Winterzauber am Polarkreis: Unser Traum von Jokkmokk und der Aurora

Anfang 2026 ist es so weit: Wir tauchen ein in die tief verschneite Wildnis Schwedisch Lapplands! Unsere Reise führt uns in den hohen Norden, nach Jokkmokk, einer der faszinierendsten und ursprünglichsten Orte oberhalb des Polarkreises.

Jokkmokk, oft als das Herz Lapplands bezeichnet, liegt direkt am Polarkreis. Die Stadt ist nicht nur berühmt für ihren über 400 Jahre alten traditionellen Wintermarkt der indigenen Samen, sondern auch ein spiritueller und kultureller Knotenpunkt dieser Region, die in der samischen Sprache Sápmi heißt. Hier, wo die Zivilisation dünn und die Natur majestätisch ist, suchen wir nach dem wohl magischsten Phänomen des Winters: dem tanzenden Polarlicht.

Der Aurora-Faktor: Tageslicht und die Dunkelheit

Jokkmokk liegt direkt am Polarkreis (66° 33’ n. Br.), was die Lichtverhältnisse im Januar zu einem einzigartigen Erlebnis macht und unsere Chancen auf die Aurora Borealis maximiert.

Die Region ist in dieser Zeit von der sogenannten Polarlicht-Zone umgeben. Die Nächte sind extrem lang und bieten ideale Voraussetzungen, um das grüne, violette und rote Himmelsleuchten zu beobachten. Die Chance, die Polarlichter zu sehen, ist in Jokkmokk daher sehr hoch.

Im Januar erleben wir die sogenannte Polarnacht, auch wenn die Sonne bereits zurückkehrt. Dies sind die Lichtverhältnisse, auf die wir uns einstellen:

  • Anfang Januar (ca. 1. Januar): Die Sonne geht noch nicht auf. Es gibt lediglich ein paar Stunden Dämmerlicht am Mittag. Die tiefste Dunkelheit herrscht fast 24 Stunden, perfekt für Polarlichtjäger!
  • Mitte Januar (ca. 15. Januar): Die Sonne kehrt zurück! Sie geht um etwa 10:45 Uhr auf und um 13:40 Uhr wieder unter. Die Tage sind zwar kurz, aber die Rückkehr der Sonne ist ein wunderschönes Erlebnis.
  • Ende Januar (ca. 31. Januar): Die Tage werden bereits deutlich länger. Die Sonne zeigt sich von etwa 09:10 Uhr bis 15:30 Uhr.

Unser 6-Tage-Abenteuer: Der Reiseverlauf (vom Anbieter)

Unsere Reise ist eine perfekte Mischung aus samischer Kultur, arktischer Natur und der Jagd nach den Nordlichtern. Es sind beim Reiseverlauf auch einige optionale Pakete mit abgebildet, und wir überlegen noch, was wir genau machen werden vor Ort.

Wir haben uns bereits für den Besuch der Rentierfarm entschieden – ein fantastisches kulturelles Erlebnis.

1. Tag – Anreise und Polarkreis-Taufe

Nach der Landung in Arvidsjaur fahren wir durch die tief verschneite Landschaft zur Polarkreisstation. Nach der symbolträchtigen Überquerung des 66. Breitengrades erhalten wir unser Zertifikat und werden standesgemäß mit der traditionellen Polarkreis-Taufe willkommen geheißen, bevor es weiter zu unserem Hotel in Jokkmokk geht.

2. Tag – Kultur, Rentiere und Aurora-Jagd

Der Tag beginnt mit einem Orientierungsspaziergang durch Jokkmokk. Wir tauchen in die samische Kultur ein: Wir besuchen das Ajtté-Museum und lassen uns im „Jokkmokks Tenn“ von der Zinn- und Silberschmiedekunst inspirieren.

Am Nachmittag steht unser erstes großes gebuchtes Highlight an: der Besuch einer familiengeführten Rentierfarm. In einer traditionellen Zeltkota erfahren wir mehr über das Leben der Samen und die Bedeutung der Rentierhaltung bei einem heißen Getränk und Snack am knisternden Feuer. Ein Abstecher ins Gehege bringt uns den majestätischen Tieren ganz nah.

Am Abend heißt es Daumendrücken! Bei guten Nordlicht-Voraussetzungen starten wir zur Polarlicht-Wanderung außerhalb der Lichter der Stadt. Sollte der Himmel bedeckt sein, gibt es einen spannenden Vortrag zur Entstehung der „Aurora Borealis“.

3. Tag – Arktische Power und Fackelromantik

Heute Morgen wartet die Motorschlittensafari (optional) auf uns – ein Adrenalinkick durch das Winterwunderland. Nach einer Einweisung geht es auf dem sogenannten „Scooter“ über zugefrorene Seen und durch verschneite Wälder, unterbrochen von Stopps an malerischen Aussichtspunkten.

Der Abend wird besinnlicher: Eine Fackelwanderung führt uns durch die völlige Dunkelheit des Polargebiets. Die flackernden Fackeln erhellen unseren Weg und lassen uns die Stille der Natur auf einzigartige Weise erleben. Im Anschluss lernen wir in einem Vortrag noch mehr über die samische Kultur.

4. Tag – Stille in der Wildnis und der Iglu-Traum

Nach dem Frühstück schnallen wir uns die Schneeschuhe an und begeben uns auf eine gemütliche Wildnis-Wanderung, die uns auf den Hausberg „Storknabben“ führt. Die absolute Stille und die Weite Lapplands, die wir von oben genießen, versprechen absolute Entspannung.

Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung. Wer möchte, kann den Tag mit dem optionalen Abenteuer der Glas-Iglu Übernachtung krönen: Außerhalb von Jokkmokk warten die einzigartigen „Aurora Huts“ mit Rundum-Panoramaverglasung. Ein magisches Erlebnis, bei dem man hoffentlich die Polarlichter direkt aus dem warmen Bett beobachten kann.

5. Tag – Tosende Wasser und Hundeschlitten-Freude

Der fünfte Tag steht ganz im Zeichen der Naturkräfte: Zuerst besuchen wir die Storforsen, die größten Stromschnellen Nordeuropas. Es ist faszinierend zu sehen, wie das Wasser selbst im kältesten Winter unbeirrt ins Tal rauscht.

