Geister – je nach Standplatz schwankte das Klangbild zwischen druckvoll und ausbaufähig.

Ein deutlicher Kritikpunkt bleibt jedoch die Gastronomie vor Ort: Das System mit eigener Bezahl-App bzw. spezieller Guthabenkarte wirkt unnötig kompliziert und ist definitiv extrem optimierungsbedürftig. Das geht in anderen Arenen heutzutage deutlich geschmeidiger und kundenfreundlicher.

Volle Energie auf der Bühne: Gast-Features und Setlist-Highlights

Den Auftakt des Abends machten League of Distortion, die das Publikum ordentlich auf Betriebstemperatur brachten. Danach übernahmen Kissin’ Dynamite die Regie und feuerten ein zweistündiges Best-Of-Feuerwerk ab.

Besonders herauszuheben waren die Duette und Gastauftritte des Abends: Anna Brunner (Sängerin von League of Distortion) veredelte nicht nur die Hymne „Ecstasy“, sondern lieferte zusammen mit Hannes bei der Akustik-Version von „Lie for Me“ einen der Gänsehaut-Momente der Show. Für echte Metal-Power sorgte zudem Ralf Scheepers (Primal Fear), der bei der schwäbischen Heimat-Hymne „Steel of Swabia“ stimmlich ordentlich Briketts nachlegte.

Die komplette Setlist aus Neu-Ulm:

  1. I’ve Got the Fire
  2. DNA
  3. No One Dies a Virgin
  4. Only the Dead
  5. Heartattack
  6. Glory Days
  7. Ecstasy (feat. Anna Brunner)
  8. My Monster
  9. Out in the Rain
  10. I Salute You
  11. Love Me, Hate Me
  12. Flying Colours
  13. Heart of Stone
  14. Lie for Me (Acoustic feat. Anna Brunner)
  15. The Devil Is a Woman
  16. Steel of Swabia (feat. Ralf Scheepers)
  17. Raise Your Glass
  18. You’re Not Alone
  19. Not the End of the Road

Zugabe: 20. Coming Home 21. Six Feet Under 22. Good in Goodbye (Acoustic)

Fazit

Kissin’ Dynamite haben in Neu-Ulm eindrucksvoll bewiesen, dass sie als geschlossene Einheit auf der Bühne stehen. Der Abschied von Hannes Braun als Frontmann schmerzt zweifellos, doch die Band zeigt sich stark, geschlossen und voller Energie für das, was kommt. Mit Hannes im Hintergrund als kreativem Motor und der unbändigen Leidenschaft der verbleibenden Jungs steht der Bandgeschichte das nächste spannende Kapitel bevor. Wir warten gespannt auf die Verkündung des neuen Sängers und die nächsten Schritte – danke für fast 20 Jahre Arena-Rock an der Front, Hannes!

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2026/09/Kissin-Dynamite-PXL_20260919_180537630.jpg 1000 1328 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2026-09-26 10:41:492026-09-20 14:56:25No More Stadium Rock: Das Abschiedskonzert von Kissin’ Dynamite

Südtirol-Mix: Festivalstimmung bei Gegen die Stille & Urlaub in Canazei und Obernberg

5. September 2026/0 Kommentare/in On Tour/von Reinhard Eidelsburger

Drei Stationen, drei völlig unterschiedliche Ausprägungen: Wenn du Festival-Riffs mit Höhenmetern und gezieltem Marathon-Training kombinieren willst, ist dieser Trip die perfekte Blaupause. Vom rockigen Stadtplatz in Sterzing über die dramatische Dolomiten-Kulisse in Canazei bis hin zur ruhigen Bergwelt am Brenner – hier ist der Erfahrungsbericht zu einem vollgepackten Late-Summer-Trip.

Gegen die Stille 2026: Rock, Höhenmeter & Festival-Vibes in Sterzing (27. – 30.08.2026)

Basecamp aufgeschlagen in einer gemütlichen Pension in Sterzing: Das legendäre Festival Gegen die Stille ging in die vierte Runde! Vom 28. bis 29. August verwandelte sich die nördlichste Stadt Südtirols und der Sterzinger Hausberg Rosskopf in eine alpine Festival-Arena.

Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen besonderer Emotionen: Es war das letzte Konzert von Unantastbar vor ihrer Pause auf unbestimmte Zeit. Die Band verabschiedete sich mit Heimspiel-Atmosphäre gebührend von der Bühne. Ein absolutes Highlight gab es bereits am Freitagmittag: Das erste Unantastbar Akustik-Konzert überhaupt um 12:30 Uhr auf dem Rosskopf – ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis auf knapp 2.000 m Meereshöhe!

Dank der neu fertiggestellten, modernen Bergbahn auf den Rosskopf (die Seilbahnfahrt war komfortabel im Festival-Ticket enthalten) funktionierte das Zusammenspiel aus Tagesprogramm am Berg und Abendprogramm im Tal perfekt.

