openHAB 2.4 im Detail

Ich habe mich die letzten Tage vor dem openHAB 2.4 Update etwas genauer mit den Änderungen beschäftigt.

Den Blog-Eintrag zur Veröffentlichung findet Ihr hier. Die gesamten Release Notes können im GitHub hier eingesehen werden. Beachtet bitte bei einem Update auf alle Fälle das Kapitel „Breaking Changes“ (da hier ggf. manuelle Anpassungen durchgeführt werden müssen).

Ich habe die größeren Änderungen der Verison 2.4 jetzt für mich einmal bewertet:

  • Konfigurations-Profile (reduzieren die Komplexität in den „Rules“)
  • MQTT Binding (Portierung auf openHAB 2.x und kein „Legacy Binding“ mehr – aber die Konfiguration wurde geändert)
  • GPSTracker Binding (Owntracks-Integration jetzt einfach möglich)
  • HABot (ein Chatbot für openHAB, Natural Language Processing – NLP und Machine Learning mit Apache OpenNLP, kontextbezogene Abhängigkeiten der Abfragen zur Präsentation von Ergebnissen)
  • Neue Dienste für Text-to-Speech (Google Cloud TTS Engine, Pico TTS Service)
  • 34 neue Addons hinzugefügt, 60 2.x Addons und 15 1.x Addons aktualisiert

Fazit

Die Konfigurations-Profile könnten in meiner Umgebung etwas Code sparen und für Übersichtlichkeit sorgen. Das neue MQTT Binding könnte interessant werden (da ich das demnächst auch verwenden wollte). Die bessere Owntracks-Integration ist vor allem für einen einfachen Einstieg interessant. Der HABot (also der Chat-Bot) ist für mich die größte Neuerung. Das werde ich noch etwas ausgiebiger testen. Neue Add-ons sind natürlich immer für das Gesamtsystem interessant. Vor allem das die Alexa-Schnittstelle wieder ohne „Beta-Versionen“ laufen soll ist für mich wichtig.

Komplettes Backup einer openHAB-Installation

Da ich demnächst von openHAB 2.3 auf 2.4 aktualisieren möchte, ist wieder einmal ein komplettes Backup angesagt.

Ich habe hier einmal alle mir bekannten Sicherungsmöglichkeiten zusammengefasst. In meinem Fall habe ich alle drei Wege durchgeführt (wobei das Voll-Backup per Image normalerweise ausreichen sollte).

Integrierte Backup-Funktion (1)

Ein paar fortführende Details zur Nutzung der integrierten Backup-Funktion findet Ihr bei zukunftathome.de.

In meinem Fall musste ich vor der Verwendung erst die zip-Funktionalität wie folgt aktivieren:

sudo apt-get install zip

Danach kann das Backup wie folgt ausgeführt werden:

sudo $OPENHAB_RUNTIME/bin/backup

Das Ergebnis des Backups wird im userdata-Verzeichnis unter /backups abgelegt.

Manuelle Sicherung der Daten (2)

Die Daten aus der ersten Sicherungsvariante können auch manuell kopiert und gesichert werden.

In meinem Fall kopiere ich aus den folgenden CIFS-Freigaben die Daten an einen externen Speicherort:

\\IP\openHAB2-conf

\\IP\openHAB2-userdata

IP muss gegen eure verwendete IP-Adresse verwendet werden. Für die Sicherung habe ich den Benutzer „openhab“ verwendet.

Da man bei einer manuellen Kopie etwas vergessen kann, würde ich die Sicherung aus Schritt 1 bevorzugt verwenden.

Komplettes Raspbian Backup erstellen (3)

Mit dieser Variante kann ein komplettes Backup der SD-Karte erstellt werden:

  • Win32 Disk Imager herunterladen und installieren
  • Raspberry Pi herunterfahren und Stromzufuhr entfernen
    • Verbindung mit PuTTY und administrativen Benutzer herstellen
    • sudo shutodwn -h now
    • Stromzufuhr entfernen
  • SD-Karte aus Raspberry Pi in Rechner mit Kartenleser einlegenWin32 Disk Imager öffnen
    • Speicherort der img-Datei auswählen
    • Mit „Read“ / „Lesen“ Backup starten3002
    • Dauer ca. 5 Minuten (16 GB SD-Karte)

Damit ist ein komplettes Image der SD-Karte und der verwendeten openHAB-Installation erstellt.

Fazit

Vor Updates führe ich immer ein komplettes Backup mit der Variante 3 durch. Vor größeren Konfigurationsänderungen mache ich eine Sicherung mit Variante 1 / 2.

Damit kann ich auf alte Stände zurückgreifen und falls ein Update fehlschlägt auch einmal ein komplettest Image zurückspielen.

Was ich noch machen müsste, wäre eine zusätzliche SD-Karte mit einem Backup-Image zu befüllen (falls ein Hardwareausfall vorhanden wäre). Aber dann bräuchte ich ggf. auch einen weiteren RaspberryPi als Backup. 😉