Danach folgt das zweite große optionale Highlight: der Ausflug zur Huskyfarm. Ausgerüstet mit Thermokleidung genießen wir die Fahrt auf dem Huskyschlitten durch die weiße Winterwelt. Zur Stärkung gibt es einen warmen Mittagsimbiss in der Kota am offenen Lagerfeuer.

6. Tag – Abschied

Nach dem Frühstück geht es mit dem Bus zurück zum Flughafen in Arvidsjaur.

Fazit

Die Vorfreude auf Jokkmokk wächst ins Unermessliche! Etwas Planung ist noch notwendig, und natürlich muss noch das passende Equipment für die arktische Kälte gekauft werden, aber das Abenteuer ruft!

Wer war schon mal in Schweden oder Jokkmokk? Teilt gerne eure Tipps für die Polarnächte mit uns!

Lauftraining

Verletzungsprävention für Marathonläufer – Übungen und Tipps für ein schmerzfreies Training

Der Marathon ist das Ziel vieler Läufer – ein faszinierender Kampf gegen die Distanz. Doch so aufregend die Vorbereitung auch ist, sie birgt Risiken. Eine Verletzung kann den Traum vom Finish schnell beenden. Ziel dieses Beitrags ist es, dir praktische Tipps und Übungen an die Hand zu geben, damit du dein Training erfolgreich, gesund und vor allem schmerzfrei absolvieren kannst. Denn die beste Performance liefert man nur mit einem gesunden Körper.

Lauftraining

1. Die saubere Vorbereitung: Ohne Plan geht es nicht

Ein gut durchdachter Trainingsplan ist die Basis jeder erfolgreichen Marathon-Vorbereitung. Er sorgt für Struktur, stellt sicher, dass du die Belastung schrittweise steigerst (die sogenannte 10-Prozent-Regel ist hier oft ein guter Anhaltspunkt) und bietet ausreichend Raum für Erholung. Übertraining ist einer der häufigsten Gründe für Verletzungen. Halte dich an die vorgegebenen Umfänge, sei diszipliniert, aber auch flexibel genug, einen Ruhetag einzulegen, wenn dein Körper ihn verlangt.

2. Alternativtraining: Entlastung für Gelenke und Sehnen

Laufen belastet die Gelenke, Sehnen und Bänder immer auf die gleiche Weise. Um Ermüdungsbrüche und Überlastungssyndrome zu vermeiden, solltest du Alternativtraining in deinen Plan integrieren. Sportarten wie Radfahren oder Schwimmen eignen sich hervorragend. Sie stärken das Herz-Kreislauf-System, verbessern die Ausdauer und Muskulatur – alles ohne die intensive Stoßbelastung des Laufens. Das ist aktive Regeneration und effektive Trainingszeit zugleich.

3. Krafttraining: Die Basis für Stabilität

Viele Läufer vernachlässigen das Krafttraining, dabei ist es der Schlüssel zur Prävention. Starke Muskeln im Rumpf (Core), in den Beinen und in der Gesäßmuskulatur (Glutealmuskulatur) stabilisieren deinen Körper bei jedem Schritt. Das führt zu einer effizienteren Laufökonomie und schützt vor Fehlbelastungen.

  • Empfohlene Übungen: Kniebeugen (Squats), Ausfallschritte (Lunges), Planks und Übungen für die Hüftabduktoren (z.B. Clamshells).
  • Wichtig: Konzentriere dich auf funktionelle Übungen mit dem eigenen Körpergewicht oder leichten Gewichten, die der Laufbewegung ähneln.

4. Lauf-ABC: Koordination und Technik verbessern

Das Lauf-ABC ist unerlässlich, um deine Koordination zu schulen und deine Lauftechnik zu optimieren. Übungen wie Kniehebelauf, Fersengang oder Skippings verbessern das Zusammenspiel der Muskeln und helfen, einen ökonomischeren und damit verletzungsresistenteren Laufstil zu entwickeln. Eine sauberere Technik bedeutet weniger unnötige Belastung. Baue das Lauf-ABC zwei- bis dreimal pro Woche vor deinen eigentlichen Laufeinheiten ein.

5. Das innere Barometer: Auf sich und den Körper hören

Der vielleicht wichtigste Tipp: Lerne, auf deinen Körper zu hören. Ziehen oder Schmerzen sind keine Bagatelle, die man ignorieren sollte. Ein „guter“ Muskelschmerz unterscheidet sich von einem stechenden Schmerz in Gelenken oder Sehnenansätzen. Wenn etwas mehr als einen Tag schmerzt, reduziere die Belastung oder lege einen zusätzlichen Ruhetag ein. Es ist besser, eine Woche Pause zu machen, als monatelang wegen einer verschleppten Verletzung auszufallen.

6. Ärztliche Überwachung: Professionelle Begleitung (bei Bedarf)

Besonders bei langer Trainingsdauer oder Vorerkrankungen kann es sinnvoll sein, das Training ärztlich begleiten zu lassen. Eine sportmedizinische Untersuchung, ein Belastungs-EKG oder die Beratung durch einen Physiotherapeuten können helfen, individuelle Risiken frühzeitig zu erkennen und auszuschließen. Dies ist eine sehr persönliche Entscheidung, die aber im Zweifel zur Sicherheit beitragen kann.

Fazit

Der Marathon ist eine Reise, kein Sprint. Verletzungsprävention ist keine Zeitverschwendung, sondern eine Investition in dein Ziel. Mit einem durchdachten Plan, der Integration von Alternativ- und Krafttraining und der ständigen Achtsamkeit für die Signale deines Körpers, legst du den Grundstein für einen schmerzfreien und erfolgreichen Weg zur Ziellinie. Bleib dran, bleib stark und vor allem: Bleib gesund!

SmartHome Automatisierung mit openHAB – Tipps zur Optimierung des Alltags durch Automatisierung

Die Vision eines intelligenten Zuhauses, das mir im Alltag Aufgaben abnimmt, war lange Zeit ein Traum. Mit openHAB, der vielseitigen und quelloffenen Integrationsplattform, ist dieser Traum längst Realität geworden. openHAB dient bei mir als die zentrale Steuereinheit, die eine beeindruckende Vielfalt an Geräten und Technologien miteinander verbindet. Es geht nicht nur darum, das Licht per App zu steuern – es geht um echte, alltagserleichternde Automatisierung. In diesem Beitrag zeige ich, wie ich openHAB nutze, um meinen Alltag komfortabler, sicherer und effizienter zu gestalten.