Das Programm & die Highlights im Überblick:

  • Freitag: Nach dem exklusiven Akustik-Auftakt am Berg ging es abends auf den Stadtplatz direkt unter den Zwölferturm. Ampex und The Headlines heizten dem Publikum ordentlich ein, bevor Danko Jones ein gewaltiges Abriss-Set ablieferte.
  • Samstag am Berg (Rosskopf): Ab 08:30 Uhr ging es mit der Bahn hoch. Tagsüber wanderte man von Hütte zu Hütte: Nach dem Meet & Greet an der Bergstation sprangen die Jungs von Dr. Tinnitus an der Furlhütte spontan für die ausgefallenen Ochmoneks ein. Über das Sterzingerhaus (Loud) und die Sternhütte (VIVA!) ging es weiter zur Bergstation (Jungfelder Böhmische), ehe MOS (Mit ohne Strom) den musikalischen Ausklang an der Talstation / Restaurant BIWAK übernahm.
  • Samstagabend auf dem Stadtplatz: Foiernacht und die Schuhplattler Stilfes-Trens brachten die Stimmung auf den Siedepunkt. Den krönenden und emotionalen Abschluss bildete schließlich der finale Auftritt von Unantastbar vor ihrer Pause.

Nach diesem intensiven Musik- und Höhenmeter-Doppelpack ging es am Sonntag weiter gen Süden nach Canazei.

Canazei: Dolomiten-Pässe, Trails & Regeneration (30.08. – 04.09.2026)

Nächster Stopp: Schlosshotel Dolomiti in Canazei. Der Fokus verlagerte sich hier spürbar in Richtung Regeneration und gezielter Einheiten für die Vorbereitung auf den bevorstehenden München Marathon.

Marathon-Training & Einheiten

Ein langer Marathon-Trainingsplan lässt sich auch im Urlaub nicht einfach pausieren. Das Training für München war größtenteils gut machbar, erforderte aber aufgrund der Topografie und der Straßenverhältnisse vor Ort ein paar Anpassungen (Intervall-Flachstücke muss man zwischen den Hängen aktiv suchen!).

Highlights & Wandern:

  • Pass Pordoi & Pass Fedaia: Spektakuläre Strassenverläufe rund um den Fedaia-See – rein optisch und sportlich ein absolutes Highlight
  • Basaltwasserfälle: Beeindruckende Wanderung direkt ab Canazei
  • Friedrich August Weg & Hütte: Gewaltige Blicke auf die Langkofelgruppe. Die berühmten Instagram-Krapfen haben wir diesmal bewusst links liegen gelassen – der Fokus lag auf den Trails!

Die Weiterreise führte uns schließlich über den geschwungenen Sella-Pass hinüber Richtung Nordtirol.

Obernberg am Brenner: Ruhige Höhenmeter & Revange am Lichtsee (04.09. – 08.09.2026)

Letzte Station der Reise: Das idyllische Obernberg am Brenner. Als Homebase diente eine Ferienwohnung im Almis Berghotel – wo wir spontan die Halbpension dazugebucht haben (Beste Entscheidung für den Nährstoff-Kick nach langen Läufen!). Die hoteleigene Sauna war die perfekte Regenerations-Spritze.

Die sportlichen Trail-Facts

  1. Lichtsee-Wanderung: Endlich Revanche! Beim letzten Winterbesuch musste die Tour wegen massiven Schneemassen abgebrochen werden. Diesmal klappte der Aufstieg problemlos. Mit knapp 800 Höhenmetern eine knackige, lohnende Tour.
  2. Obernberger See: Eine kombinierte Wander- und Laufrunde direkt zum See und weiter zur Steiner Alm.
  3. Marathon-Einheiten: Auch hier liefen die Vorbereitungskilometer für München solide durch – mit leichten Streckenanpassungen an die alpinen Gegebenheiten.

Fazit

Drei Stationen, drei völlig unterschiedliche Urlaubsvarianten: Vom lauten, energiegeladenen Festival-Wochenende in Sterzing über die beeindruckenden Felsmassive in Canazei bis hin zur absoluten Ruhe und Naturfokussierung am Obernberger See. Jede Etappe hatte ihre eigenen Besonderheiten – und trotz vollem Programm blieb genügend Raum für Kilometer auf den Laufschuhen und gezielte Regeneration.

