Schweden, Jokkmokk: Unsere Abenteuer – Was wir im hohen Norden unternommen haben
Wir waren Anfang Januar im hohen Norden Schwedens, genauer gesagt in Jokkmokk, einer Region, die uns mit ihrer unberührten Natur und ihren extremen Bedingungen gleichermaßen fasziniert und gefordert hat. Was als geplante Gruppenreise über ein Reisebüro begann, entpuppte sich als ein unvergessliches Abenteuer, das wir euch nicht vorenthalten möchten. Eines vorweg: Der Urlaub war wunderschön, aber ungewöhnlich kalt – mit Temperaturen, die uns über -30 Grad, teilweise sogar -35 Grad beschert haben. Aber hey, wir sind ja nicht aus Zucker!
Mein täglicher Lauf für den #RWJanuarStreak wurde zu einer ganz besonderen Herausforderung in dieser eisigen Landschaft. Überall, wohin das Auge reichte, erstreckten sich unberührte Schneelandschaften – ein wahrer Traum für jeden, der die Ruhe und Weite der Natur schätzt.
Die Anreise ins Winterwunderland (02.01.2026)
Unsere Reise startete mit einem Flug von München über Hannover nach Arvidsjaur, der sich aufgrund eines Defekts im Flugzeug etwas verzögerte. Doch die Vorfreude auf das Abenteuer ließ uns die kleine Verspätung schnell vergessen. Schon bald überquerten wir den Polarkreis – ein echtes Highlight mit einer kleinen Taufe und einem Zertifikat, das uns jetzt offiziell als Polarkreis-Bezwinger ausweist! Nach dem Transfer zum Hotel Jokkmokk, das uns mit Halbpension versorgte, erwartete uns gleich am ersten Abend ein magisches Spektakel: Polarlichter tanzten am Himmel! Ein perfekter Start in unseren Schweden-Trip.
Jokkmokks Charme und Sami-Kultur (03.01.2026)
Der nächste Tag begann mit einem Orientierungsspaziergang durch Jokkmokk. Ein kurzer Besuch im Ajtte Museum gab uns erste Einblicke in die faszinierende Kultur der Sami. Der Ausflug zu einer lokalen, familiengeführten Rentierfarm war ein echtes Erlebnis, bei dem wir die Lebensgrundlage dieses indigenen Volkes hautnah kennenlernen konnten. Und weil man sich bei diesen Temperaturen zwischendurch aufwärmen muss, ging es immer mal wieder in die Sauna. Den Abend krönte eine Nachtwanderung auf den Storknabben, von wo wir hofften, noch einmal Polarlichter zu sehen.
Schneeschuhe, Fackeln und Sami-Weisheit (04.01.2026)
Das Winterwunderland rund um den Polarkreis zeigte sich heute von seiner schönsten Seite. Eine Schneeschuhwanderung um den See mit den „Riesenlatschen“ war ein Riesenspaß und eine gute Möglichkeit, sich warm zu halten. Ein Vortrag über die Sami vertiefte unser Verständnis für dieses Volk, das in Einklang mit den Rentieren und der Natur lebt. Am Abend lockte eine Fackelwanderung um den See. Einige Aktivitäten mussten wir aufgrund der extremen Temperaturen etwas kürzen, doch Sicherheit ging hier ganz klar vor.
Wildnis pur (05.01.2026)
Heute stand eine etwa vierstündige Wildniswanderung auf dem Programm, die uns tief in das Naturreservat und über den zugefrorenen See führte. Ein unvergessliches Erlebnis in einer völlig unberührten Landschaft.
Stromschnellen und Husky-Power (06.01.2026)
Ein absolutes Highlight war der Ausflug nach Storforsen, den größten Stromschnellen Nordeuropas. Die tosenden Wassermassen inmitten der winterlichen Landschaft boten ein faszinierendes Naturschauspiel.
Danach stand das Abenteuer schlechthin auf dem Plan: eine Huskysafari! Die athletischen Vierbeiner drehten vor lauter Freude total durch, als sie vor den Schlitten gespannt wurden. Die Fahrt durch die verschneite Landschaft war atemberaubend! In der Kota am offenen Feuer konnten wir uns anschließend bei einer Tasse heißem Tee aufwärmen.
Abschied vom hohen Norden (07.01.2026)
Nach einer erlebnisreichen Woche hieß es heute Abschied nehmen. Der zweistündige Transfer zum Flughafen führte uns zurück nach Arvidsjaur, von wo wir über Hannover wieder nach München flogen.
Fazit
Unser Aufenthalt in Jokkmokk war einfach wunderbar! Die Reise war sehr gut organisiert, und unsere deutsche Reiseleitung stand uns jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Zweimal hatten wir unglaubliches Glück mit den Polarlichtern – ein Anblick, den man nie vergisst. Die Temperaturen waren zwar extrem kalt, aber das gehört eben zu einem echten Winterabenteuer im hohen Norden dazu und ist schlichtweg nicht zu beeinflussen. Wer die Ruhe, die unberührte Natur und eine Portion Abenteuer sucht, für den ist Jokkmokk im Winter definitiv eine Reise wert!










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