Zentrale Funktionen: Das Herzstück der Steuerung

openHAB schafft eine einheitliche Oberfläche für alle meine Smart-Home-Komponenten, die sonst isoliert voneinander wären. Es ist die Schaltzentrale für die wichtigsten Funktionen in meinem Haus:

  • Licht und Beschattung: Die Steuerung von Licht und Jalousien über den angebundenen KNX-Bus oder dezentrale Komponenten wie Shelly oder Tasmota ermöglicht es mir, Lichtszenen zu speichern und die Beschattung automatisch an die Tageszeit anzupassen
  • Energie und Sicherheit: Die Integration meiner PV-Anlage über den Solarman Logger und die Abfrage des Smart Meter Gateway (PPC SMGW) erlaubt mir, den Stromverbrauch zu optimieren. Wichtige Rauchwarnmelder (z.B. über Homematic) sind ebenfalls eingebunden und lösen bei Alarm eine zentrale Benachrichtigung aus
  • Komfort: Ich steuere Steckdosen, den Torantrieb und sogar die Weihnachtsbeleuchtung (via günstiger MQTT-Steckdosen und Twinkly) zentral. Mein individueller Wecker kann zudem Lichter und Jalousien schrittweise aktivieren, um sanfter zu wecken

Gesteuert wird das Ganze entweder über die openHAB App auf dem Smartphone, per Sprachsteuerung dank der Alexa-Anbindung oder über einen praktischen Telegram-Bot, der mich proaktiv über den aktuellen Hausstatus informiert.

Technologie-Vielfalt: Der openHAB-Vorteil

Der wahre Clou von openHAB liegt in seiner Fähigkeit, einen echten Technologie-Mix zu orchestrieren. Ohne diese Plattform würde mein Smart Home aus lauter Insellösungen bestehen. openHAB fungiert als Übersetzer zwischen:

  • Haus-Automation: Die Anbindung von Homematic (für Steckdosen, Schalter, Rauchmelder) und dem KNX Bus bildet die Basis meiner Hausinstallation
  • Dezentrale Aktoren: Shelly-Komponenten werden für Schalter und die Strommessung verwendet. Günstigere Aktoren und WIFI-LEDs laufen über Tasmota und einen zentralen MQTT Broker
  • Garten und Außenbereich: Komponenten von Tuya und LSC steuern Elemente in meinem Garten
  • Medien & Entertainment: Mein Onkyo AVR Receiver, der Samsung TV und Kodi (über den Fire TV Stick) sind eingebunden und zentral steuerbar
  • Spezial-Anbindungen: Das Smart Meter Gateway (PPC SMGW) liefert Verbrauchsdaten, während Solarman die Leistung meiner PV-Anlage überwacht
  • Netzwerk: Die FritzBox liefert Informationen zur Anwesenheit und zum Netzwerkstatus

Durch die Anbindung dieser diversen Systeme erreiche ich eine nahtlose Funktionalität, wobei openHAB alle Technologien, vom professionellen KNX Bus bis zu günstigen Sonoff-MQTT-Steckdosen, harmonisiert.

Wetter & Astronomie: Vorausschauende Steuerung

Intelligentes Wohnen bedeutet, auf äußere Einflüsse zu reagieren. openHAB nutzt dafür Wetter- und astronomische Daten:

  • Tageslicht-Automation: Die Astronomischen Daten (Sonnenaufgang / Sonnenuntergang) steuern automatisch das Hoch- und Herunterfahren der Jalousien sowie das Schalten der Außenbeleuchtung
  • Wetterbasierte Logik: Aktuelle Wetterdaten und Wettervorhersagen verhindern beispielsweise, dass die Jalousien bei starkem Wind oder drohendem Regen unnötig geöffnet werden
  • Sicherheitswarnungen: Bei Wetterwarnungen (z.B. Unwetter, Sturm) fährt das System automatisch alle Rollläden hoch, um sie vor Schäden zu schützen, und sendet eine entsprechende Warnmeldung an mich

Informationen im Blick: Intelligente Dienste

Über die reine Steuerung hinaus fungiert openHAB als mein persönlicher Informations-Hub, der wichtige Alltagsdaten sammelt und aufbereitet:

  • Organisatorisches: Der Müllkalender wird automatisch abgefragt und erinnert mich rechtzeitig, welche Tonne wann an die Straße gestellt werden muss
  • Mobilität: Ich habe die aktuellen Tankpreise für meine bevorzugten Tankstellen im Blick – so tanke ich immer zum günstigsten Zeitpunkt
  • Netzwerk: Ein regelmäßiger Speedtest überwacht die Qualität meiner Internetverbindung
  • Anwesenheit: Das System registriert Anwesenheiten (z.B. über die FritzBox oder Geofencing) und kann darauf basierend Funktionen schalten (z.B. Heizung runterfahren, wenn niemand zu Hause ist)
  • Verbraucher-Monitoring: Durch die Anbindung von Shelly-Komponenten mit Strommessung überwache ich den Verbrauch einzelner Verbraucher und kann unnötige Stromfresser identifizieren

Fazit

openHAB ist für mich mehr als nur eine Software – es ist der unsichtbare Helfer, der meinen Alltag spürbar erleichtert und mein Zuhause wirklich intelligent macht. Die Stärke liegt in der unglaublichen Flexibilität und der Möglichkeit, alle Technologien unter einem Dach zu vereinen. Vom einfachen morgendlichen Weckritual über die energieoptimierte Steuerung bis hin zur proaktiven Wetterwarnung: Die Automatisierungen laufen im Hintergrund und geben mir mehr Zeit für die wichtigen Dinge. Wer Wert auf eine offene, herstellerunabhängige und vollständig anpassbare Smart-Home-Lösung legt, kommt an openHAB kaum vorbei. Es war die Mühe des Einrichtens definitiv wert und die Möglichkeiten zur weiteren Optimierung sind schier endlos!

Singapur erkunden: Unsere Must-sees in der Löwenstadt

Für viele Reisende ist Singapur oft nur ein kurzer Transitpunkt auf dem Weg zu weiter entfernten Zielen. Unsere Reise in der Zeit vom 26. September bis zum 6. Oktober 2025 stellte jedoch das genaue Gegenteil dar: Dank der Möglichkeit, bei einem bekannten Freund unterzukommen, der in Singapur arbeitet, verlängerten wir unseren Aufenthalt auf stolze elf Tage. Diese ungewöhnliche Dauer ermöglichte es uns, tief in das vielfältige Leben der Stadt einzutauchen – fernab der üblichen „ein Tag auf der Durchreise“-Erfahrung. Der größte Bonus war dabei unser ortskundiger „Guide“, dessen Vorkenntnisse die gesamte Reiseplanung extrem vereinfachten und uns die Highlights jenseits der Touristenpfade zeigten.