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2026/09/Karer-See-und-Dolomiten-PXL_20260901_044754161.jpg 1328 1000 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2026-09-05 10:42:532026-09-06 10:31:16Südtirol-Mix: Festivalstimmung bei Gegen die Stille & Urlaub in Canazei und Obernberg

Gipfelstürmen im August: Heugstatt-Runde und Fellhorn-Gratwanderung

15. August 2026/0 Kommentare/in On Tour/von Reinhard Eidelsburger

Der August zeigt sich von seiner besten Seite: lange, sonnige Tage, knackige Höhenmeter und epische Ausblicke. Wenn du sportlich unterwegs bist und gerne technisch abwechslungsreiche Trails unter den Sohlen hast, zieht es dich bei diesem Wetter einfach raus in die Berge. In den ersten beiden Augustwochen standen bei mir zwei absolut fantastische Touren auf dem Programm: Erst eine hitzige Rundtour im schattigen Bayerischen Wald und danach ein beeindruckendes Allgäuer Grat-Abenteuer rund ums Fellhorn.

Hier erfährst du, wie die beiden Touren gelaufen sind, welche Highlights auf dich warten und warum Spontaneität beim Bergsteigen manchmal der beste Plan ist!

Tour 1: Woid & Connect Samstagsrunde – Über den Enzian zur Berghütte Schareben (01.08.2026)

Das erste August-Wochenende stand ganz im Zeichen des Bayerischen Walds. Bei angesagten Toptemperaturen war klar: Wir brauchen Schatten, Fließgewässer für eine kurze Abkühlung und eine urige Hütte für eine gescheite Einkehr.

Die Key-Facts der Tour

  • Strecke: ca. 18 km
  • Höhenmeter: ca. 660 hm
  • Dauer: ca. 6 Stunden
  • Ausgangspunkt: Parkplatz bei Bodenmais
  • GPS-Track: Komoot-Tour ansehen

Unterwegs im Schatten des Großen Arbers

Startpunkt war um 10:00 Uhr nahe Bodenmais. Das plätschernde Wasser des kleinen Bachs sorgte bei der sommerlichen Hitze für die perfekte Erfrischung, bevor der Anstieg durch die dichten Wälder so richtig losging.

Über die Gipfel von Enzian und Heugstatt schlängeln sich herrliche, technisch angenehme Pfade im Schatten des Großen Arbers. Die Mischung aus wurzeligen Waldtrails und ruhigen Abschnitten macht die Runde konditionell wie auch optisch zu einem Genuss.

Ein absolutes Pflichtziel auf dieser Runde ist die Berghütte Schareben: Hier gab es die wohlverdiente Stärkung mit deftiger Hüttenverpflegung und kühlen Getränken. Wer die Tour relaxed ausklingen lassen möchte, macht es wie wir: Nach der Tour ging es weiter mit Übernachtung in Straubing und einem ausgiebigen Sonntags-Brunch im Wenisch – der perfekte Ausklang für ein gelungenes Outdoor-Wochenende!

Tour 2: Flexibles Allgäu-Abenteuer – Von der Kanzelwandbahn zur Kuhgehrenspitze (08.08.2026)

Eigentlich war für das zweite Wochenende die große Allgäuer Fellhorn-Gratwanderung geplant. Der ursprüngliche Plan sah stramm aus: 17,5 km, 1.270 hm und eine reine Gehzeit von fast 8 Stunden.

Da die geplante Woid & Connect Runde nicht stattgefunden hat, haben wir kurzerhand haben umdisponiert: Die Bergbahnen öffnen erst um 08:30 Uhr, also haben wir die Tour auf eigene Faust und entspannter gestaltet.

Die Tourdaten der angepassten Variante

  • Strecke: ca. 10 km
  • Höhenmeter: ca. 650 hm
  • Dauer: ca. 4,5 Stunden
  • Ausgangspunkt: Bergbahn Riezlern / Kanzelwandbahn
  • GPS-Track der Ur-Idee: Komoot Fellhorn-Gratwanderung

Gratausblicke, Gulaschsuppe und Einkehr im Adlerhorst

Wir schwebten bequem mit der Kanzelwandbahn von Riezlern aus nach oben auf den Berg. Direkt an der Bergstation bot sich uns bereits das gewaltige Panorama der Allgäuer Alpen.

Nachdem wir uns den imposanten Fellhorn-Grat genauer angeschaut hatten, entschieden wir uns spontan gegen die Kanzelwand und peilten stattdessen die wunderschöne Kuhgehrenspitze an. Der Weg dorthin bietet abwechslungsreiche Bergpfade, die zwar Trittsicherheit verlangen, aber sportlich extrem viel Spaß machen.

Zur Mittagszeit legten wir an der Bergstation der Fellhornbahn einen Stopp ein: Eine heiße Gulaschsuppe lieferte die nötige Energie für die zweite Etappenhälfte. Ein weiteres Highlight war der Einkehrstopp am Adlerhorst nahe der Kuhgehrenspitze – eine fantastische Location, um bei kühlen Drinks die Aussicht über die Bergwelt aufzusaugen. Im Anschluss ging es entspannt mit der Bahn wieder zurück ins Tal.