Der Reiseverlauf: Highlights und Erlebnisse

Ankommen und erste Eindrücke (26. – 27. September)

Die Anreise über München und Doha verlief reibungslos. Den ersten vollen Tag nutzten wir, um auf Sentosa Beach „anzukommen“ und uns zu akklimatisieren. Die erste kulinarische Erfahrung machten wir standesgemäß in einem Hawker-Center – dem Herzstück der lokalen Esskultur. Am Abend erkundeten wir den Singapore River und die lebendige Clarke Quay Partymeile, bevor wir im M Social Singapore im Restaurant Beast & Butterfly zu Abend aßen.   

Metropolen-Feeling und Supertrees (28. – 29. September)

Der Sonntag startete mit einem ungewohnten, aber spannenden Frühstück: Nudeln im Hawker-Center. Höhepunkt war der Besuch des SkyPark Observation Deck auf dem ikonischen Marina Bay Sands, von wo aus sich ein spektakulärer Blick über die Stadt bot. Über die architektonisch beeindruckende Helix Bridge ging es weiter zu den Gardens by the Bay mit den futuristischen Supertrees.

Eine Besonderheit war der überall sichtbare Formel 1 Aufbau, der die Stadt in ein Rennfieber versetzte. Abends genossen wir Satay-Spieße in der berühmten Satay Street (Lau Pau Sat). Die folgenden Tage standen im Zeichen der lokalen Küche in verschiedenen Hawker-Centern, darunter ein lokales in der Nähe eines Firmengebäudes und das Billion Food-Court, sowie dem kulinarischen Kontrastprogramm im YC Dining Bar und dem Japaner Abu-En.

Natur, Kultur und Singapur bei Nacht (01. – 03. Oktober)

Der 1. Oktober brachte Abwechslung: Nach einem Nudel-Frühstück stand eine sportliche Laufrunde im Windsor Park an, inklusive des Tree Top Trails.

Kultureller Hotspot war Chinatown. Der Abend endete spektakulär mit der Lightshow um 20 Uhr am Marina Bay Sands und einem Drink in der Rooftop-Bar Southbridge, wo wir einen echten „Singapur Swing“ (Cocktail) probierten, statt des weltbekannten „Sling“.

Das Frühstück in der Toast Box am nächsten Tag leitete einen Tag mit Entspannung am Condominium Pool und einer Shoppingtour in den exklusiven Malls der Orchard Road ein. Den Abend verbrachten wir in Little India, einem weiteren Schmelztiegel der Kulturen. Der 3. Oktober war naturverbunden: Nach dem Frühstück erkundeten wir laufend den Chinese Garden / Japanese Garden in der Nähe der Unterkunft, bevor wir abends ein gemütliches Hot Pot-Essen im Uncle Fong (Great World) genossen.

Den Tag rundeten wir mit einem Besuch am Farbers Point / Peak und den beeindruckenden Henderson Waves ab.

Formel 1 und Insel-Ausflug (04. – 05. Oktober)

Am 4. Oktober tauchten wir dank des Premier Walkabout tief in die Welt der Formel 1 ein – ein einzigartiges Erlebnis vor dem eigentlichen Rennen.

Der letzte volle Tag, der 5. Oktober, führte uns auf die urwüchsige Insel Pulau Ubin. Nach einer kurzen Busfahrt erkundeten wir die Insel und erlebten einen deutlichen Kontrast zur Hochglanz-Metropole. Nachmittags ließen wir den Geschmack Singapurs mit Sate-Spießen im Hawker-Center nachklingen und verbrachten die letzten Stunden am Strand in der Nähe des Flughafens.

Abreise (06. Oktober)

Der Rückflug über Singapur – Doha – München verlief ebenfalls problemlos und brachte uns mit vielen neuen Eindrücken zurück nach Hause.

Mein Fazit

Der elftägige Aufenthalt in Singapur hat sich definitiv rentiert. Die Stadt ist weit mehr als nur ein Zwischenstopp; man kann dort ohne Weiteres eine längere und erfüllende Zeit verbringen. Die Tage waren, oft zu Fuß, mit zahlreichen Schritten gut gefüllt und boten eine ausgewogene Mischung aus Sightseeing, Naturerlebnissen und kulinarischen Entdeckungen. Der größte Mehrwert der Reise war die Tatsache, einen „Guide“ vor Ort zu haben, der alle relevanten Themen, Transportwege und besten Essens-Spots kannte. Das machte die Reise nicht nur entspannter, sondern auch authentischer. Singapur ist eine Reise wert, besonders wenn man die Möglichkeit hat, es abseits des Durchreise-Stresses zu erkunden.

Mentale Stärke im Marathonlauf – Wie du dich mental auf lange Strecken vorbereitest

Als Läufer kennen wir das Gefühl: der Schweiß brennt, die Muskeln schmerzen und jeder einzelne Schritt wird zu einer Herausforderung. Doch gerade auf langen Distanzen, wie dem Marathon, spielt nicht nur die körperliche Fitness eine Rolle, sondern vor allem die mentale Stärke. Ich möchte euch heute erzählen, wie ich mich mental auf diese kräftezehrenden Herausforderungen vorbereite.

Was ist überhaupt eine „lange Strecke“?

Das ist eine spannende Frage, die ich mir selbst immer wieder stelle. Für mich ist ein Marathon mit seinen 42,195 Kilometern definitiv eine „lange Strecke“. Es ist eine Distanz, die Respekt einflößt und mich jedes Mal aufs Neue an meine Grenzen bringt. Aber ich kenne auch Ultraläufer, die über 100 Meilen am Stück laufen und für die das immer noch nicht lang genug ist! Es ist also sehr subjektiv, wo die Grenze verläuft. Für uns Marathonläufer sind es aber diese 42,195 km, die im Fokus stehen und die unsere volle mentale Aufmerksamkeit erfordern.

Die mentalen Herausforderungen der Long Runs

Schon im Training geht es los. Die Vorbereitung auf einen Marathon ist gespickt mit langen Trainingsläufen, den sogenannten Long Runs. 30 bis 35 Kilometer an einem Stück sind da keine Seltenheit. Das bedeutet oft drei, dreieinhalb Stunden oder sogar länger allein auf der Strecke zu sein. Das ist keine Kleinigkeit!

Hier kommt die mentale Stärke ins Spiel. Anfangs war es für mich die Hölle. Langeweile, aufkommende Zweifel, das Gefühl, niemals anzukommen. Aber mit der Zeit habe ich gelernt, diese Stunden zu nutzen. Sie sind meine mentale Vorbereitung auf den eigentlichen Marathon.

In diesen Long Runs baue ich meine Resilienz auf. Ich lerne, mit dem Schmerz umzugehen, wenn die Beine schwer werden, und ich übe mich darin, negative Gedanken beiseitezuschieben. Ich stelle mir vor, wie ich am Marathontag die Ziellinie überquere, spüre die Energie der Zuschauer und sehe mich jubelnd. Diese Visualisierungen sind unglaublich wichtig. Sie geben mir einen Anker, wenn ich merke, dass mein Geist abschweifen will.

Ich entwickle auch kleine Rituale für diese langen Läufe. Manchmal höre ich meine Lieblings-Podcasts, um mich abzulenken, aber oft genug schalte ich alles aus und konzentriere mich auf meinen Atem, meinen Schritt. Ich versuche, im Hier und Jetzt zu bleiben und jeden Kilometer als kleinen Sieg zu sehen.

Die Zukunft von SmartHome-Systemen – Trends und Entwicklungen, die den Markt prägen werden

Die Ära des einfachen Smart Homes, in der man nur die Lichter per App steuert, neigt sich dem Ende zu. Die Zukunft hält deutlich komplexere und intelligentere Systeme bereit, die unseren Alltag revolutionieren werden.

1. KI und smarte Automation

Einer der größten Trends ist die Integration von künstlicher Intelligenz (KI). Bislang basieren Smart-Home-Systeme oft auf starren Regeln („Wenn Bewegung erkannt wird, schalte das Licht an“). Zukünftig werden KI-gesteuerte Systeme lernen, wie wir leben. Sie werden unsere Gewohnheiten analysieren und die Hausautomation vorausschauend anpassen. Anstatt nur auf einen Befehl zu reagieren, könnte das System schon vor deiner Heimkehr die Heizung hochfahren und die perfekte Wohlfühlatmosphäre schaffen, basierend auf deiner täglichen Routine.

2. Interoperabilität: Mehr als nur ein Standard

Das größte Hindernis für viele Nutzer ist die Fragmentierung des Marktes. Verschiedene Geräte, verschiedene Hersteller, verschiedene Apps. Die Zukunft liegt in der Interoperabilität – der Fähigkeit, Geräte unterschiedlicher Marken nahtlos miteinander zu vernügen.

Projekte wie openHAB spielen hier eine entscheidende Rolle. Als Open-Source-Plattform ermöglicht es openHAB, eine Vielzahl von Geräten und Technologien unter einem Dach zu vereinen und über eine zentrale Benutzeroberfläche zu steuern. Dieser Ansatz wird den Markt nachhaltig verändern und Nutzer von der Abhängigkeit einzelner Ökosysteme befreien.

3. Das Smart Home als Teil des Smart Grids

Energieeffizienz ist nicht länger nur ein Schlagwort. Zukünftige Smart-Home-Systeme werden aktiv mit dem Stromnetz, dem sogenannten Smart Grid, kommunizieren. Sie werden lernen, wann Strom am günstigsten ist, und energieintensive Geräte wie die Waschmaschine oder das Elektroauto dann laden. Das spart nicht nur Geld, sondern trägt auch zur Stabilität des gesamten Stromnetzes bei, indem es Spitzenlasten ausgleicht.

4. Erhöhte Sicherheit und Datenschutz

Mit der wachsenden Vernetzung wachsen auch die Bedenken bezüglich Datenschutz und Sicherheit. Die nächste Generation von Smart-Home-Systemen wird einen stärkeren Fokus auf lokale Verarbeitung von Daten legen. Statt alle Informationen in der Cloud zu speichern, werden sensible Daten direkt auf einem zentralen Gerät im Haus verarbeitet. Das minimiert das Risiko von Hackerangriffen und gibt den Nutzern mehr Kontrolle über ihre persönlichen Informationen.

Fazit

Die Entwicklungen in den Bereichen KI, Interoperabilität, Energieeffizienz und Sicherheit werden das Smart Home der Zukunft von einem reinen Gadget-Ökosystem in ein ganzheitliches, intelligentes und sicheres Wohnkonzept verwandeln. Das Potenzial ist riesig und verspricht, unseren Alltag nicht nur bequemer, sondern auch nachhaltiger zu gestalten.

Metal im Woid 2025 (Part X): Das Jubiläum des Infernos

Das zehnte Metal im Woid Festival ist Geschichte, aber die Erinnerungen brennen noch lichterloh. Vom 18. bis 20. September 2025 verwandelte sich das Schrobenhausener Hinterland in ein episches Schlachtfeld der Bässe und Riffs. Das Jubiläum wurde gebührend gefeiert: Statt der üblichen zwei Tage gab es diesmal das volle Programm über ein ganzes Wochenende.

Schon beim Eintreffen war klar: Die Metal Maniacs Schrobenhausen haben mal wieder ganze Arbeit geleistet. Das kleine, aber feine Festival im Süden Deutschlands strahlte wie immer eine unglaubliche familiäre Atmosphäre aus. Ob man im Zelt campierte oder nach einem kurzen Heimweg einfach wieder anreiste, die Anreise war unkompliziert und das Gefühl, Teil einer eingeschworenen Gemeinschaft zu sein, stellte sich sofort ein.

Und das Wetter? Es war einfach nur perfekt. Die Sonne strahlte über dem Festivalgelände, die Nächte waren klar – die idealen Bedingungen, um ohne Matsch und Regenjacken die Musik in vollen Zügen zu genießen. Es ist erstaunlich, wie ein so kleines Festival eine so professionelle Organisation auf die Beine stellt. Das Essen und die Getränke waren wieder einmal top, die Auswahl mehr als zufriedenstellend und die Preise fair.