Fazit

Ob im schattigen „Woid“ oder auf exponierten Allgäuer Pfaden: Der August liefert perfekte Bedingungen für ausgiebige Berg- und Trailtouren. Die Heugstatt-Runde im Bayerischen Wald überzeugt durch idyllische Abschnitte, dichte Wälder und urige Hüttenkultur – ideal für heiße Sommertage. Das Allgäu wiederum fordert dich mit imposanten Felskulissen und knackigen Anstiegen.

Mein wichtigstes Learning aus dem zweiten Wochenende: Manchmal muss man Pläne flexibel anpassen. Auch mit verkürzter Route und Bergbahn-Unterstützung wird ein Tag in den Bergen mit der richtigen Begleitung, spektakulären Trails und guten Einkehrmöglichkeiten zu einem absoluten Highlight. Pack die Wanderschuhe ein und nutz die verbleibenden Sommertage auf den Trails!

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2026/08/Heugstatt-PXL_20260801_102801885.MP_.jpg 1328 1000 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2026-08-15 10:05:262026-08-09 11:29:32Gipfelstürmen im August: Heugstatt-Runde und Fellhorn-Gratwanderung

Sommer am Kiez: Unantastbar bringt den Augsburger Asphalt zum Glühen

25. Juli 2026/0 Kommentare/in On Tour/von Reinhard Eidelsburger

Ein wehmütiger, aber verdammt lautstarker Abend liegt hinter uns. Am 18. Juli 2026 hieß es beim Sommer am Kiez in Augsburg: Vollgas für den Endspurt. Das Konzert war für uns gleich in doppelter Hinsicht ein emotionaler Meilenstein. Zum einen läuten Unantastbar damit so langsam ihre angekündigte kreative Pause ein. Zum anderen war es das vorerst letzte Konzert auf dem gewohnten Gelände des Sommer am Kiez, da der Platz umgebaut wird und die Zukunft der Location aktuell noch in den Sternen steht. Umso intensiver war die Stimmung im Publikum, als Artefuckt und Unantastbar die Bühne enterten.

Artefuckt: Der perfekte Einheizer mit Herz und Härte

Als Support-Act machten Artefuckt von der ersten Sekunde an klar, dass sie nicht nur zum Händeschütteln gekommen sind. Mit ihrem ehrlichen, geradlinigen Deutschrock trafen sie genau den Nerv der Augsburger Crowd. Die Jungs lieferten ein Set voller Energie, das die perfekte Brücke zwischen harten Riffs und mitsingbaren Hymnen schlug. Wer die Band kennt, weiß, dass hier viel Herzblut im Spiel ist. Sie haben die Menge ordentlich auf Betriebstemperatur gebracht und bewiesen, dass sie völlig zu Recht auf dieser Bühne stehen. Ein absolut gelungener Auftakt, der Bock auf mehr machte.

Unantastbar: 22 Jahre Rock ’n‘ Roll und pure Emotion

Dann schlug die Stunde für die Südtiroler Punkrock-Institution. Seit nunmehr 22 Jahren stehen Unantastbar für eine unvergleichbare Attitüde: ehrlich, rotzig, kritisch, aber eben auch mit ganz viel Mut zu Gefühl. Das merkte man jedem einzelnen Song an. Die aus dem Leben gegriffenen Texte über Freiheit und die Flucht vor dem System wurden vom Kiez lautstark zurückbejubelt. Mitreißende Gitarren-Riffs und eine authentische Performance zeigten mal wieder, warum die Band im deutschsprachigen Raum eine absolute Bank ist. Da es eines ihrer letzten Konzerte vor der Pause war, gaben Musiker und Fans alles – die Luft brannte förmlich vor Energie und Emotionen.

Fazit

Dieser Abend in Augsburg wird im Gedächtnis bleiben. Die Mischung aus der Abschiedsstimmung des Festivalgeländes und der bevorstehenden Pause von Unantastbar hat dem Konzert eine ganz besondere, fast schon intime Note verliehen. Für uns war das allerdings nur das Warm-up: Den endgültigen Abschluss vor der kreativen Pause der Südtiroler werden wir uns auf dem bandeigenen „Gegen die Stille“-Festival in ihrer Heimat Sterzing geben. Augsburg hat auf jeden Fall gezeigt, wie Rock ’n‘ Roll gelebt wird. Danke für den Abriss!

 

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2026/07/Sommer-am-Kiez-2026-Unantastbar-PXL_20260718_195602337.jpg 1000 1328 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2026-07-25 10:35:512026-07-19 10:54:42Sommer am Kiez: Unantastbar bringt den Augsburger Asphalt zum Glühen

AlpenFlair & Trailrunning: Zwischen Festival-Bühne und Südtiroler Singletrails

4. Juli 2026/0 Kommentare/in On Tour/von Reinhard Eidelsburger

Was passiert, wenn man die staubigen Running-Schuhe einpackt, die Playlist gegen Live-Gitarren tauscht und eine Woche im Juni im wunderschönen Südtirol verbringt? Es entsteht eine hochexplosive Mischung aus Adrenalin, Höhenmetern und Festival-Vibe. Vom 15. bis 21. Juni 2026 hieß es für mich: Tagsüber die Trails rund um Natz-Schabs rocken und abends vor der AlpenFlair-Bühne Vollgas geben.

Hier ist mein Rückblick auf eine intensive Woche zwischen Bergidyll und Bassgewitter.

Die Trails: Laufschuhe statt Festival-Stiefel

Bevor die Amps aufgedreht wurden – und auch mal als perfekter Katerkiller am Vormittag – ging es raus auf die Strecken. Südtirol bietet einfach die perfekte Kulisse für knackige Trailruns. Drei Touren haben es diese Woche auf meine Komoot-Liste geschafft:

  • Knackige Kehren Runde von Laugen (17 km bis zur Burg Rodenegg): Eine anspruchsvolle Runde, die ordentlich Körner gekostet hat, aber mit Singletrails vom Feinsten und dem genialen Ausblick auf die historische Burg belohnt wurde.
  • Brunnen Schabs Runde von Natz (10 km): Die perfekte Distanz, um geschmeidig im Flow zu bleiben und die wunderschöne Landschaft des Hochplateaus zu genießen.
  • Blick auf die Rienzschlucht (6 km): Eine kürzere, aber optisch beeindruckende Runde mit einem spektakulären Tiefblick auf den wilden Fluss Rienza.

Festival-Auftakt: Die Warm-Up-Party in Natz (17.06.2026)

Das Festival startete wie gewohnt mit der legendären Warm-Up-Party direkt in Natz. Die Vorfreude war riesig, das Wetter spielte mit und die Stimmung war von der ersten Sekunde an absolut elektrisierend.

  • Sitting Bull: Mit ihrem ehrlichen, handgemachten Rock sorgten sie direkt für die richtige Betriebstemperatur im Publikum.
  • Steinhart: Die Jungs brachten mit ihrem kraftvollen Deutschrock die Menge ein erstes Mal so richtig zum Kochen.

AlpenFlair Tag 1 (18.06.2026)

Der erste offizielle Festivaltag lieferte direkt ein Kontrastprogramm, das von heimatverbundenen Klängen bis zu brachialem Metal reichte.

  • AMPEX: Satter, moderner Deutschrock aus dem Herzen des Ruhrpotts, der sofort nach vorne ging.
  • Die Jung Puschtara: Lokale Volksmusik-Power, die bewies, dass Tradition und Partystimmung perfekt zusammenpassen.
  • Mountain Crew: Die „Woidboys“ aus Österreich brachten mit ihren energiegeladenen Party-Hits das gesamte Areal zum Springen.
  • Melrose Avenue: Mitreißender Pop-Punk, der sofort für gute Laune und Festival-Feeling sorgte.
  • Philipp Burger: Der Lokalmatador lieferte eine facettenreiche und stimmungsvolle Show mit seinen Solo-Tracks.
  • Mike One: Drückende Beats und moderne Klänge, die das Publikum bestens für die Headliner anheizten.
  • Eisbrecher: Brachiale Neue Deutsche Härte mit messerscharfen Riffs und der gewohnt gewaltigen Bühnenpräsenz von Alex Wesselsky.
  • Ice Nine Kills: Ein theatralisches Metalcore-Feuerwerk der Extraklasse, das die Bühne in eine cineastische Horror-Show verwandelte.

AlpenFlair Tag 2 (19.06.2026)

Der Freitag stand im Zeichen von großen Emotionen, Legenden und echtem Punkrock.

  • Drunken Swallows: Schnörkelloser, energiegeladener Punkrock von der Ostsee, der direkt ins Ohr ging.
  • Lansdowne: Kraftvoller Alternative Rock aus den USA, der mit fetten Hooks und internationalem Flair überzeugte.
  • Willkuer: Authentischer Streetrock, der mit ehrlichen Texten und harter Kante die Massen mitriss.
  • Kastelruther Spatzen: Die absoluten Helden des volkstümlichen Schlagers sorgten für einen emotionalen Gänsehaut-Moment auf dem Hochplateau.
  • Peter Maffay: Eine lebende Legende auf der Bühne, der mit seinen zeitlosen Rock-Klassikern Generationen vereinte.
  • Unantastbar: Südtiroler Punkrock par excellence – laut, rotzig und vom Publikum lautstark mitgesungen.

AlpenFlair Tag 3 (20.06.2026)

Das große Finale brachte noch einmal alles, was das AlpenFlair ausmacht: Von Abriss-Rock bis hin zu epischen Hymnen.