Auch die Bands ließen keine Wünsche offen. Die Running Order versprach für jeden Geschmack etwas, egal ob man auf Black, Death, Thrash oder klassischen Heavy Metal stand. Natürlich gab es, wie bei Live-Veranstaltungen üblich, ein paar kleinere Ausfälle oder Verschiebungen. Aber die Veranstalter reagierten schnell und transparent, versuchten, die Lücken zu schließen und die Fans auf dem Laufenden zu halten. Diese Hingabe und das Bestreben, das Beste aus jeder Situation zu machen, zeichnet die Metal Maniacs aus und macht das Festival so einzigartig.

Hier ein kleiner Auszug aus der Running Order:

Donnerstag, 18. September

  • Inferno (CZ): Als Headliner am ersten Abend haben die Tschechen mit ihrem Black Metal das Festival gebührend eröffnet. Eine intensive und düstere Performance, die das Publikum in ihren Bann gezogen hat.
  • Lucifer’s Child (GR): Die griechische Black-Metal-Band sorgte für eine energiegeladene und mitreißende Show.
  • Bosparans Fall (DE): Mit ihrem Blackened Thrash Metal brachten die Jungs aus Deutschland die Menge zum Beben.

Freitag, 19. September

  • Pestilence (NL): Einer der absoluten Höhepunkte des Festivals war der Auftritt der niederländischen Death-Metal-Legenden.
  • Illdisposed (DK): Die Dänen lieferten mit ihrem Death Metal eine knallharte Show ab, die keine Nackenmuskeln unbewegt ließ.
  • Amystery (DE): Für die Melodic-Death-Metal-Fans gab es die Gelegenheit, diese vielversprechende deutsche Band live zu erleben.

Samstag, 20. September

  • Brainstorm (DE): Als Samstags-Headliner haben die deutschen Power-Metaller das Festival mit einem krachenden Finale gekrönt.
  • Hellripper (GB): Schneller, dreckiger Blackened Thrash Metal aus Großbritannien, der perfekt zum wilden Treiben am letzten Tag passte.
  • Causam (CH): Die Schweizer zeigten, dass auch sie wissen, wie man eine Bühne rockt, und rundeten das Festival mit ihrem Auftritt ab.

Es war eine gelungene Mischung aus großen Namen der Szene und aufstrebenden Bands. 

Das zehnjährige Jubiläum war ein voller Erfolg und ein krönender Abschluss der Dekade. Es war ein friedliches Inferno, das einmal mehr bewiesen hat, dass es nicht auf die Größe ankommt, sondern auf die Leidenschaft und die Liebe zur Musik. Wir sehen uns nächstes Jahr!

Singapur Calling – Meine Läufe in der Löwenstadt

Singapur, die glitzernde Metropole im Herzen Südostasiens, trägt den klangvollen Namen „Löwenstadt“. Aber warum eigentlich? Der Name leitet sich von den Sanskrit-Wörtern „Simha“ (Löwe) und „Pura“ (Stadt) ab. Eine Legende besagt, dass Prinz Sang Nila Utama im 14. Jahrhundert hier einen Löwen gesichtet und dem Ort daraufhin diesen Namen gegeben haben soll. Historisch gesehen wird vermutet, dass er stattdessen einen Tiger sah, da Löwen in dieser Region nie heimisch waren. Doch die Legende lebt weiter und prägt das Bild dieser faszinierenden Stadt. Hier siehst du eine der berühmten Merlion-Statuen, eine Mischung aus Löwe und Fisch, die Singapurs Ursprung symbolisiert.

28.09.2025: Der erste Schock am Singapore River (7 KM)

Der erste Lauf war direkt eine Lektion in Sachen tropisches Klima. Nach einem Tag Sightseeing bin ich ein paar Stationen früher aus der MRT (Bueno Vista) ausgestiegen, um die restlichen Kilometer entlang des Singapur River bis zur Unterkunft in Jurong East zu laufen.

Die Herausforderung? Hohe Temperaturen und extrem hohe Luftfeuchtigkeit. Es war eine anstrengende Angelegenheit, selbst am späten Nachmittag. Zuvor gab es eine ausgiebige Aufwärmeinheit, und ich habe mir vorgenommen, jeden Kilometer mit unterschiedlichen Übungen zu spicken – was bei der Hitze schnell zur doppelten Anstrengung wurde.

Trotz der Strapazen war es ein faszinierendes Erlebnis, die sich verändernde Vegetation und das pulsierende Leben entlang des Flusses laufend zu beobachten. Nach 7 KM war ich durchgeschwitzt, aber glücklich. Das hat dann auch gereicht!

Hier ein Eindruck vom Singapore River, dem Lebensnerv der Stadt:

01.10.2025: Dschungel-Abenteuer am MacRitchie (14 KM)

Der Lauf am MacRitchie Reservoir war der perfekte Kontrast zur Stadt. Eine wunderschöne 14 KM lange Runde erwartete mich, die mich tief in den Urwald führte. Die Strecke ist sehr gut präpariert und bietet neben schönen Aussichtspunkten auch den berühmten TreeTop Walk.

Es war ein richtiges Dschungel-Erlebnis mit dichtem Grün und schattigen Passagen. Das Highlight war die Begegnung mit einer Gruppe Affen! Sie sind neugierig, aber man sollte natürlich Abstand halten. Ein absolut empfehlenswerter Lauf für alle, die dem Großstadtrummel entfliehen wollen.

03.10.2025: Die Gärten von Jurong East (10 KM)

Am dritten Lauftag stand die Erkundung der grünen Lunge von Jurong East auf dem Plan. Auf einer entspannten 10 KM-Strecke bin ich durch drei wunderschöne, sehr unterschiedliche Gärten gelaufen: den prächtigen Chinesischen Garten, den ruhigen Japanischen Garten und die weitläufigen Jurong Lake Gardens.

Die Anlagen sind nicht nur ein Paradies für Läufer, sondern auch ideal für Radfahrer. Die Mischung aus traditioneller Architektur, gepflegten Wegen und der üppigen Natur bot eine willkommene Abwechslung und einen entspannten Abschluss meiner Lauftage.

Mein Fazit zum Laufen in Singapur

Singapur ist eine fantastische Stadt, die man wunderbar laufend erkunden kann. Allerdings gibt es ein paar Dinge, die man beachten sollte:

  • Langsam machen: Die Hitze und die Luftfeuchtigkeit sind keine Witze. Das Tempo sollte man deutlich drosseln.
  • Die beste Zeit: Laufen ist am besten früh morgens oder abends. Mittags ist es aufgrund der Temperaturen wirklich sehr schwierig und kräftezehrend.
  • Hydration ist alles: Die Temperaturen nicht unterschätzen! Man verliert unglaublich viel Flüssigkeit. Ich habe darauf geachtet, wirklich jede Wasserstation, die ich finden konnte, mitzunehmen.