  • Schlussakkord: Melodischer Deutschrock mit Tiefgang, der den perfekten Startschuss für den letzten Tag lieferte.
  • Kremer: Harte Riffs und ehrliche Worte, die ohne Umwege direkt in die Gehörgänge knallten.
  • Tim Toupet: Mallorca-Feeling pur in den Bergen – absolute Partyeskalation und kollektives Mitsingen war programmiert.
  • Goitzsche Front: Schnörkelloser, kraftvoller Deutschrock aus Bitterfeld, der die Menge ordentlich in Bewegung brachte.
  • Lakeview: Ein cooler Mix aus Country-Vibe und rockigen Klängen, der frischen Wind auf das Festivalgelände brachte.
  • Fäaschtbänkler: Die Schweizer Ausnahmemusiker rissen mit ihrem genialen Mix aus Pop, Rock und Blasmusik die Hütte komplett ab.
  • Frei.Wild: Als krönender Abschluss lieferten die Jungs ein gigantisches Heimspiel ab, das den Natzer Apfelhügel erzittern ließ.

Sight-Seeing & Verpflegung: Das Drumherum

Wenn man schon mal in der Region ist, gehört ein bisschen Kultur natürlich dazu. Ein Ausflug ins nahegelegene Brixen stand auf dem Programm: Die historische Altstadt mit ihren engen Gassen und dem Dom ist immer einen Besuch wert. Mehr Zeit blieb zwischen den Trail-Kilometern und den Konzert-Sprints dann allerdings auch nicht.

In Sachen Verpflegung war es die bewährte Mischung: Tagsüber wurde sich im lokalen Supermarkt in Natz mit den Basics eingedeckt. Für ein echtes kulinarisches Highlight sorgten die diversen Lokale vor Ort – besonders die Pizza im Goldenen Apfel ist absolut empfehlenswert. Abends gab es dann die klassische, unkomplizierte Festival-Verpflegung direkt auf dem Gelände.

Fazit: Akkus voll, Beine müde – Auf in die Marathon-Vorbereitung!

Es war eine geniale Woche voller Kontraste. Die Kombination aus anspruchsvollen Höhenmetern am Vormittag und ausgelassener Festivalstimmung bis tief in die Nacht verlangt dem Körper einiges ab, macht aber unglaublich Bock.

Das AlpenFlair 2026 war der perfekte, laute Abschluss einer entspannten Phase. Ab jetzt wird der Fokus wieder komplett verschoben, denn die Trail-Schuhe haben nur den Vorgeschmack geliefert: Der Startschuss für die strukturierte Marathon-Vorbereitung ist hiermit offiziell gefallen!

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2026/07/AlpenFlair-Frei.Wild-PXL_20260620_215458221.MP_.jpg 1000 1328 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2026-07-04 10:34:392026-06-23 13:04:35AlpenFlair & Trailrunning: Zwischen Festival-Bühne und Südtiroler Singletrails

Sommer am Kiez: Kanonenfieber bittet zum ohrenbetäubenden Appel

15. Juni 2026/0 Kommentare/in On Tour/von Reinhard Eidelsburger

Der Sommer am Kiez in Augsburg ist bekannt für seine gelungene Mischung aus Open-Air-Feeling und erbarmungsloser Live-Energie. Doch was sich am 12. Juni 2026 auf dem Helmut-Haller-Platz abspielte, sprengte den gewohnten Rahmen. Mit Kanonenfieber stand eine der am heißesten diskutierten und gleichzeitig faszinierendsten Bands der extremen Metal-Szene auf der Bühne. Wenn du live dabei warst, klingeln dir vermutlich jetzt noch die Ohren – und du hast ein Stück Zeitgeschichte miterlebt, das unter die Haut ging.

Blackened Death Metal trifft auf die Brutalität der Geschichte

Wer Kanonenfieber nur von der Platte kennt, war vielleicht auf die schiere Wucht der Live-Performance nicht vorbereitet. Die Band servierte einen kompromisslosen Mix aus Black Metal und Death Metal – messerscharfe Riffs, donnernde Blastbeats und die absolut brachialen Vocals von Frontmann „Noise“.

Das Besondere an Kanonenfieber ist jedoch das visuelle und thematische Gesamtkonzept. Die Bühne in Augsburg verwandelte sich in ein düsteres Szenario, das an die Schützengräben des Ersten Weltkriegs erinnerte. Die Musiker traten maskiert und in historischen Uniformen auf. Diese bewusste Inszenierung sorgt für eine beklemmende Atmosphäre, die perfekt mit der Musik harmoniert: Sie transportiert die Kälte, den Schmerz und die Sinnlosigkeit des Krieges direkt ins Publikum.

Zwischen Kunst, Geschichte und Kontroverse

Gerade wegen dieses extremen Konzepts wird die Band im Netz und in der Szene immer wieder heiß diskutiert. Ist Kanonenfieber umstritten? Ja, durchaus. Wer sich nicht intensiv mit den Texten auseinandersetzt, könnte auf den ersten Blick eine Verherrlichung des Krieges vermuten. Doch das Gegenteil ist der Fall.

Hinter dem Projekt steckt Mastermind „Noise“, der einen tiefen historischen Hintergrund in seine Arbeit einfließen lässt. Die Songtexte basieren fast ausschließlich auf echten Briefen, Tagebucheinträgen und Dokumenten von Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg. Noise betreibt hier akribische historische Recherche. Die Intention ist ganz klar anti-militaristisch und pazifistisch: Es geht darum, das Grauen der Geschichte ungeschönt aufzuzeigen, um Mahnung und Gedenken – verpackt in ein absolut intensives Metal-Gewand. In Augsburg wurde dieser schmale Grat zwischen Kunst und Realität meisterhaft getroffen. Das Publikum feierte die Musik, zollte aber gleichzeitig der Ernsthaftigkeit des Themas Respekt.

Fazit: Ein akustisches und visuelles Gewitter

Kanonenfieber hat beim Sommer am Kiez bewiesen, dass extremer Metal mehr sein kann als nur stumpfe Provokation. Der Auftritt in Augsburg war ein ohrenbetäubender, bildgewaltiger Appell gegen das Vergessen. Wer an diesem Abend vor der Bühne stand, bekam nicht nur technisch erstklassigen Blackened Death Metal um die Ohren gehauen, sondern auch eine geschichtliche Lehrstunde, die noch lange nachwirkt. Ein absolut denkwürdiges Konzert, das gezeigt hat, wie intensiv Live-Musik im Jahr 2026 sein kann.

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2026/06/Kanonenfieber-Sommer-am-Kiez-PXL_20260612_194739484.jpg 1000 1328 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2026-06-15 10:33:102026-06-14 16:21:23Sommer am Kiez: Kanonenfieber bittet zum ohrenbetäubenden Appel

Gipfelstürmer unter sich: Woid & Connect Wandern im wilden Kaisergebirge

23. Mai 2026/0 Kommentare/in On Tour/von Reinhard Eidelsburger

Das Kaisergebirge in Tirol ist eine Legende unter Bergsteigern – rau, imposant und wunderschön. Wenn sich 18 motivierte Outdoor-Begeisterte aus der „Woid & Connect“-Community zusammenfinden, um gemeinsam die Gipfel zu stürmen, ist eines garantiert: Ein Wochenende voller Höhenmeter, technischer Herausforderungen und einer Gruppendynamik, die selbst steilste Aufstiege zum Vergnügen macht. Das Wetter hätte uns nicht besser gesinnt sein können – strahlender Sonnenschein von der ersten bis zur letzten Minute begleitete unsere Frühlingstour Anfang Mai.

Tag 1: Der Einzug ins Herz des Kaisers

Pünktlich um 07:30 Uhr starteten wir mit Wanderern aus verschiedenen Ortsteilen. Unser Ziel: Der Parkplatz Kaisertal in Kufstein. Gegen 10:00 Uhr hieß es dann: Rucksäcke schultern und ab in Richtung Anton-Karg-Haus. Der Zustieg über ca. 8,5 Kilometer bot den perfekten Warm-up für die kommenden Tage. Nach etwa drei Stunden erreichten wir die Hütte, pünktlich zum wohlverdienten Mittagessen.

Eigentlich stand für den Nachmittag noch die Runde auf den Stripsenkopf (8,5 km, 980 hm) auf dem Plan. Doch manchmal fordert der Berg Flexibilität. Da die große Runde zeitlich nicht mehr ganz drin war, teilten wir uns auf: Eine kleinere Gruppe startete eine Erkundungstour in der näheren Umgebung, um das Gelände zu sondieren und die ersten Ausblicke auf die markanten Felswände zu genießen.

Tag 2: Planänderung und Gipfelglück auf der Pyramidenspitze

Der Samstag sollte technisch anspruchsvoll werden. Geplant war die „Königsetappe“ über den Kaiserschützensteig zur Ellmauer Halt. Doch die Bedingungen am Berg machten uns einen Strich durch die Rechnung: Der Kaiserschützensteig war nicht passierbar. Sicherheit geht vor – also disponierten wir um. Während ein Teil der Gruppe auf einen Übungsklettersteig auswich, zog es den Rest von uns zur Pyramidenspitze.

Mit 14 Kilometern und satten 1.500 Höhenmetern war dies kein Spaziergang. Der Aufstieg verlangte uns einiges ab, doch die Belohnung am Gipfel war jeden Tropfen Schweiß wert. Ein grandioser Fernblick und das Gefühl, gemeinsam als Team oben zu stehen, machten diesen Tag zum absoluten Highlight.