Trotz der Anstrengung: Eine neue Stadt in den Laufschuhen zu entdecken, macht einfach immer Spaß und liefert die besten Eindrücke!

 

Sicherheit im SmartHome – Wie du dein SmartHome-System mit openHAB vor Cyberangriffen schützt

Ein Smart Home macht den Alltag bequemer, aber mit der zunehmenden Vernetzung steigt auch das Risiko. Jedes vernetzte Gerät, jede App und jede Cloud-Anbindung kann eine potenzielle Schwachstelle sein. Für uns als Enthusiasten, die viel Zeit und Leidenschaft in unser Smart Home stecken, ist das Thema Sicherheit daher keine Nebensache, sondern essenziell.

Doch was bedeutet Smart-Home-Sicherheit eigentlich? Es geht nicht nur darum, die Haustür digital abzuschließen, sondern um einen ganzheitlichen Schutz deines gesamten Systems vor unbefugtem Zugriff. Das umfasst den Schutz deiner persönlichen Daten, die Integrität deiner Geräte und die Abwehr von Cyberangriffen, die die Funktionalität deines Smart Homes beeinträchtigen könnten. Glücklicherweise bietet ein offenes, flexibles System wie openHAB viele Möglichkeiten, die Kontrolle über deine Sicherheit selbst in die Hand zu nehmen.

Im Folgenden zeige ich dir, wie du dein Smart-Home-System robust absichern kannst.

Die 10 Gebote der Smart-Home-Sicherheit

1. Halte die externen Verbindungen minimal

Viele Smart-Home-Lösungen setzen auf externe Cloud-Server. Das ist bequem, aber es bedeutet, dass deine Daten durch das Internet reisen und du auf die Sicherheit des jeweiligen Anbieters angewiesen bist. Mit openHAB kannst du deine Smart-Home-Zentrale vollständig lokal betreiben. Verbinde nur so wenige Geräte wie möglich mit der externen Cloud und nutze stattdessen lokale Protokolle wie Zigbee, Z-Wave oder MQTT.

2. Sichere dein Netzwerk ab

Dein Heimnetzwerk (LAN/WLAN) ist die erste Verteidigungslinie. Verwende einen sicheren Router, der regelmäßig Updates erhält. Ändere das Standard-Passwort und nutze WPA3-Verschlüsselung, falls dein Router diese unterstützt. Am besten ist es, wenn du dein Smart Home in einem separaten Gastnetzwerk oder VLAN (Virtual Local Area Network) betreibst. So trennst du deine Smart-Home-Geräte von deinen Computern und Smartphones und schützt sie gegenseitig.

3. System und Geräte immer aktuell halten

Egal, wie gut dein System heute geschützt ist, neue Schwachstellen werden ständig entdeckt. Ein veraltetes System ist ein offenes Einfallstor. Aktualisiere openHAB und dein Betriebssystem regelmäßig.

4. Updates für alle Smart-Home-Geräte einspielen

Nicht nur die Zentrale, auch die einzelnen Komponenten wie Sensoren und Leuchten müssen gepflegt werden. Viele Hersteller bieten Firmware-Updates an, die Sicherheitslücken schließen. Überprüfe die Hersteller-Websites oder nutze, wenn vorhanden, Auto-Update-Funktionen in deinen Geräten, um immer auf dem neuesten Stand zu sein.

5. Backups sind nicht verhandelbar

Wenn doch einmal etwas schief geht, sei es durch einen Cyberangriff, einen Hardware-Defekt oder einen Konfigurationsfehler, ist ein aktuelles Backup dein Lebensretter. Ohne ein Backup müsstest du dein gesamtes Smart Home von Grund auf neu einrichten.

Ich kann es nicht oft genug betonen: Plane eine Backup-Strategie. Am besten nach der bewährten 3-2-1-Regel, die ich bereits in meinem Beitrag zur 3-2-1 Backup-Strategie beschrieben habe.

6. Verwende starke Passwörter

Das ist ein alter Hut, aber immer noch einer der häufigsten Fehler. Verwende einzigartige und komplexe Passwörter für deine Smart-Home-Geräte, deinen Router und openHAB. Ändere sofort alle voreingestellten Standard-Passwörter. Tools wie Passwort-Manager können dir dabei helfen.

7. Deaktiviere unnötige Funktionen

Jede aktivierte Funktion ist eine potenzielle Schwachstelle. Brauchst du den Fernzugriff auf dein Smart Home wirklich, wenn du nur selten unterwegs bist? Schalte Funktionen, die du nicht nutzt, einfach ab.

8. Achte auf die physische Sicherheit

Sicherheit beginnt nicht erst im Cyberraum. Verhindere, dass Unbefugte physischen Zugriff auf deine Smart-Home-Zentrale (z. B. einen Raspberry Pi) bekommen. Platziere sie an einem sicheren Ort.

9. Vertraue nur seriösen Herstellern

Nicht jeder Anbieter nimmt das Thema Sicherheit ernst. Recherchiere, ob der Hersteller deiner Smart-Home-Geräte regelmäßige Sicherheitsupdates anbietet und wie er mit der Privatsphäre umgeht. Ein offener Umgang mit Sicherheitsproblemen ist ein gutes Zeichen.

10. Für Bastler: Setze auf Open-Source-Software

Wenn du gerne bastelst und die volle Kontrolle haben möchtest, kannst du deine Smart-Home-Geräte (z. B. auf ESP-Basis) mit Open-Source-Firmware wie Tasmota oder ESPHome flashen. Das gibt dir maximale Kontrolle und eliminiert die Abhängigkeit von Cloud-Diensten. Dies erfordert jedoch etwas Zeit und Spaß am Tüfteln.

Fazit: Sicherheit ist Teamwork zwischen dir und openHAB

Die Sicherheit deines Smart Homes ist kein „set it and forget it“-Projekt. Es ist eine fortlaufende Aufgabe, die dein aktives Mitwirken erfordert. Indem du auf lokale Lösungen setzt, dein Netzwerk schützt und deine Systeme und Geräte regelmäßig pflegst, machst du dein Smart Home nicht nur sicherer, sondern behältst auch die volle Kontrolle. openHAB gibt dir die Werkzeuge an die Hand – es liegt an dir, sie klug zu nutzen. So wird dein vernetztes Zuhause nicht zur Bedrohung, sondern bleibt die komfortable und sichere Oase, die es sein soll.

Wie schützt du dein Smart Home?

Von der Sächsischen Schweiz bis zur Ostsee: Ein Reisebericht zwischen Felsen und Fußballfieber

Zwei so unterschiedliche Welten, vereint in einer Reise: die zerklüfteten Sandstein-Felsen der Sächsischen Schweiz und die raue Küste der Ostsee. Was auf den ersten Blick unvereinbar scheint, war die perfekte Kombination für ein langes Wochenende voller Abenteuer und Emotionen. Die Idee war einfach: Zuerst tief durchatmen und die Seele beim Wandern in atemberaubender Natur baumeln lassen, um dann die pure Leidenschaft und Gänsehaut-Atmosphäre beim Fußballspiel zwischen Hansa Rostock und 1860 München zu erleben. Komm mit auf diese Reise, bei der ich euch die Highlights, Anekdoten und unvergesslichen Momente der vergangenen Tage schildere.

Teil 1: Felsen, Täler und Wanderwege in der Sächsischen und Böhmischen Schweiz

Die ersten vier Tage standen ganz im Zeichen der Natur und des Wanderns. Von Freitag bis Montag haben wir uns voll und ganz auf die Schönheit des Elbsandsteingebirges konzentriert – und es hat uns nicht enttäuscht!

Die majestätische Basteibrücke und die geheimnisvollen Schwedenlöcher Unser erstes Ziel war die berühmte Basteibrücke. Früh morgens ging es los, um den größten Touristenansturm zu vermeiden, und das war eine goldrichtige Entscheidung! Der Weg durch die Schwedenlöcher war ein echtes Highlight. Der enge, felsige Pfad führte uns vorbei an moosbewachsenen Steinen, durch schmale Felsspalten und über abenteuerliche Holztreppen. Es fühlte sich an wie eine Entdeckungsreise in eine andere, längst vergangene Welt. An der Basteibrücke angekommen, wurden wir mit einem schlichtweg atemberaubenden Panoramablick über die Elbe und die umliegende Felsenwelt belohnt. Ein Moment purer Erhabenheit, der alle Anstrengung vergessen ließ.

Das Prebischtor: Ein Naturwunder in der Böhmischen Schweiz Am Sonntag wagten wir den Sprung über die Grenze in die tschechische Böhmische Schweiz, um das größte natürliche Sandsteintor Europas zu bestaunen: das Prebischtor. Die Wanderung dorthin war anspruchsvoll, führte uns aber durch malerische Wälder und belohnte uns immer wieder mit fantastischen Ausblicken. Die schiere Größe und einzigartige Schönheit des Tores sind einfach überwältigend. Es ist ein Ort, der einen demütig macht und die unbändige Kraft der Natur spüren lässt.

Teil 2: Von Sandstein zu Sandstrand: Willkommen an der Ostsee!

Nach den intensiven Wandertagen ging es für uns weiter gen Norden, an die Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Ein Tapetenwechsel, der nicht größer sein könnte – von den bürgenhaften Felsen zum weiten Horizont des Meeres.

Strandmomente in Börgerende-Rethwisch Unsere erste Anlaufstelle an der Küste war der charmante Ort Börgerende-Rethwisch. Der Strand dort ist ein Traum für alle, die Ruhe und Weite suchen. Spaziergänge am Meer, das Rauschen der Wellen und die frische Seeluft waren die perfekte Erholung nach den anstrengenden Wanderungen. Wir genossen die jodhaltige Luft und ließen einfach die Seele baumeln, während Möwen kreischend über uns hinwegzogen und der Wind uns um die Nase wehte.

Sightseeing in Rostock und Warnemünde Am Spieltag selbst hatten wir noch Zeit, die Hansestadt Rostock und das Seebad Warnemünde zu erkunden. Rostock beeindruckt mit seiner historischen Altstadt, dem alten Stadthafen und den vielen Backsteingebäuden, die von der Hansezeit erzählen. Ein kurzer Spaziergang durch die Kröpeliner Straße und am Hafen entlang, wo man die großen Kreuzfahrtschiffe bewundern kann, vermittelt eine ganz besondere maritime Atmosphäre. Später ging es weiter nach Warnemünde. Der dortige Leuchtturm und der breite Sandstrand sind einfach ikonisch. Wir haben Fischbrötchen genossen und das Treiben am Alten Strom beobachtet, bevor die Vorfreude auf das Spiel immer größer wurde.

Teil 3: Ein Hauch von Abschied – Fußball im Ostseestadion am 17.09.2025

Und dann war es so weit. Der Höhepunkt unserer Reise stand an: das Fußballspiel. Als Sechzger-Fan war die Vorfreude auf das Spiel gegen Hansa Rostock riesig, auch wenn die Bilanz der letzten Jahre in Rostock wenig Anlass zur Hoffnung gab. Es war außerdem ein ganz besonderer Tag, da es das letzte Spiel unter den alten Flutlichtmasten war. Eine Ära ging zu Ende und die Stimmung war einzigartig und unvergesslich. Das Stadion bebte, die Fans beider Lager gaben alles, und die Atmosphäre war elektrisierend. Leider mussten wir als 1860-Fans einmal mehr mitansehen, wie unser Team in Rostock verlor. Endstand 2:1 für Hansa. Trotz der Niederlage war es ein emotionales und unvergessliches Erlebnis. Das Gefühl, Teil dieser Gemeinschaft zu sein und die Leidenschaft im Stadion zu spüren, ist unbeschreiblich.

Fazit: Die perfekte Mischung

Die Reise war die perfekte Kombination aus den schönsten Facetten des Reisens. Wir haben die beeindruckende Ruhe und Schönheit der Natur im Elbsandsteingebirge erlebt, die entspannte maritime Atmosphäre an der Ostsee genossen und zum Abschluss die pure, mitreißende Emotion eines Fußballspiels gespürt. Es war eine Reise, die gezeigt hat, dass Gegensätze sich nicht ausschließen, sondern sich perfekt ergänzen können. Natur, Sightseeing und die Leidenschaft für den Fußball – die perfekte Mischung für ein unvergessliches langes Wochenende.