Tag 3: Abschied über den Bettelsteig

Nach einem gemütlichen Frühstück am Sonntagmorgen bereiteten wir uns auf den Rückweg vor. Wir wählten den Abstieg über den Bettelsteig im Kaiser-Südmassiv. Diese Route bot noch einmal alles, was das Wanderherz begehrt: Alpine Pfade, ca. 14 Kilometer Strecke und ein stetiges Auf und Ab (730 hm Aufstieg), bevor wir schließlich über den Lift wieder die Zivilisation erreichten.

Fazit: Drei Tage, eine Mission

Hinter uns liegen 36 Kilometer, rund 3.000 Höhenmeter und 14 Stunden reine Wanderzeit. Das Fazit fällt eindeutig aus: Bestes Wetter, eine super Stimmung in der 18-köpfigen Gruppe und die Erkenntnis, dass Flexibilität am Berg genauso wichtig ist wie Kondition. Woid & Connect hat mal wieder bewiesen, dass Technik, Sport und Gemeinschaft die beste Kombination für unvergessliche Erlebnisse sind.

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2026/05/Kaisergebirge-Tag-2-PXL_20260502_130140576.MP_.jpg 1333 1000 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2026-05-23 10:19:102026-05-04 12:45:17Gipfelstürmer unter sich: Woid & Connect Wandern im wilden Kaisergebirge

Thrash-Inferno im Zenith: Kreator krönten die „Krushers of the World“ Tour in München

2. Mai 2026/0 Kommentare/in On Tour/von Reinhard Eidelsburger

Was für ein Abend! Das Münchner Zenith bebte am 11. April 2026, als die Titanen des deutschen Thrash Metal, Kreator, die Bühne stürmten. Für alle, die es hart, schnell und technisch präzise mögen – und das sind wir Technik-Nerds und Sport-Enthusiasten ja bekanntlich – war dieser Abend ein Fest. Mit ihrem brandneuen 16. Studioalbum „Krushers of the World“ im Gepäck lieferten Mille Petrozza und seine Crew den größten Abriss ihrer bisherigen Karriere. Maximale Energie, komplexe Riffs und ein Moshpit, der jede Cardio-Einheit in den Schatten stellte, standen auf dem Programm.

Das erlebten wir im Zenith

Das neue Album „Krushers of the World“ hatte bereits am 16. Januar 2026 eingeschlagen wie eine Bombe, doch die Live-Umsetzung übertraf alle Erwartungen. Tracks wie „Seven Serpents“ oder das epische „Tränenpalast“ (mit Britta Görtz als Gast) bewiesen eindrucksvoll, dass Kreator auch nach vier Jahrzehnten die Messlatte für technisches Songwriting und brachiale Gewalt immer noch ein Stück höher legen konnten. Die Band spielte diese neuen Hymnen mit einer Präzision und Leidenschaft, die atemberaubend war.

Das Line-up für den Abend im Zenith war ein wahres Who-is-Who der Metal-Geschichte und ließ keine Wünsche offen:

  • Nails: Sie sorgten mit ihrer kompromisslosen Härte für den ultimativen Adrenalinkick und heizten dem Publikum ordentlich ein
  • Exodus: Die Bay-Area-Legenden bewiesen, dass sie den Begriff „Thrash“ nicht nur mitgeprägt haben, sondern auch heute noch leben
  • Carcass: Die Meister des Melodic Death Metal zeigten, warum sie zu den einflussreichsten Bands ihres Genres gehören
  • Kreator: Die Headliner lieferten mit ihrer bisher größten Tour-Produktion eine Show ab, die man so schnell nicht vergessen wird. Lichtshow, Pyrotechnik – alles war perfekt inszeniert

Die industrielle Architektur der ehemaligen Eisenbahnhalle, des Zenith, bot die perfekte Kulisse für diesen „Metal-Chaos“-Abend. Trotz der Herausforderungen, die eine Halle dieser Größenordnung für die Tontechniker birgt, war der Sound High-End und sorgte für ein beeindruckendes Klangerlebnis.

Fazit

Der 11. April 2026 war ein unvergesslicher Abend. Es war kein gewöhnliches Konzert, sondern eine Demonstration von Ausdauer, technischer Perfektion und purer Leidenschaft für den Metal. Ich war vor Ort, habe die Atmosphäre aufgesaugt und hier auch ein paar Einblicke mit eigenen Fotos und einem tiefen Einblick in die Setlist und das beeindruckende Staging. Meine Nackenmuskulatur hat noch einiges zu verarbeiten, aber es war jede Schweißperle wert!

https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2026/05/Kreator-im-Zenith-PXL_20260411_205313844.MP_.jpg 1000 1328 Reinhard Eidelsburger https://www.eidelsburger.de/wp-content/uploads/2015/05/Eidelsburger-Logo.png Reinhard Eidelsburger2026-05-02 10:13:072026-04-12 14:33:51Thrash-Inferno im Zenith: Kreator krönten die „Krushers of the World“ Tour in München
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